| Recklinghausen. Die Recklinghäuser Judo-Frauen haben in dieser Saison eher hausgemachte Probleme denn Schwierigkeiten mit der Konkurrenz. Von den sieben zu besetzenden Gewichtsklassen kann PSV-Trainer Egon Bergmann nämlich nur die oberen fünf Limits besetzen. In den leichten Kategorien bis 48 bzw. 52 Kilogramm herrscht dagegen Leere - zwei Punkte also, die ohne Gegenwehr an den Gegner gehen.
Will das Regionalliga-Team am Wochenende trotzdem als Sieger von der Matte gehen, müssen vier der verbliebenen fünf Kämpferinnen siegen. Eigentlich ein zum Scheitern verurteiltes Vorhaben, aber die PSV zeigte bereits an den ersten beiden Kampftagen ihre Klasse. Trotz ihrer Rumpfbesetzung schlug sie den damaligen Tabellenführer Mönchengladbach und den Judoclub Bielfeld. So steht das PSV-Team bei Ligahalbzeit auf einem entspannten vierten Platz. Wer "Mattenfuchs" Bergmann kennt, der weiß, dass dieser auch am Samstag zu Hause gegen Budo Sport Kaarst (Tabellenzweiter) und den Brander TV II (Letzter) wieder das Maximale aus seiner Minimalformation herausholen wird. "Die Mannschaften sind zu schlagen", verrät Bergmann. Zusammen mit seinen Kämpferinnen will er am Doppelkampftag wieder das Unmögliche möglich machen.
Vor der dritten Meisterschaft in gerade einmal vier Jahren stehen die Regionalliga-Judoka des VfL Hüls. Das Taubert-Team rangiert vor dem dritten und vorletzten Kampftag unangefochten an der Tabellenspitze. Nur der kommende Gegner und Ausrichter JC 66 Bottrop II sitzt mit zwei Punkten weniger, direkt im Nacken der Marler. Am Samstag kommt es ab 17 Uhr also zu einer Vorentscheidung, zumal auch der Tabellen-Vierte Ibbenbüren zu Gast ist. Sollte der VfL gewinnen, wäre ihm die Meisterschaft kaum noch zu nehmen. Die anschließende Aufstiegsrunde hätte allerdings bereits Zweitliga-Niveau. Weiterhin ungeklärt ist auch die Finanzierung eines möglichen Aufstiegsabenteuers. audio |