| Panther zeigen Krallen |
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| 11.06.2007 / Lokales / Marl |
Von Claudio Richter
Herten. Den Hertener Judo-Frauen hätte vor dem richtungweisenden dritten und vorletzten Kampftag in eigener Halle der Blaumann wohl besser zu Gesicht gestanden als der schwarze "Panther"-Anzug. Schließlich wartete auf die Mannschaft von Trainer Frank Alex ein hartes Stück Judo-Arbeit. Mit den ebenfalls noch sieglosen Brander Frauen war der Konkurrent um den Klassenerhalt angereist, und nachdem sich sowohl die Gastgeberinnen als auch das Team aus Aachen dem Ligasiebten SUA Witten beugen mussten (jeweils mit 3:4), war klar, dass der letzte Akt des Abends unter dem Motto des Highlanders "Es kann nur einen geben" stehen würde.
Offensichtlich hatten die Hertenerinnen das Motto des schottischen Fantasy-Helden besser verinnerlicht als die TV-Frauen. Die starke Holländerin in der Panther-Meute Kim de Jong (-78 kg) machte wenig Federlesens und sorgte für die 1:0-Führung. Sonja Hopp (-57 kg) lag lange Zeit in Front, brach dann konditionell ein und musste sich mit einem Unentschieden zufrieden geben.
Dann ging es Schlag auf Schlag. Julia Kriesten (-52 kg) gewann kampflos, Miranda van der Broek (+78 kg) per Haltegriff und Inga Gussenberg (-70 kg) mit einem blitzsauberen Konter. Mit vier Punkten von möglichen sieben war der Sieg bereits in trockenen Tüchern. Lediglich Fliegengewicht Alina Burgheim (-48 kg) gab noch einen Punkt an die Gäste ab. Die Gegnerin von Indra Alex (-63 kg) stellte sich beim hoffnungslosen Stand von 1:4 dann erst gar nicht mehr auf die Matte.
Damit ist der Ligaverbleib der Lokalmatadorinnen auch so gut wie gesichert. Denn dass die Brander am letzten Kampftag beide Begegnungen gewinnen, scheint nahezu utopisch zu sein. Team-Manager Dieter Trakis hofft allerdings lieber nicht auf die Schwäche der anderen, sondern setzt eher auf die eigenen Stärken: "Bisher ist unser Kader noch nie vollzählig aufgelaufen. Am nächsten Kampftag werden wir aber komplett sein, und dann haben wir auch reelle Chancen, unsere beide Begegnungen zu gewinnen."
Optimismus, der sich bereits dieses Mal ausgezahlt hat.