Harte Männer tanzen nicht
Bereits zehn Zusagen für das Mannschaftsturnier der Extraklasse am 15. März in der Dieter-Renz-Halle.Rumänischer Meister und zwei Spitzenklubs aus den Niederlanden sind mit von der Partie
JUDO ELE TEAM-CHALLENGE Bereits zum dritten Mal richtet der Bottroper Judoverein JC 66 das ELE Judo-Team Challenge aus. Bei den Wettkämpfen zwischen den zwölf hochkarätigen Mannschaften aus Deutschland und Europa ist ein volles Haus in der Dieter-Renz-Halle vorprogrammiert. Und das nicht nur, weil das markige Motto allein schon den besten Unterhaltungswert besitzt.
"Harte Männer tanzen nicht" - das ist doch mal eine Aussage! Und genau so ist es auf den Plakaten zu lesen, die den Interessierten Appetit auf den sportlichen Leckerbissen machen soll, der da am 15. März ab 9.30 Uhr über die Bühne in der Renz-Halle gehen wird: zwölf Judo-Spitzenteams aus Europa, vier Gruppen zu je drei Mannschaften, die sich bis in die Finalrunden kämpfen wollen.
Jetzt müssen neben den Zuschauern nur noch die Teams anreisen. Denn genau in diesem Punkt wurden die Verantwortlichen des JC 66 bei den vorangegangenen Veranstaltungen nach wochenlangen, harten Vorbereitungen schwer enttäuscht. Doch bei den Bottropern ist man zuversichtlich, dass solche unverschuldeten Pannen dieses Jahr ausbleiben werden - auch wenn der JC dadurch, dass die ELE Judo-Team Challenge keinen offiziellen Charakter besitzt, keinen Druck ausüben oder Konventionalstrafen aussprechen kann.
Beim JC 66, da präsentiert man sich gerne, sofern man was auf seinen guten Namen hält. Zusätzlicher Anreiz dürften die Preisgelder darstellen, die in Zeiten allgemeiner knapper Kassen wohl nicht unterschätzt werden dürfen (2000 Euro für Platz 1, 1500 Euro für Platz 2, 1000 Euro für Platz 3). Und: Bei dem stark besetzten Wettkampf will keiner seinen guten Ruf zerstören. "Dieser Wettkampf hat sich zu einer echten Marke entwickelt. Vor allem im olympischen Jahr stellt die ELE Judo-Team Challenge etwas ganz besonderes dar", sagt Dr. Rainer von Courbière, Geschäftsführer der ELE, der schon mal mit dem Schlagwort "Von Bottrop nach Peking" zumindest im Geiste spielen wollte. Und auch ELE-Pressesprecher Peter Efing freut sich auf den Startschuss. Den haben die Verantwortlichen des JC 66, zumindest was den organisatorischen Teil sowie die Öffentlichkeitsarbeit betrifft, bereits hinter sich. "Mein Dank geht vor allem an unsere Partner bei der Stadt sowie die vielen fleißigen Helfer aus unseren Reihen, ohne die es nicht zu bewerkstelligen wäre", so JC-Präsident Roland Assmann.
Und die Verantwortlichen der Stadt Bottrop scheinen zu wissen, was sie ihrerseits an dem sportlichen Event haben: "Für Bottrop ist dies mit unserem Slogan "Bottrop die Sportstadt" eine absolute Imagefestigung", so Sportdezernent Bernd Tischler und Gerd Kießlich, Leiter des Sport- und Bäderbetriebes.
Zehn Mannschaften, inklusive dem JC 66, stehen bereist fest, zwei weitere Zusagen werden für die kommenden Tage erwartet. Und so treten am 15. März das Hamburger Judoteam, SC Berlin, der aktuelle Vizemeister JC Frankfurt / Oder, SVA Witten, JC Leipzig, KSV Esslingen, KenAmJu Haarlem, der amtierende rumänische Meister Liberty Oradea sowie Vorjahressieger Top Stichting Nijwegen gegeneinander an. Das hat schon Klasse.
Auch wenn Bottrops Trainer Frank Urban seinen Schützlingen erst einmal Außenseiterchancen einräumen will und das Viertelfinale als Ziel setzt, die Stimmung, da sind sich alle einig, die wird auch in diesem Jahr wieder prächtig sein. Dem Modus sei dank, denn nicht nur, dass im Gegensatz zu den Olympischen Spielen der dritte Rang in Bottrop ausgekämpft werden wird, alle Zuschauer und Fans haben durch die Gruppenphase die Möglichkeit, ihr Lieblingsteam mindestens zwei Mal auf der Matte anfeuern zu können.