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U17-Judodamen der SU Annen gewinnen Westdeutsche Meisterschaft
DM-Ticket erster Klasse

Witten 05.11.2007, Dietmar Mauer

Die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften hatten sich die U17-Judofrauen der SU Annen fest vorgenommen. Das hieß, bei den Westdeutschen Meisterschaften mussten sie mindestens Platz zwei belegen.

Das Team der Trainer Karsten Flormann und Sebastian Anscheit entschied sich allerdings für den direktesten aller Wege, gewann den Titel und fährt damit als Meister zur DM. Der erste Kampf, gegen TSV Dornap, war nicht mehr als ein Aufwärmen. 7:0 lautete das Endergebnis. Danach kam es zum Vergleich mit dem Ausrichter und Mitfavoriten JC Mönchengladbach. „Die Kämpferinnen kennen sich untereinander alle sehr gut von Einzelwettkämpfen. Ich hatte Mönchengladbach auch ganz oben mit auf der Rechnung", erklärte Karsten Flormann. Im ersten Kampf schaffte Christine Eberhard ein Unentschieden gegen eine Kaderkollegin, gegen die sie bisher noch nie etwas hatte ausrichten können. Wie wichtig dieses Unentschieden werden sollte, stellte sich erst am Ende heraus.

Nach Siegen von Alisha Sheikh, Hannah Karrasch und Alexandra Zwirner hieß es nämlich 3:3. Die Unterbewertung musste entscheiden. Und die gewann Annen mit 27:24 - das knappste aller möglichen Ergebnisse. „Ich habe damit gerechnet, dass Mönchengladbach sich durch die Trostrunde kämpft und es im Finale ein Wiedersehen gibt". sagte Karsten Flormann. Er sollte sich irren. Die jungen Annener Damen zogen mit 7:0 über JC Düsseldorf zwar souverän in das Finale, Mönchengladbach scheiterte aber überraschend mit 2:4 am TSV Bayer Leverkusen.

Im Finale ging es hoch her. Was das Endergebnis von 5:2 für Annen nicht gleich zeigt, ist der Kampfgeist den die SUA-Mädchen an den Tag legten. Christine Eberhard, Regina Schneider und Hannah Karrasch lagen nämlich zunächst zurück, ehe sie die Kämpfe vorzeitig durch Ippon entschieden. Nur Alisha Sheikh holte ihren Punkt ohne vorherigen Rückstand. Beim 4:0 war das Finale schon entschieden. Alexandra Zwirner packte noch das 5:0 drauf, ehe Lisa Semmler und Saskia Storck die Gegenpunkte zuließen, die aber nur noch von der statistischer Bedeutung waren.

„Die Qualifikation für die DM war die Pflicht", sagte Karsten Flormann. Am 18. November bei den Deutschen Meisterschaften in München-Großhadern soll die Zugabe folgen. „Unter den zwölf besten Vereinen Deutschlands zu sein, das ist schon etwas", erklärte Flormann, der über mehrere Jahre kontiniuerlich mit diesem Team trainiert, das unter ihm schon in der U15 Westfalenmeister wurde. In München wird die Konkurrenz groß sein: München und Frankfurt/Oder zählen zu den großen Favoriten. „Wir haben aber sicherlich eine Chance, unter die ersten Fünf zu kommen", so Flormann.

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