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Das ist absurd

16.08.2007/Lokalausgabe/Bottrop

Hertha Walheim unterstellt JC 66 Bottrop eine taktische Niederlage in Gelsenkirchen. Urban wie vor den Kopf geschlagen

JUDO 2. BUNDESLIGA NORD Starker Tobak in der 2. Liga: Der Tabellendritte Hertha Walheim unterstellt dem Spitzenreiter JC 66 Bottrop den letzten Kampf am 4. August beim Verfolger in Gelsenkirchen, dem JC Koriouchi, taktisch verloren zu haben.

So ist es auf der Internetseite des Judoteams (www.Judoteam-walheim.de) nachzulesen. Sportkoordinator Frank Heynen wird wie folgt zitiert: "Angesichts der Stärke des Bottroper Teams war dies doch eine große Überraschung. Über das Ergebnis staune ich schon sehr. Wir sind in der zweiten Bundesliga in voller Besetzung das einzige Team, welches Bottrop in der Aufstiegsrunde gefährden kann. Ich kann mir vorstellen, dass sich Bottrop durch diese taktische Niederlage einen Konkurrenten vom Hals schaffen wollte. Hier siegte anscheinend die Cleverness über die Fairness."

Bottrops Trainer Frank Urban ist wie vor den Kopf geschlagen: "Das ist absurd. Wer verliert den schon freiwillig ein Lokalderby. Aber die Gelsenkirchener haben jetzt gegenüber Walheim die bessere Ausgangslage, die Aufstiegsrunde mit uns zu erreichen. Uns vorzuwerfen, da sei was geschoben worden, ist schon heftig."

Beim JC 66 sind die Verantwortlichen mächtig verärgert. Dennoch nehmen sie es gelassen. Sprecher Dominik Assmann: "Wenn man es selbst nicht mehr schaffen kann, dann sucht man wohl einen Schuldigen. Wir haben uns vorgenommen, darauf nicht ernsthaft zu reagieren." Letztlich sei das ziemlicher Blödsinn, den Hertha Walheim da von sich gebe, versteht Assmann trotzdem die Judo-Welt nicht mehr so ganz. Und Trainer Urban beteuert noch einmal: "Wir wollten in Gelsenkirchen gewinnen."


16.08.2007   Von Sylvia Lukassen

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