| Im Kampf um den Einzug ins deutsche Oberhaus werden die Emotionen zwischen JC 66 Bottrop und Walheim hochkochen. Trainer Frank Urban bangt um den Einsatz der Niederländer JUDO AUFSTIEG ZUR 1. BUNDESLIGA Das Teilziel haben die Judoka des JC 66 Bottrop erreicht. Als Meister der 2. Liga Nord gehen sie am 27. Oktober in die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga - und zwar auf eigenen Matten in der Dieter-Renz-Halle. Heimvorteil also für das Team von Trainer Frank Urban, der darin schon ein großes Plus sieht. "Und wenn wir in bester Besetzung sind, dann können wir auch alle drei Gegner schlagen", sieht der Bottroper Chefcoach durchaus optimistisch in die Zukunft. Gleichwohl: Ein paar Sorgenfalten zeichnen sich auf seiner Stirn schon ab. Denn der Trainer bangt um den Einsatz seiner Kämpfer aus den Niederlanden, allen voran um den Weltmeister Ruben Houkes, aber auch um Daxenos Elmont, Danny Meeuwsen und Ziggy Tabacznik. Grund: Am 27. Oktober finden in den Niederlanden die nationalen Meisterschaften statt, und bei denen geht es um die Fahrkarten zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking. "Dagegen ist die Bundesliga natürlich nichts", sagt Frank Urban. Außerdem lege der Niederländische Verband gesteigerten Wert auf die Einzelwettkämpfe seiner Judoka. "Nicht antreten bedeutet, mächtig Ärger zu bekommen", weiß Urban. Trost für ihn: Auch die Aufstiegskonkurrenten Hertha Walheim sowie die Erstligisten JC Eberswalde und SV Georg Knorr (Berlin) stehen vor diesem Problem. Sonst aber ist alles im grünen Bereich beim JC 66. "Die Kämpfer waren vor Wochenfrist froh, dass die lange Saison erst einmal zu Ende war", sagt Frank Urban. "Aber sie wissen auch alle, dass erst am 27. Oktober endgültig Schluss ist." Für den Trainer gilt es jetzt, seine Kämpfer fit zu halten und vor allem den Spannungsbogen nicht abflachen zu lassen. Da macht sich Urban indes keinen Kopf. Dreimal pro Woche wird in Bottrop trainiert. Hinzu kommt das Stützpunkttraining in Köln. Die Pause - die eigentlich keine ist - wird bestens mit diversen Einzelmeisterschaften ausgefüllt. Außerdem wird Urban mit seinem Team noch einen Mannschaftswettkampf in den Niederlanden bestreiten. Die sportliche Logistik ist also bestens geregelt. Bleibt nur eine Unsicherheit: Verletzungen sind nicht auszuschließen. "Das wäre fatal, daran mag ich gar nicht denken", lässt Urban solche Gedanken nicht zu. In der Renz-Halle wird erster Gegner der Bottroper Hertha Walheim sein - die Mannschaft, die dem Gastgeber nach dem vorletzten Ligakampf in Gelsenkirchen vorgeworfen hatte, absichtlich verloren zu haben, um mit dem befreundeten JC Koriouchi in die Aufstiegsrunde zu gelangen. Diese Unterstellungen haben sowohl die Bottroper als auch die Gelsenkirchener heftig verärgert. Frank Urban: "Solche Diffamierungen wollen wir nicht weiter kommentieren. Wir werden die Antwort auf der Matte geben und Walheim zum dritten Mal in Folge schlagen."
|