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Wer ist Oliver Gussenberg?


Florian Heimlich legt den ehemaligen Weltklasse-Judoka gleich zweimal eindrucksvoll aufs Kreuz und den Grundstein für den 9:5-Sieg des JC Koriouchi über Tabellenführer JC 66 Bottrop

JUDO 2. BUNDESLIGA

Judo in der Schürenkamp-Halle und eine Riesen-Stimmung. Die Anhänger des JC 66 Bottrop sorgten am Samstagabend dafür, dass dies kein Widerspruch mehr war. Die Party-Löwen waren am Ende aber andere, nämlich die Kämpfer des JC Koriouchi Gelsenkirchen, die den Tabellenführer der 2. Bundesliga mit 9:5 von der Matte gefegt hatten.

Kaum zu glauben: Vor Freude hüpfte sogar der Präsident. Um genau zu sein: Reinhard Woelk sprang nach dem 13. Kampf in die Luft, nachdem er soeben zum zweiten Mal an diesem Abend Judo-Wahnsinn erlebt hatte. Die Darsteller: Der 20-jährige Florian Heimlich für den JC Koriouchi und der 29-jährige Oliver Gussenberg für den JC 66 im 66-Kilo-Kampf. Das erste Ausrufezeichen hatte der junge Gelsenkirchener gegen den ehemaligen Weltklasse-Judoka der 60-Kilo-Klasse schon im ersten Durchgang gesetzt, aber es sollte ein zweites folgen, das viel wichtiger und für den Mannschaftskampf entscheidend war.

Mit 7:5 lagen die Gelsenkirchener in Führung, als Florian Heimlich und Oliver Gussenberg, die ihr Einzelstartrecht beide für die Crocodiles Osnabrück haben, zum zweiten Mal die Matte betraten. Die Bedeutung des Kampfes für sein Team war Florian Heimlich aber kaum bewusst. "Da habe ich nicht so sehr dran gedacht", sagte er. "Ich wollt´ nicht fallen, das war alles."

Er fiel nicht, er stolperte nicht einmal. Zwar ging Oliver Gussenberg nach einer Passivitäts-Strafe gegen Florian Heimlich mit einer kleinen Wertung ("Koka") in Führung, doch der Gelsenkirchener rackerte, setzte nach und ging nach vier Minuten mit einer mittleren Wertung ("Yuko") in Führung. Die Technik, die den Bottroper nicht hätte überraschen dürfen: ein Schenkelwurf (Uchi-mata). Verzweifelt griff Oliver Gussenberg an und wurde wie schon im ersten Kampf meisterlich ausgehoben. 17 Sekunden vor dem Ende knallte er zum zweiten Mal, und auch das hätte ihn nicht überraschen dürfen, nach einem Ura-nage Florian Heimlichs brutal auf die Matte.

8:5, Glückseligkeit beim JC Koriouchi. Und kaum jemand erlebte noch, dass Lars Schüttken im Schlusskampf (100 kg) mal eben ein weiteres JC-66-Ass auf die Matte klatschte. Mit einer Großen Außensichel (O-soto-gari) setzte er sich gegen Danny Meeuwsen durch. Florian Heimlich bekam davon nichts mit, er war völlig ausgelaugt.

Und wie fühlte er sich nach seinem elften Sieg im elften 66-Kilo-Kampf der Saison? "Keine Ahnung, ich bin nur k. o.", sagte Florian Heimlich. "Die Freude kommt später." Die Freude darüber, Oliver Gussenberg gleich zweimal geschlagen zu haben. War´s das erste Mal in einem Wettkampf? "Ja", sagte Florian Heimlich. Diese Antwort war Koriouchi-Leichtgewichtler Christoph Glüsenkamp zu knapp: "In einem Wettkampf? Das hast du noch nicht einmal im Training geschafft."

Drei Gelsenkirchener Punkte sind beschrieben - jene drei Punkte, mit denen Trainer Harald Mantei, der rundum zufrieden war, nicht unbedingt rechnen musste. Die übrigen sechs Zähler hatten sich wie auch die Bottroper Punkte ausrechnen lassen: zweimal Valerie Prill (60 kg) in den Kämpfen der 17-Jährigen gegen Malte Peters, zweimal Jeffrey Meeuwsen (90 kg), dessen Mitwirken die Mannschaft erheblich stärkte, und zweimal Willy Bilstra (+100 kg).

Im Glücksgefühl, den Tabellenführer geputzt zu haben, kam aber auch der Frust zurück, in Leverkusen nur 7:7 gekämpft zu haben. Dieser wich aber auch schon wieder, als das Ergebnis des Kampfes zwischen Mönchengladbach und Beul bekannt wurde - 7:7. Somit hat der JC Koriouchi einen Punkt Vorsprung auf Rang drei und könnte sich durch einen Sieg am letzten Kampftag (8. September) beim Beueler JC das Ticket für das Erstliga-Relegationsturnier sichern.

05.08.2007   Von Andree Hagel

Der Triumphator: Gleich zweimal klatschte Florian Heimlich Bottrops Oliver Gussenberg per Ura-nage auf die Matte. FOTO: WAZ Gelsenkirchen
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