| Im Revier regiert die Jugend Eröffnung in Hagen, Schlussakt in Witten |
| |
| 31.05.2007 / Lokales / Witten |
Von Felix Guth
Hattingen/Witten. Europas größte Jugendsport-Veranstaltung kommt in den Ennepe-Ruhr-Kreis. Gemeinsam mit Hagen sind acht Städte des Kreises, darunter auch Witten, vom 3. bis zum 10. Juni Ausrichter der "Ruhrolympiade".
Das bereits seit 1964 stattfindende Sportfest für den Nachwuchs aus 13 Städten und vier Kreisen des Rhein-Ruhrgebiets schlägt alle Zahlen-Rekorde. Nahezu 9000 Sportler werden erwartet, wenn es in 26 Sportarten um Gold, Silber und Bronze geht.
Der EN-Kreis ist dabei erstmals seit 1990 wieder als Ausrichter beteiligt. "Als die Anfrage kam, habe ich spontan Ja gesagt", meinte Landrat Dr. Arnim Brux anlässlich eines Treffens im Hattinger Industriemuseum Henrichshütte. Für den EN-Kreis sprachen sein gutes Angebot an Sportstätten und die große Anzahl von Vereinen. "Die Ruhrolympiade führt die Region zusammen", betonte Dieter Nellen, Referatsleiter für Kultur und Sport beim Regionalverband Ruhr (RVR).
Die Politik ging den ersten Schritt, die wirklichen Macher der Ruhrolympiade zogen nach. Ein ganzes Jahr investierte die "Sportjugend Ennepe-Ruhr" ebenso wie ihre Kollegen in Hagen in die mitunter mühselige Koordination von Vereinen, Sponsoren und Sportlern. "Es ging teilweise an die Grenzen der Belastbarkeit", so Sabrina Kockelke von der Sportjugend des EN-Kreises. Landrat Dr. Arnim Brux betonte daher: "Ohne die Ehrenamtlichen wäre es nicht gegangen."
Die "Ruhrolympiade 2007", bietet etwas für jeden Sport-Geschmack. Nach dem traditionellen "Sportgespräch" über Talentförderung in NRW beginnt im neuen Wildwasserpark in Hohenlimburg ab Mittwoch, 6. Juni, das volle Sportprogramm. Darf es Kanu-Slalom, Bogenschießen, Beachvolleyball oder Trampolinspringen sein? Oder doch lieber eine "klassische" Sportart wie Fußball, Handball, Tennis, Turnen oder Tennis?
Witten ist als Ausrichter von vier Sportarten vertreten. Die Ringer messen sich am 7. Juni (ab 9 Uhr) in der Fritz-Husemann-Sporthalle. Der Trampolin-Wettkampf (7. Juni) sowie das Volleyball-Turnier (9. und 10. Juni) finden in der Kreissporthalle und nebenan in der Otto-Schott-Sporthalle statt. Hinzu kommt die revierweite Schwimm-Konkurrenz, die im Freibad Annen am 7. Juni ab 14 Uhr an den Start geht. Die "Werkstadt" ist Ort der Abschlussveranstaltung am Sonntag, 10. Juni.
Wie in jedem Jahr präsentieren sich exotischere Sportarten mit "Demo-Veranstaltungen". Dazu gehören 2007 der Behindertensport, Segelfliegen, Segeln und Baseball. Die Auswahl der Disziplinen bei der "Ruhrolympiade" wird alle drei Jahre neu festgelegt.
Doch nicht zuletzt geht es für die teilnehmenden Städte auch um die Gravur auf dem gläsernen Siegerpokal. Im letzten Jahr kamen die fleißigsten Medaillensammler überraschend aus der Gastgeber-Stadt Mülheim/Ruhr. "Die Ausrichter bekommen immer noch einen Extra-Schub", weiß Thomas Klein, seit mehr als zehn Jahren im Organisationsteam der Ruhrolympiade aktiv. Einen Schub, den das Team des EN-Kreises gut gebrauchen könnte: Zum letzten Mal landete man 1991 als Dritter auf dem Treppchen. Das Objekt der Begierde: Dr. Christian Schmidt, Leni Hildebrandt, Klaus Hinnenkamp Sabrina Kockelke und Armin Brux (v.li.) präsentieren den Pokal, auf auch dem der Sieger der "Ruhrolympiade 2007" eingraviert wird. Foto: Udo Kreikenbohm
Das komplette Programm der "Ruhrolympiade 2007" steht im Internet unter www.ruhrolympiade.de zur Verfügung. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Die offizielle Eröffnung mit dem feierlichen Einmarsch der Teilnehmer und Live-Musik findet am 6. Juni (19.30 Uhr) an der Volme-Galerie auf dem Friedrich-Ebert-Platz in Hagen statt. Die Abschlussfeier mit Siegerehrung und Verleihung des begehrten Nachwuchs-Förderpreises geht in der "Werkstadt" in Witten am 10. Juni ab 19 Uhr über die Bühne.