| Wer wird der Fall-König? |
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| 18.06.2007 / Lokales / Buer |
Ganztags-Grundschulen sind für berufstätige Eltern eine große Hilfe, da sie ihre Kinder in guter Betreuung wissen. Sie dienen aber auch den Sportvereinen als große Möglichkeit, frühzeitig Talente zu sichten und zu fördern. Eine Kooperation mit dem Judo-Club Koriouchi hat die Don-Bosco-Schule in der Feldmark.
Zu Besuch in der kleinen Turnhalle: Den Mann, der die Kinder betreut, kennt jeder Judoka, es ist Reinhard Woelk. Er hat Zeit, und er nimmt sich diese Zeit auch gerne. "Wenn die Aggressivität in sportliche Bahnen gelenkt wird", sagt er, "ist doch schon viel erreicht." Zwei Gruppen betreut er, und es wird jeweils eine Stunde trainiert. Oder besser: Es wird eine Stunde lang Judo gespielt.
Was nichts daran ändert, dass der Koriouchi-Präsident schon zwei Grundschüler entdeckt hat, die "sehr gut dabei sind". Einer ist Cayan. Und was gefällt ihm am Judo-Sport. "Das Kämpfen und Fall-König", sagt der Zehnjährige, der nach den Sommerferien am Koriouchi-Vereinstraining in Rotthausen teilnehmen wird.
Fall-König? Dies ist ein Spiel, mit dem Reinhard Woelk seine Judo-Grundschüler begeistern kann. Sauberes Fallen, schnelles Aufstehen. Und der, der als Letzter wieder steht, scheidet aus. Oder die, die als Letzte aufsteht. Hier sieht es schon sehr elegant aus, Mädchen sind nun mal geschmeidiger, dort eher etwas holprig. Da kommt es gewiss nicht auf Judo-Klamotten, auf vernünftige Judogi an. Barfuß, klar - während Reinhard Woelk in Badelatschen um die Matten läuft. Aber jeder trainiert so, wie er kann, mit dem, was er hat. Sei es in einem Trainingsanzug, oder sei es in Zivil, in Jeans und Top.
Und beim Blick in die aufgedrehte Runde beziehungsweise durch die Halle wird klar: Probleme, eine Gewichtsklasse für einen Mannschaftskampf zu besetzen, hätte Reinhard Woelk bei seinen Don-Bosco-Judoka nicht. AHa