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Mit Selbstvertrauen zur EM

Der 16-jährige Jeffrey Kramer weiß um sein Talent. Als Ziel gibt der Gindericher die Europameisterschaft 2010 aus.

WESEL. Freie Tage sind rar geworden für Jeffrey Kramer. Drei Judo-, zwei Laufeinheiten, Krafttraining sowie Turniere im gesamten Bundesgebiet drängen sich in den Wochenplan des Ende des Monats 17 Jahre alt werdenden Judoka. Hinzu kommen Schule und neuerdings das Pauken für die Führerscheinprüfung. Nicht leicht für einen Teenager, alle Termine unter einen Hut zu kriegen, auch Opfer eingehen zu müssen. Doch Jeffrey Kramers Rezept ist denkbar einfach. "Der Erfolg ist meine Motivation", erklärt das in Ginderich lebende Talent.

Und Erfolge kann Kramer wahrlich aufweisen. Der Schüler, der die 11. Jahrgangsstufe des Andreas-Vesalius-Gymnasiums in Wesel besucht, ist amtierender deutscher Judo-Vizemeister der Altersklasse U 17. Im Frühjahr des vergangenen Jahres bildete Rüsselsheim die Kulisse für diesen Coup. "Da ich ab dieser Saison bei den unter 20-Jährigen starte, wird's noch happiger. Trotzdem möchte ich bei den Deutschen mindestens Siebter werden", steckt sich Jeffrey Kramer keine kleinen Ziele. Immerhin geht's in diesem Jahr gegen mitunter zwei Jahre ältere Konkurrenten.

"Neben der Kraft zählt im Judo aber ebenfalls die Beweglichkeit. Und das ist auch meine Stärke", erklärt der für die SV 08/29 Friedrichsfeld startende Jugendliche. Durch seine ältere Schwester zum Judo gekommen, ist Kramer seit nunmehr elf Jahren seiner Sportart treu geblieben. "Es macht mir Spaß, mich mit anderen zu messen und außerdem kann man so manches, das andere nicht können. Zum Bespiel einen Rückwärtssalto", nennt der Gindericher die netten Nebeneffekte der Kampfsportart.

Daran, dass der mehrfache Medaillengewinner bei westdeutschen Titelkämpfen auf den Matten der Republik sein Können zeigen kann, hat aber auch Jeffreys indische Mutter gehörigen Anteil. "Sie fährt mich überall hin", lacht er. Und überall ist in diesem Zusammenhang wörtlich gemeint. "Die Ranglistenturniere sind zum Beispiel in Berlin und Bremen", erläutert Kramer. Ebenfalls weit weg vom heimischen Ginderich, nämlich im baden-württembergischen Schwetzingen, erlebte der noch 16-jährige im vorigen Jahr ein weiteres Karriere-Highlight. "Mit der NRW-Auswahl haben wir den Deutschland-Pokal gewonnen. Wegen der tollen Unterstützung innerhalb des Teams war das ein besonderer Sieg", schätzt Jeffrey Kramer die Mannschaftswettbewerbe.

Mit der jungen Truppe der SV Friedrichsfeld II geht's für ihn ab Oktober in der Bezirksliga rund. "Letztes Jahr wurden wir Zweiter. Mal schauen, was jetzt drin ist", wagt er noch keine Prognose. Konkreter spricht Kramer dagegen über seine mittelfristigen Ziele im Einzel. "In zwei Jahren möchte ich für die Europameisterschaften nominiert werden."

Um dann für die Duelle mit den dominierenden Russen gewappnet zu sein, trainiert Jeffrey Kramer wöchentlich in Köln. "Auch die meisten der zehn bis 15 Lehrgänge im Jahr finden dort statt", erklärt die Nachwuchshoffnung. Köln als zentraler Trainingsort hat nicht nur wegen der Top-Bedingungen seine Vorteile. In der Zeit des Karnevals beschert die rheinische Metropole Jeffrey Kramer nämlich zumindest ein paar freie Tage. Schließlich steht zwischen Altweiber und Aschermittwoch anderes im Kölner Mittelpunkt. Von NIKLAS PREUTEN für NRW Wesel

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