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Crocodiles-Festival
21.05.2007 / Lokales / Buer

Von Andree Hagel

Die gute Nachricht: Die Judoka des JC Koriouchi Gelsenkirchen feierten am vierten Kampftag der 2. Bundesliga den dritten Sieg und können schon mit den Planungen für die Saison 2008 beginnen. Nach dem 8:4 über den KSC Strausberg werden die drei letzten Kämpfe ein Schaulaufen. Obwohl: Das Team von Trainer Harald Mantei wird sich noch mit zwei Mannschaften messen, die von der 1. Bundesliga träumen. Die Voraussetzungen, den JC 66 Bottrop und den Beueler JC zu ärgern, sind bestens.

Die schlechte Nachricht: Zum zweiten Mal hintereinander waren die beiden Koriouchi-Niederländer nicht da. Immerhin schaffte es Schwergewichtler Willy Bisltra (+100 kg), sich per SMS abzumelden. Er sei krank und bitte 1000-mal um Entschuldigung, schrieb er. Warum Mittelgewichtler Jeffrey Meeuwsen (90 kg) fehlte, konnten

die Koriouchi-Verantwortlichen nicht erklären. Und Präsident Reinhard Woelk will das auch nicht einfach hinnehmen. "Die beiden kriegen 'nen Schock", sagte er. "Die Prämie für die ersten beiden Kämpfe ist schon mal weg."

Wer braucht schon Holländer, wenn es doch genügend Krokodile gibt?

Der Profit des JC Koriouchi aus der Talentschmiede der Crocodiles Osnabrück ist immens. Sieben der acht Gelsenkirchener Punkte holten Kämpfer, die ihr Einzelstartrecht für die Crocodiles haben. Und der ganz Neue, Superleichtgewichtler Valerie Prill (60 kg), zeigte eine beeindruckende Leistung. "Er ist wirklich ein Juwel", sagte Harald Mantei. Und als er das so sagte, klang nicht nur Frohsinn mit. Der Koriouchi-Trainer weiß genau, dass der 17-Jährige in dieser Verfassung ebenso wie der 19-jährige Halbleichtgewichtler Florian Heimlich (66 kg) kaum zu halten sein wird.

Jedenfalls waren allein die vier Kämpfe dieses Duos das Eintrittsgeld wert, das niemand zahlen musste. Erst brillierte Valerie Prill im Bodenkampf, als er sich per Armhebel gegen Gregor Wenzel durchsetzte, dann glänzte er im Kampf der 17-Jährigen mit einem Ausheber (Te-guruma) gegen Alexander Erdmann.

Was dieser Florian Heimlich in seiner zweiten Zweitliga-Saison zeigt, nachdem er schon in seiner ersten so überzeugt hat: ganz stark. Wer auch als Gegner kommt, findet gegen den Heimlich-Schenkelwurf keine Mittel. Strausbergs Stefan Zimmermann erhielt gleich zwei kostenlose Uchi-mata-Lehrstunden.

Dennoch war es nach dem ersten Durchgang spannend, weil neben dem leichten Duo nur Yassin Grothaus im Halbmittelgewicht (81 kg) gewonnen hatte. Dem sind aber die Folgen seines Kreuzbandrisses immer noch anzumerken. "Er geht kaum in eine Technik", sagte Harald Mantei. Was soll's? Jetzt ist der 20-Jährige Bodenkampf-Experte. Zweimal gewann er per Haltegriff.

3:2. Rechnen. Die passende Aufstellung für den zweiten Durchgang finden. Das gelang Trainer Harald Mantei - besser, als er selbst gedacht hatte. Sascha Stamm, der Gelsenkirchener, feierte nämlich seinen ersten Zweitliga-Sieg. Nach nur 13 Sekunden warf er Sebastian Stolle mit einer Großen Innensichel (O-uchi-gari). Und das bedeutete nach den Siegen Yassin Grothaus' und Valerie Prills das 6:3 - im Prinzip die Entscheidung. Es musste aber gar nicht bis zum Florian-Heimlich-Kampf gewartet werden, weil Christoph Glüsenkamp, nachdem er mit einer großen Wertung zurückgelegen hatte, mit einem Talfallzug (Tani-o-toshi) konterte und sein Team uneinholbar mit 7:4 in Führung brachte. Klasse-Vorstellung beim 8:4-Sieg: Erst besiegte Valerie Prill Strausbergs Gregor Wenzel (weißer Judogi) per Armhebel, dann Alexander Erdmann per Ausheber.
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