| JC 66-Präsident glaubt an die Rückkkehr seiner Meistermannschaft in die erste Bundesliga. Anreiz für den Nachwuchs Showdown in der Dieter-Renz-Halle: Am Samstag, 27. Oktober, kämpft der JC 66 Bottrop um die Rückkehr in die Erste Judo-Bundesliga. Der Erste und Zweite der Aufstiegsrunde kämpfen in der kommenden Saison in Liga eins. Roland Assmann, Präsident des JC 66, setzt vor dem Kampf des Jahres auf den Heimvorteil. Die WAZ-Sportredaktion sprach mit ihm. SPORT-INTERVIEW DER WOCHEWie wichtig ist es für den JC 66, wieder in der ersten Bundesliga zu kämpfen? Roland Assmann: Wenn wir aufsteigen, verbessert das unser Image in der Stadt. Das wiederum bietet uns viel größere Möglichkeiten bei der Sponsorensuche. Ein Aufstieg in die höchste Klasse hätte für uns daher große Bedeutung. Empfinden Sie es als ungerecht, als Zweitliga-Meister nicht direkt aufsteigen zu dürfen? Roland Assmann: Natürlich kann man sich darüber ärgern. Aber uns hilft es nicht, den neuen Modus zu kritisieren. Wir müssen jetzt versuchen, an diesem einen Tag alles in die Waagschale zu werfen, um uns sportlich für die erste Liga zu qualifizieren. Dabei wird es uns sicher helfen, dass wir zuHause kämpfen - mit dem gesamten Verein im Rücken. Stichwort Verein: Wofür steht der JC 66? Roland Assmann: Da ist zuerst einmal unsere gute Jugendarbeit. Immer wieder schaffen wir es Kaderathleten heranzubilden. Wir stehen für Leistungssport: Acht Jahre am Stück waren wir schon einmal Erstligist. Da wollen wir jetzt wieder hin. Und schließlich leisten wir dank unserer vielen Helfer im Verein ausgezeichnete Organisationsarbeit. Das zeigt sich immer wieder bei Bundesliga-Kämpfen und Turnieren wie unseren großer Mannschaftspokal. Wie passen Jugendarbeit und Bundesliga zusammen? Roland Assmann: Es ist doch klar, dass die Bundesliga für Jugendliche ein Anreiz ist. Jugendliche müssen Ziele, müssen Vorbilder haben. Nichts ist besser geeignet als Kämpfer in der Bundesliga. Dafür gibt es aktuelle Beispiele: Markus Wallerich kommt aus unserer Jugend und seit dieser Saison gehört unser Eigengewächs Malte Peters zum Zweitliga-Kader. Ganz sicher sitzen am 27. Oktober wieder viele Jugendliche am Mattenrand, um die Mannschaft anzufeuern. Jugend und Bundesliga, das passt zusammen. Kurzfristig musste noch umdisponiert werden. Die holländischen Kämpfer stehen wohl nicht zur Verfügung. Konnte Ersatz gefunden werden? Unsere Kämpfer aus Holland, darunter auch Weltmeister Ruben Houkes, müssen bei der holländischen Meisterschaft starten und können nicht eingesetzt werden. Von den Holländern wird nur Ziggy Tabacznik dabei sein. Wir hatten aber die Möglichkeit, noch drei neue Kämpfer zu verpflichten, die auch in der neuen Saison zur Verfügung stehen, wenn wir den Aufstieg schaffen sollten. Der JC 66 hat mit Wolfgang Ammoussou und Oliver Gussenbeg zwei Deutsche Meister in seinen Reihen. Hat es das schon einmal gegeben? Zwei Deutsche Meister hatten wir noch nie bei den Männern in unserer Mannschaft. Das wird uns für die Aufstiegsrunde sicherlich beflügeln. Ihr Tipp für die Relegationsrunde. Steigt der JC 66 auf? Roland Assmann: Es wird eng, aber wir steigen auf. Und unser tolles Publikum gibt den Ausschlag. -güdo |