+++ 30.04.2010 Sieben Trümpfe auf der Waage +++
Leon
Borgsteede - Garant für Siege Bundesliga-Auftakt für Hertha Walheims
Judoka am Samstag in Mönchengladbach. Auf der Mannschaftsliste stehen
29 ausländische Kämpfer.
Von Heribert Förster
Walheim.
Nur Masse? Oder auch Klasse? Eine erste Antwort wird es am Samstag
geben, wenn ab 16 Uhr in der Jahnhalle in Mönchengladbach zum Auftakt
der Judo-Bundesliga der JC Mönchengladbach und der TSV Hertha Walheim
ihre Kämpfer auf die Matte schicken.
Masse und Klasse: Gleich
29 ausländische Kämpfer stehen auf der Mannschaftsliste der Walheimer
für die neue Saison, 29 Namen, die für mehr Variationsmöglichkeiten
sorgen. Denn: Bundesliga-Kämpfe sind längst mehr als nur 14 Duelle in
sieben Gewichtsklassen, bei fast jedem einzelnen Kampf wird taktiert.
Die Regeln wollen es so: Nur vier der 14 Kämpfe dürfen von
ausländischen Athleten bestritten werden, nach dem ersten Durchgang
muss zudem jede Mannschaft mindestens drei Kämpfer einsetzen, die im
ersten Durchgang noch nicht gekämpft haben. Das heißt: Masse und Klasse
sind gefragt, um beim Pokerspiel mit dem Gegner den Trumpf in der Hand
zu halten. Oder notfalls den Joker zu ziehen.
Masse und
Klasse: Beides hat Walheim am Samstag zu bieten, denn ein sattes
20-köpfiges Aufgebot wird auf die Waage gehen, um den Gastgeber
vielleicht zu verwirren. Und dabei ist die Riege der ausländischen
Athleten nicht ohne: Damien Bomboir, Leon Borgsteede (beide Klasse bis
60 kg), Fabrice Flamand, Aziz Mesaoudi (beide - 66 kg), die Neuzugänge
Alberto Arnal-Megod aus Spanien und Christophe van Dijk (Belgien, beide
- 90 kg) sowie Grim Vuijsters (+ 100 kg) stehen Steffen Krüger zur
Verfügung. Der Trainer weiß, „das wird ganz, ganz eng. Ein 8:6 für eine
der beiden Mannschaften, ein 7:7, ein 6:6 sind jederzeit möglich“, sagt
Krüger, der sich mit Walheims Organisationschef Oliver Rychter einig
ist. „Das ist mit ein vorentscheidender Kampf, in Mönchengladbach
werden die Weichen für den Rest der Saison gestellt.“ Vom Abstiegsgleis
will sich die Hertha weit entfernt halten, „Platz 6“, so Rychter,
„Platz 6 ist unser Minimalziel“. Von den sieben Konkurrenten sind
Braunschweig und die Mönchengladbacher die beiden Teams, die die
Herthaner auf jeden Fall hinter sich lassen wollen.
Der
Gastgeber stellt eine junge, hungrige Mannschaft, die zwar „nur“ sieben
ausländische Judoka auf ihrem Mannschaftsbogen hat, aber dafür sieben
starke.
Die Prognose für diese Saison ist nicht gewagt:
Walheim braucht in fast jedem Kampf vier Ausländerpunkte, um eine
Siegchance zu haben. Und da macht es sich natürlich gut, wenn man sich
aus einem 29-köpfigen Pool bedienen kann. Um aus der Masse jeden
Kampftag die richtige Klasse zu zaubern. az/an
+++ 30.04.2010 Viele Überraschungen vor SU Annen gegen Hamburg +++
WITTEN
Erstes Antreten: Am Exerzierplatz in Hamburg starten SU Annens
Bundesliga-Judoka am Samstag um 17 Uhr in die Saison 2010 der Gruppe
Nord - beim deutschen Vize-Meister Hamburger JT. In der Falkenberghalle
wollen die neu formierten Ruhrstädter mit überraschenden Angriffen
ebensolche Beute machen.
Und verblüffen müssen die
Schützlinge von Andreas Reeh. Mit Benjamin Behrla, Marcello Greco und
Jonas Focke fehlen neben den starken Abgängen wie den Lambert-Brüdern
drei Hochkaräter, die man an der Alster gut gebrauchen könnte.
Tangriev gegen Breitbarth?
Die
Gastgeber, die kaum einen Kämpfer aus dem eigenen Klub auf der
Meldeliste haben, können ausländische Griff-Spezialisten en masse
aufbieten. Nur gut, dass lediglich höchsten vier davon eingesetzt
werden können.
Dass jedoch Könner wie
Olympia-Silbermedaillen-Gewinner Abdullo Tangriev (wieder gegen André
Breitbarth?) auf die Matte gehen werden, ist sicher. Schließlich will
sich der überraschende Vorjahres-Finalist dem heimischen Publikum stark
präsentieren und die Auftakt-Niederlage 2009 bei der SU Annen vergessen
machen.
Gute Erinnerungen
Doch die SUA, die weiter
auf junge Judoka wie Christopher Köllner, Nicki Graczyk und Michel
Schmitt aus der eigenen Jugend setzt, hat gute Erinnerungen an ihre
Auftritte an der Elbe. Meist schaffte man dort die Wende zum Besseren.
Und warum soll das nicht gleich zum Start glücken? Auch mit einer stark
ersatzgeschwächten Staffel.
Da müssen dann gleich die
Neuzugänge, wie der international für Österreich startende 81 kg-Athlet
Albert Fercher sowie die deutschen Bundesliga-Judoka Johannes Karsch
und Florian Heimlich in die Bresche springen und am besten gleich bei
ihrer SUA-Premiere schon Punkte abgreifen.
Finanzielle Probleme
Zudem
gibt es auf Annener Seite auch Lichtblicke. Die Langzeitverletzten
Robby van Laarhoven, Hendrik Schoeman und Nils Kopke arbeiteten sich in
den vergangenen Wochen wieder an die Mannschaft heran. Vielleicht kann
der eine oder andere auch schon in Hamburg mit anpacken und für die
Überraschung sorgen.
Unerwartet für einen amtierenden
Vize-Meister: Das heimische Judo-Team soll finanziell angeschlagen
sein. Vielleicht werden die Hanseaten angesichts dessen nicht alle
Top-Judoka aufbieten können bzw. wollen. Da bleibt nur eins: sich
überraschen lassen. ruhr nachrichten witten
+++ 29.04.2010 Trio wird schmerzlich vermisst - Auftakt ohne Behrla, Focke und Greco +++
Von Dietmar Bock
WITTEN
Wie die Frauen, so die Männer: SU Annens Judoka starten ebenfalls gegen
das Hamburger Judo-Team in die neue Saison. Am Samstag an der Elbe. An
neue Gegner braucht man sich nicht zu gewöhnen, umso mehr an neue
SUA-Gesichter. Der Wechsel an Kämpfern war diesmal - atypisch für Annen
- kräftig.
Schmerzlich ist vor allem der Abgang von Christophe
Lambert, der bei seinem Heimatverein Judo in Holle im Wort stand und
den Zweitliga-Aufsteiger nun tatkräftig unterstützen wird. "Sein
Wechsel tut total weh", sagt Reh. "Er ist ein toller Typ und passte
sehr gut zu uns."
Auf die Jugend setzen
Sein und das Fehlen der
anderen sechs Abgänge gilt es zu kompensieren. Und da man am Kälberweg
finanziell keine großen Sprünge machen kann, baut man weiter auf junge
Judoka. Drei kommen aus der eigenen Jugend.
"Christopher Köllner und
Nicki Graczyk sind international viel unterwegs und können den Sprung
schaffen, wenn sie weiter hart an sich arbeiten", so der erfahrene
Trainer, der beide wohl schon am Samstag mitnehmen wird. "Sie sollen
sich schnell integrieren." Michel Schmitt komplettiert das Jugend-Trio.
Und auch von Mateusz Rycak ist Reeh sehr angetan: "Er ist in 90 kg
schon eine Hausnummer", lobt er den 18-Jährigen, der jedoch
"international noch für Polen kämpft und so einen Ausländerplatz
belegt".
Letzteres hat er mit Albert Fercher gemein. Der 81 kg-Mann
aus Linz, der bei seiner Heim-EM früh ausschied, ist für Hamburg
gesetzt und soll die Variationsmöglichkeiten in den mittleren
Gewichtsklassen erhöhen. Wie häufig er in der Saison zur Verfügung
stehen wird, bestimmt sein internationales Abschneiden. Da er zurzeit
Österreichs Nummer eins in besagter Kategorie ist, wird er wegen
World-Cup- und anderer Turnier-Teilnahmen einige Male fehlen.
Staffel stark aufgestellt
Bei
Johannes Karsch aus Braunschweig und Florian Heimlich aus Aachen ist
das nicht zu befürchten. Die beiden Deutschen kennen bereits die
Bundesliga und sind wichtige Neuzugänge. "Wir haben die, die wir holen
wollten, auch bekommen", betont Reeh, der einschränkt: "In 73 kg und 90
kg hätte uns noch ein deutscher Top-Judoka gut getan."
So sieht er
seine neu formierte Staffel stark aufgestellt, "wenn nichts weiter
passiert" wäre. Doch mit Benjamin Behrla, Marcello Greco und Jonas
Focke ist die Verletztenliste schon namhaft besetzt. Sie werden in
Hamburg schmerzlich vermisst. ruhr nachrichten witten
+++ 26.04.2010 Hochklassiges Judo präsentiert +++
Von gdohnau
Bottrop.
Zum achten Mal wurde die Judo-Abteilung der DJK Adler 07 Bottrop vom
Nordrhein-Westfälischen Judo Verband mit der Ausrichtung des
Internationalen Garvida-Cup der weiblichen Jugend U15 betraut.
Das
Turnier ist von Deutschen Judo-Bund als Sichtungsturnier eingestuft und
dem entsprechend war die Beteiligung wieder sehr hoch.
Es
lagen dem Veranstalter 234 Meldungen vor, von denen 220 Judoka den
Wettkampf aufnahmen, was genau dem Starterfeld des vergangenen Jahres
entsprach.
Bis auf den saarländischen Verband nahmen alle
anderen 15 Landesverbände mit ihren Kaderathletinnen, sowie
Ländermannschaften aus Belgien, Niederlande und Slowenien teil. Aus NRW
und den angrenzenden Bundesländern hatten Einzelstarterinnen aus mehr
als 70 Vereine gemeldet. Es wurde in 10 Gewichtsklassen gekämpft, in
den drei mittleren Gewichtsklassen waren mehr als 30 der 13- und
14-jährigen Judoka am Start. Die großen Starterfelder wurden dank der
perfekten Organisation durch die Mannschaft um Uli Griesdorn und den
neuen elektronischen Anzeigetafeln zügig durchgeführt und konnte nach
nur sechseinhalb Stunden beendet werden.
Die Erwartungen der
Judo-Fans wurden ausnahmslos erfüllt, zeigten die jungen Mädchen im
Stand und auch im Bodenkampf ein hochklassiges Judo. Die Starterinnen
der Adler-Judoka konnten sich nicht platzieren, aus Bottroper Sicht
konnte allein Darleen Sturm vom JC 66 mit einem zweiten Platz in der
Gewichtsklasse bis 40 kg das Siegertreppchen erreiche.
Die Mannschaftswertung gewann Württemberg mit 43 Punkten vor Nordrhein-Westfalen mit 35 und Berlin mit 34 Punkten. waz bottrop
+++25.04.2010 Sieg gegen den Angstgegner +++
Von Dennis Kohl
(WAZ)
Bottrop Der JC 66 Bottrop bleibt in der Erfolgsspur der 2.
Judo-Bundesliga. . Nach dem 10:4 beim JC Eberswalde gelang am
vergangenen Samstag mit dem 7:4 gegen den SV Georg Knorr der zweite
Sieg.
Allerdings bogen die Bottroper erst dank einer
Leistungssteigerung im zweiten Durchgang auf die Siegerstraße ein. Mit
Elio Verde, Dex Elmont, Antonio Ciano und Lorenzo Bagnoli (alle bei der
EM in Wien) fehlten gleich vier arrivierte Kräfte gegen den Angstgegner
von der Spree.
„Ich bin sehr erleichtert darüber, dass wir mit 7:4
gewonnen haben. Vor allem der zweite Durchgang hat mir gefallen“, sagte
Co-Trainer Dominik Assmann, der für den bei einem Jugendturnier in
Teplice (tschechische Republik) weilenden Frank Urban eingesprungen
war. Doch das, was er und die nur etwa 150 Zuschauer in der Sporthalle
an der Loewenfeldstraße in Durchgang eins zu sehen bekamen, ließ
zunächst nichts Gutes erahnen. Die Gäste aus Berlin präsentierten sich
nicht nur auf der Matte, sondern auch daneben sehr aggressiv. Ein ums
andere Mal versuchten sie, die Kampfrichter durch energische
Zwischenrufe zu beeinflussen. „Berlin hat eine sehr emotionale
Mannschaft. Aber wir halten unsere Kämpfer an, nicht reinzurufen“, so
Bottrops Team Manager Volker Tapper.
Die Berliner präsentierten
sich stark und lagen zwischenzeitlich mit 2:1 und 3:2 in Führung. Auf
Seiten des JC 66 Bottrop enttäuschte vor allem der deutsche Meister
Kalala Ngoy bei seinem ersten Auftritt, so dass sich die Bottroper, für
die Danny Meeuwsen, Oliver Gussenberg und Yassin Grothaus punkten
konnten, mit einem 3:3 nach dem ersten Durchgang begnügen mussten. „In
der Pause gab es dann sehr deutliche Worte. Die Einstellung war von nun
an wesentlich besser und das Team war wacher“, bemerkte Tapper. Auch
Ngoy fand in Durchgang zwei zu seiner gewohnten Form und bezwang seinen
Berliner Kontrahenten Anders Immerscheid nach gerade einmal 23
Sekunden. Alexander Jauk, Danny Meeuwsen und Daniel Möller fuhren die
übrigen Zähler ein, und die Bottroper konnten sich somit am Ende über
einen verdienten 7:4-Erfolg freuen. Lediglich Marcel Gosens musste
Berlins Peter Kreuter den Vortritt lassen, was aber am Ende nicht mehr
ins Gewicht fiel. Volker Tapper sprach im Anschluss an den Sieg einigen
Kämpfern ein Sonderlob aus: „Yassin Grothaus war im ersten Durchgang
sehr gut , Oliver Gussenberg hat stark gekämpft. Und Ngoys Sieg gab dem
Team einen Schub.“ waz bottrop
+++ 25.04.2010 Starker Benjamin Behrla packt Bronze +++
Von Dietmar Bock
(RN)
WITTEN Samstag war NRW-Medaillen-Tag bei der Judo-Europameisterschaft
in Wien. SU Annens Benjamin Behrla und sein NRW-Kollege Andreas Tölzer
packten Bronze. "NRW war damit stark in der Medaillen-Wertung
vertreten", so Landestrainer Andreas Reeh (SU Annen). Doch für Behrla
gab es einen Wermutstropfen.
Judo-EM - Bronze für Behrla
Berhla,
aktueller Top-Judoka des Bundesligisten SUA griff am letzten
Wettkampftag die erste deutsche Medaille ab, der Ex-Annener Tölzer
wenig später mit der zweiten auch schon die letzte für den Deutschen
Judo-Bund.
Annens Bundesliga-Judoka Jeroen Mooren (60 kg,
Niederlande) hatte bereits am ersten EM-Tag ebenfalls Bronze geholt .
SUA- Neuzugang Albert Fercher (81 kg, Österreich) scheiterte indes in
der zweiten Runde, Marvin de la Croes (90 kg, NL) schon in der ersten,
wie auch der dritte NRW-Athlet Aaron Hildebrand (90 kg, PSV Duisburg).
Selbstbewusster Behrla kommt bis ins Halbfinale
Benjamin
Behrla hatte sich viel vorgenommen und das auch jeden wissen lassen.
Entsprechend selbstbewusst trat der 24-Jährige auf und hätte sein Ziel,
den Titel, beinahe erreicht. Erst der starke Niederländer Henk Grol
stoppte ihn im Halbfinale. Zuvor hatte der gebürtige Emsdettener den
Pool D bestens im Griff.
Den Vorjahres-EM-Dritten Daniel Brata
(Rumänien) warf der Annener mit zwei Waza-Ari (große Wertungen) ebenso
klar raus wie den Franzosen Cyril Maret und den Tschechen Lukas
Krpalek, beide mit Ippon. Dann unterlag der deutsche Weltranglisten-20.
dem Achten der Welt äußerst knapp.
"Er hat ein Wahnsinnsturnier gekämpft"
Der
spätere Silbermedaillen-Gewinner Henk Grol, der das Finale gegen den
neuen Europameister Elco van der Geest (Belgien) verlor, konterte eine
Aktion des Polizeimeisters und brachte diese Yuko-Führung (normale
Wertung) über die Zeit. Diese Niederlage verdaute Behrla gut, was auch
nötig war. Denn das Duell um Rang drei war keins für schwache Nerven.
Der Weißrusse Jauhen Biadulin und der ehemalige U20-WM-Dritte lieferten
sich einen packenden Schlagabtausch mit gleich fünf Wertungen.
Beide
Judoka griffen je einen Waza-Ari und Yuko ab, ehe Behrlas zweiter Yuko
Bronze brachte. "Er hat ein Wahnsinnsturnier gekämpft", lobte der
zufriedene Landes- und SUA-Vereinstrainer Andreas Reeh in Wien, bevor
er einen Wehrmutstropfen vergoss: "Benny hat sich am Knie verletzt, die
beiden letzten Minuten nur mit Mühe überstanden." Eine genaue Diagnose
steht noch aus.
Dritte internationale Bronzemedaille für Behrla
Behrla
wiederholte damit seinen Erfolg von 2008, als er in Lissabon
gleichfalls EM-Bronze geholt hatte. Es ist sein dritter Bronzerang auf
internationalen Matten.
SUA-Neuzugang Albert Fercher schied in
seiner Heimat früh aus. Dem Sieg gegen den Slowaken Matus Milichovski
folgte die Niederlage gegen den Moldawier Sergiu Toma und damit ebenso
das vorzeitige Aus wie für Marvin de la Croes, der gleich dem Russen
Dmitry Gerasimenko unterlag und raus war. ruhr nachrichten witten
+++ 23.04.2010 JC 66 Bottrop in Bestbesetzung vor heimischem Publikum +++
Nach dem starken Auftritt in Eberswalde möchte der JC 66 auch vor dem eigenen Publikum punkten.
„Der
Auftakt ist gelungen, wir haben trotz schlechter Rahmenbedingungen
einen deutlichen Sieg gegen Eberswalde eingefahren und sind sogar
direkt Tabellenführer.“ zeigte sich der bottroper Chef-Coach Frank
Urban zufrieden mit dem Start seines Teams in die neue Bundesligasaison.
Nun
geht es gegen das Hauptstadtteam SV Georg Knorr (Berlin). Vor einem
Jahr genau siegten die Bottroper zwar gegen die Berliner, erkämpften
dort aber das schlechteste Saisonergebnis mit einem knappen 8:6. „Die
Bedingungen vor einem Jahr waren vollkommen anders als heute. Es
fehlten gleich mehrere wichtige Stammkämpfer. Bis auf Micha Egger aus
der Schweiz, standen uns keine ausländischen Kämpfer zur Verfügung.
Heute werden wir dagegen in Bestbesetzung kämpfen.“ so Urban weiter.
Die
Bottroper hatten sich bekanntlich bereits zur Relegation nochmals
kräftig verstärkt. Trotz des Nichtaufstiegs sind alle
Neuverpflichtungen geblieben. Mit Ruben Houkes, Daniel Jacko und Tobias
Theimann verließen lediglich drei Kämpfer das Team, weil sie ihre
Judokarriere beendeten. Urban: „Wir haben schon in Eberswalde gesehen,
dass wir immer in der Lage sind, jeden Kämpfer zu ersetzen, ohne uns
spürbar zu verschlechtern. Obwohl mit Kalala Ngoy der amtierende
Deutsche Meister in Eberswalde nur auf der Ersatzbank saß, Alex
Bannikow verletzungsbedingt ebenfalls keinen Einsatz bekam und Oliver
Gussenberg völlig zu unrecht disqualifiziert wurde, gewinnt die
Mannschaft deutlich, weil andere ebenfalls punkten können. Das ist die
Stärke des Teams in der neuen Saison.“
Die Berliner
erwischten keinen guten Start. Vor heimischem Publikum verloren sie
ihren Auftaktkampf gegen das Potsdamer Vorortteam SV Motor Babelsberg
mit 5:7. „Knorr hat einige sehr starke deutsche Kämpfer in seinen
Reihen. Bei den ausländischen Kämpfern hat das Team in den letzten
Jahren Federn lassen müssen. Der einzige internationale Topmann ist
Milos Mijalkovic aus Serbien. Er wird heute mit Sicherheit nicht an den
Start gehen, da er zur Zeit in Österreich bei der Eutropameisterschaft
ist.“ Schätzt Urban das Berliner Team als stark aber auch schlagbar
ein, warnt aber zugleich zur Vorsicht. „Wenn wir heute das zeigen, wozu
wir in der Lage sind, bin ich optimistisch für die Begegnung. Wir
dürfen allerdings keine Fehler machen!“.
Frank Urban kann
sein Team heute an der Matte nicht unterstützen. Er ist als Trainer zu
einem internationalen Turnier nach Tschechien aufgebrochen um dort
seine Nachwuchsschützlinge zu betreuen. Sein Amt hat er für heute auf
den erfahrenen Dominik Assmann übertragen, der ihn schon mehrfach
erfolgreich vertreten hat. „Dominik kennt die Mannschaft in- und
auswändig. Ihm vertraut das Team, was ungemein wichtig ist. Außerdem
kennt Dominik die anderen Teams ebenfalls sehr gut. Ich weiß, dass ich
mich auf Dominik immer zu 100 % verlassen kann. Es ist gut, dass wir
auch auf der Trainerposition mehrfach gut besetzt sind“ sagt Urban.
Um
17:00 Uhr geht es los. Wie bereits berichtet, findet die Begegnung
diesmal in Kirchhellen statt. Austragungsort ist die Sporthalle der
Bezirkssportanlage Kirchhellen in der Loewenfeldstr. jc 66 bottrop
+++ 21.04.2010 Maike Heinz will doch nur kämpfen +++
(RN)
WITTEN Sie kämpft im dritten Jahr bei der SU Annen in der
Judo-Bundesliga, ist amtierende Dritte der Deutschen Meisterschaft und
nennt die Olympischen Spiele als ihr Hauptziel: Maike Heinz. Ein
Porträt.
"Ich bin beurlaubte Studentin", hat sich die
25-Jährige derzeit voll und ganz dem Judo verschrieben. Die Arbeit an
ihrer beruflichen Karriere als Lehrerin für Mathematik und - natürlich
- Sport liegt vorübergehend auf Eis. Sie hat sich halt beurlaubt.
Maike
Heinz ist momentan vor allem eins: heiß auf internationale Wettbewerbe.
"Bei der Europameisterschaft am Wochenende starte ich leider nicht,
doch nächstes Jahr will ich auf jeden Fall dabei sein, zumal
Deutschland dann zwei Plätze zustehen", hat die 78 kg-Kämpferin klare
Vorstellungen von ihrem nächsten Top-Event.
2012 ist mit 27 Jahren ist Schluss
Doch
dabei soll es nicht bleiben. Nach der EM will sie weiter angreifen. Die
Weltmeisterschafts-Teilnahme und eine Medaille beim World Cup strebt
die gebürtige Hildesheimerin ebenfalls an. So will sie sich für das
Hauptziel, die Olympischen Spiele 2012 in London, qualifizieren. "Das
wäre dann die Krönung", sagt die sympathische Sportlerin, und ergänzt:
"2012 werde ich dann auch mit dem Leistungssport aufhören und mein
Studium beenden. Mit 27 Jahren ist Schluss!" Vom Judo leben kann
keiner. Nach dem Leistungssport will sie ihr Wissen an einem Gymnasium
an die Schüler weitergeben.
Ihr Zeitplan für die sportliche
und berufliche Karriere steht, jetzt geht es intensiv an die
Realisierung dieser Ziele. Damit die Rechnung aufgeht, bedarf es jeder
Menge Disziplin. "Morgens geht es im Landes-Stützpunkt in Hannover zum
Training, danach steht mein 400-Euro-Job am Stützpunkt an und
nachmittags folgt dann die zweite oder auch mal die dritte
Trainingseinheit", gewährt die Bundesliga-Judoka einen Einblick in
ihren "geregelten Tagesablauf".
Für Hobbys bleibt keine Zeit
In
der Früh steht mindestens eine Stunde Technik in der kleinen Gruppe von
nur sechs Judoka auf dem Stundenplan, am Nachmittag folgen bis zu drei
Stunden Krafttraining oder Randori (eine Art des Übungskampfs, bei dem
die erlernten Techniken gut und korrekt umgesetzt werden sollen).
"Danach bin ich geschafft", braucht sie sich für die Abende nicht mehr
viel vorzunehmen.
Maike Heinz will in den nächsten zwei
Jahren im deutschen National-Judogi kräftig zupacken und die
Olympia-Qualifikation schaffen.
Da sich ihr Leben derzeit
vornehmlich in der niedersächsischen Landeshauptstadt abspielt, wohnt
die bei ihrem Heimatverein "Judo in Holle" lediglich sporadisch
anwesende Athletin die Woche über an der Leine und fährt nur am
Wochenende heim - wenn nicht gerade Turniere, Trainingslager oder ein
Bundesliga-Kampf der SUA ihren Einsatz erfordern.
"An einem
freien Wochenende steht dann nur lockeres Laufen an", gibt es keinen
Tag in der Woche, an dem sie ganz ausruhen kann. Doch gerade das mag
sie, wie das "Ausgehen und zu Hause bei den Eltern sein. Für andere
Hobbys bleibt keine Zeit", sagt die Weltcup-Fünfte von Birmingham und
Zweite der stark besetzten Belgish Open und klingt dabei beinahe
entschuldigend.
Keine Zeit zu zweit
Die
Schwarzhaarige ist deshalb auch noch nicht in festen Händen. Ihr
Judo-Stundenplan gibt für eine Partnerschaft keine Freistunde her. Doch
das kann und wird sich in absehbarer Zeit ändern. Zwei Jahre will die
Judoka noch kräftig zupacken, die eine oder andere Medaille abgreifen
und natürlich den großen Wurf, die Teilnahme an den Olympischen Spielen
in London, tätigen.
Und nach dem denkbaren Ereignis im
Zeichen der fünf Ringe hätte Maike Heinz dann auch Zeit, sich um die
Sache mit dem einen Ring zu kümmern. ruhrnachrichten witten
+++18.04.2010 JC 66 Damen
übernehmen die Tabellenführung+++
Mit zwei Siegen starteten die Frauen des JC 66 am
vergangenen Wochenende in die Saison 2010. Der Aufsteiger präsentierte sich
hervorragend und siegte gegen den Osnabrücker TB mit 5:2 und den Bramfelder SV
mit 7:0. damit setzten sich der JC 66 direkt an die Tabellenspitze.
Im ersten Duell
standen die Bottroper mit dem Team aus Osnabrück dem Zweitplatzierten der
vergangenen Saison gegenüber. „Es ist schon eine erste Standortbestimmung,“ hatte
Teamleiterin Nicole Koppenborg schon im Vorfeld gesagt.Der Kampf begann für die
erfolgsverwöhnten JC-Damen sehr ungewohnt. Linda Kloßak (-78) gab den Kampf
direkt aufgrund einer Fussverletzung direkt auf. Gerdien Kupers (+78 kg) musste
sich bei ihrem ersten Einsatz nach überstandener Schulterverletzung der starken
Imke Schumann durch Haltegriff
geschlagen geben (0:2). Hannah Karrasch sorgte mit ihrem Blitzsieg gegen Petra
Landmann für den Anschlusspunkt. In der Klasse bis 63 kg sorgte Katharina
Gutmann mit einer souveränen Vorstellung für das 2:2. Julia Rotthoff (-48 kg)
siegte nach einer knappen Minute mit einer Fusstechnik vorzeitig und brachte
den JC erstmals in Führung. Sina Felske (-57 kg) ließ Svenja Rohde keine Chance
und sorgte mit ihrem vorzeitigen Sieg
für das 4:2. Szaundra Diedrich dominierte bei ihrem ersten Einsatz für den JC
66 ihre Gegnerin. Schon in Führung liegend sorgte sie per Würgetechnik für den
5:2 Endstand.
Gegen das Team aus Bramfelde stellte der JC in einigen
Gewichtsklassen um. Katharina Gutmann rutschte in die Klasse bis 78 kg und
zeigte einen tollen Kampf gegen Mana Saito den sie nach drei Minuten per
Außensichel für sich entscheiden konnte (1:0) Gerdien Kupers (+78 kg) und
Hannah Karrasch (-52 kg) erhöhten mit ihren beiden vorzeitigen Siegen auf 3:0.
Sina Felske war in die Klasse bis 63 kg aufgerutscht und bot wieder einmal eine
Top-Leistung. In einem tollen Kampf behielt die Bottroperin mit zwei mittleren
Wertungen die Oberhand und sorgte für das 4:0. Per Schulterwurf erhöhte
Leichtgewicht Julia Rotthoff (-48 kg) auf 5:0. Sabine Struve setzte sich nach
anfänglichen Problemen per Armhebel gegenKatharina Häcker durch (6:0). Szaundra
Diedrich sorgte mit einer schönen Innensichel für den 7:0 Endstand. Mit diesem
Ergebnis setzt sich das Team vom JC 66 als Aufsteiger in dieser Liga direkt an
die Tabellenspitze. „Wir freuen uns natürlich über den tollen Auftakt, aber es
kommen noch einige schwere Aufgaben auf uns zu“, kommentierte JC-Trainer Frank
Urban das Ergebnis des ersten Kampftages. jc 66 bottrop
+++ 18.04.2010 SUA fehlen zum Auftakt nur die Punkte +++
Von Dietmar Bock
WITTEN
SU Annens Judo-Frauen feierten in der Bundesliga, Gruppe Nord, im
eigenen Dojo gegen Vizemeister UJKC Potsdam und Hamburger JT fast einen
Saison-Auftakt nach Maß. Einzig die zwei Niederlagen (2:5 und 3:4)
trübten den positiven Gesamteindruck.
So
stand die SUA um ihre zufriedenen Trainer Hinnerk Gölnitz ("Eine tolle
Leistung der Mannschaft") und Karlheinz Stump ("Das war beste Werbung
für den Sport und unser Team") nach einer Klasse-Leistung am Ende mit
leeren Händen da. Dabei war mehr möglich.
Beim
3:4 gegen Hamburg musste Dani Libosan im holländischen Duell mit
Michelle Diemeer ihrer Schulterverletzung Tribut zollen. Nach zwei
zweifelhaften Strafen und Yuko-Rückstand kämpfte Libosan volles Risiko
und lief so förmlich in den Armhebel ihrer Gegnerin. "Als sie mich
gepackt hatte, konnte ich wegen meiner verletzten Schulter nicht voll
dagegen halten", klärt sie auf.
Gegen Hamburg gut mitgehalten - Potsdam tat sich schwer
"Dieses
Duell war letztlich entscheidend", stellten die SUA-Trainer unisono
fest. Bei einem Libosan-Sieg wäre ihre Rechnung voll aufgegangen, hätte
Annen die Hanseaten erstmals besiegt. So blieb nur die Erkenntnis, mit
einem ganz starken Bundesliga- Team mithalten zu können.
Gegen
Potsdam war von vornherein klar, wie der Sieger heißt. Doch dass sich
die Gäste ohne zwei ihrer besten Judoka so schwer taten, hatte keiner
erwartet. Am wenigsten Olympia-Siegerin Yvonne Bönisch: Bei ihrer
Trainer-Premiere war ihr die pure Unzufriedenheit deutlich anzusehen.
Das Gesicht wurde lang und länger. Schon gegen Hamburg gab der haushohe
Favorit beim 2:5 zwei Zähler ab. Die Punktverluste gegen Annen waren
für den UJKC die Höchststrafe, da für den mehrfachen Deutschen Meister
nur ein 7:0 zählte. Doch das verhinderten die bei ihrer
Bundesliga-Premiere bestens aufgelegte zweifache Punktelieferantin
Esther Stam sowie Libosan, die trotz ihrer Schulterprobleme antrat und
siegte.
SUA-Judoka beeindrucken mit couragiertem Auftreten
Doch
nicht nur die Holländerinnen und die routinierte Maike Heinz boten
starke Leistungen. Das gesamte Team präsentierte sich so stark wie etwa
Miriam Dunkel, die in der höheren Gewichtsklasse der
Weltranglisten-Zweiten Heide Wollert ebenso alles abverlangte wie
Katharina Beck der Polin Katarzyna Pulkosnik. Beide SUA-Judoka
verloren, beeindruckten aber mit ihrem couragierten Auftreten. Von
daher war es Auftakt nach Maß. ruhrnachrichten witten
+++ 18.04.2010 Überraschung verpasst +++
Von Oliver Schinkewitz
Witten.
Zum Auftakt der Bundesliga-Saison haben sich die Judo-Damen der
Sport-Union Annen am Samstag gut aus der Affäre gezogen. Gegen den
deutschen Vizemeister Potsdam gab’s eine achtbare 2:5-Niederlage, gegen
Hamburg unterlag der Gastgeber nur knapp mit 3:4.
SU Annen - Hamburger JT 3:4
„Von
außen sah es sicher so aus, als wäre da für uns noch mehr drin
gewesen“, meinte SUA-Trainer Hinnerk Gölnitz nach dem 3:4 gegen die nur
mit sechs Kämpferinnen angetretenen Hanseatinnen, die das Limit bis 48
kg frei ließen.
Der Knackpunkt aus Sicht der
Sport-Union war bei einer 1:0-Führung, die Maike Heinz mit einem
eindrucksvollen Ippon-Sieg gegen Anna von Berg gesorgt hatte, die
Auseinandersetzung zwischen den beiden Niederländerinnen Dani Libosan
und Michelle Diemeer. „Gleich bei ihrer ersten Aktion ist Dani
unglücklich auf die Schulter gefallen, hat dabei einen Knacks gespürt“,
so Gölnitz. In der Folge konnte die SUA-Niederländerin ihren Griff
nicht wie gewohnt durchbringen und verlor nach einem Armhebel gegen
Diemeer, die sie sonst eigentlich recht sicher im Griff hat.
Es
folgten Niederlagen von Melanie Klein (-52 kg) und Kyra Quast (-63 kg)
- doch nach dem kampflosen Erfolg von Katharina Beck und Esther Stams
Sieg gegen Martina Trajdos (-70 kg) hieß es 3:3. Jetzt schnupperte die
SUA am ersten Saisonsieg - doch im finalen Duell war Miriam Dunkel im
Schwergewicht (+78 kg) gegen Beatrice Rietz chancenlos, unterlag nach
einem Fußstopper schon nach neun Sekunden mit Ippon.
SU Annen - UJKC Potsdam 2:5
In
den vergangenen Jahren ging die SUA gegen den Topfavoriten aus
Brandenburg mit 0:7 und 1:6 deutlich leer aus. „Wir halten uns an
unsere Serie - jetzt heißt es schon 2:5“, flachste Hinnerk Gölnitz, der
wohl mit einem Sieg gegen Potsdam in zwei Jahren spekuliert. Allerdings
lag sein Team nach den ersten drei Duellen mit 0:3 hinten - Miriam
Dunkel musste sich dem Nationalmannschafts-Ass Heide Wollert geschlagen
geben, auch Hannah Schorlemmer und Melanie Klein unterlagen.
Doch
Annen kämpfte, kam heran auf 2:3 - Dani Libosan wies Lisa Elm mit
Waza-ari-Wertung in die Schranken, dann gewann der bärenstarke
niederländische Neuzugang Esther Stam mit Ippon in der Schlusssekunde
(!) gegen Anne-Kathrin Lisewski.
Trotz
engagierter Leistung aber hatte dann Katharina Beck keine Chance gegen
die Polin Katarzyna Pulkosnik - und zum Abschluss verlor Maike Heinz
unnötig gegen Julia Basler, kam mit der 25-Jährigen rein gar nicht
zurecht und ärgerte sich maßlos. der westen witten
+++ 18.04.2010 Souveräner
Sieg trotz Schwierigkeiten+++
Nach
großen Anreiseschwierigkeiten startet der JC 66 Bottrop mit einem starken 10:4
in die neue Bundesligasaison der Männer.
Der
Kampftag begann für die Männer des JC 66 Bottrop deutlich vor Eberswalde –
genauer gesagt, 10 km vor Helmstedt. Durch einen schweren Verkehrsunfall wurde
die A2 in Richtung Berlin voll gesperrt. Es ging lange Zeit gar nichts. Als der
JC-Tross nach knapp zwei Stunden quälender Fahrt die nächste Abfahrt erreichte
und bereits wieder Hoffnung aufkeimte noch rechtzeitig zum Kampftag in
Eberswalde anzukommen, gab es den nächsten Stau. Sämtliche Versuche der Fahrer
dem Stau irgendwie auszuweichen endeten vergeblich. Überall um Helmstedt gab es
Stau. Als der Rückstau auf der Bundesstraße bis zur Autobahnauffahrt dann noch
bei über drei km war und sich nichts mehr auf der Straße tat, wurden böseste
Erinnerungen an Braunschweig im Jahr 2005 wach. Dort war das Team aus seinem
bislang letzten Erstligajahr aufgrund eines ähnlichen Staus abgestiegen.
Irgendwie
hatte das Team dann aber doch Glück und erreichte die Halle in Eberswalde mit
nur fünf minütiger Verspätung. Das Bundesligastatut erlaubt seit 2006 einmal in
der Saison max. eine Stunde verspätet anzutreten. So war der Kampftag gerettet.
Leider wurde das eindeutig formulierte
Bundesligastatut durch die Kampfrichter vor Ort vollständig ignoriert.
Dieses sieht vor, dass die Wiegezeit für die Teams um eine Stunde nach hinten
verlegt wird, wenn die Gastmannschaft zu spät kommt. Das Kampfgericht bestand
aber auf ein sofortiges Wiegen. Der amtierende Deutsche Meister Kalala Ngoy
hatte noch 300 gr. Übergewicht, die er so nicht mehr „abkochen“ konnte und
konnte so nicht zum Einsatz kommen.
Eine
zweite gravierende Fehlentscheidung des Kampfgerichtes sorgte für einen
weiteren Punktverlust der Bottroper. Oliver Gussenberg warf seinen Gegner
regelkonform nach nur 23 Sekunden auf den Rücken. Anstatt „Ippon“ dafür zu
geben, womit der Kampf vorzeitig durch Gussenberg gewonnen worden wäre,
entschieden die Kampfrichter inkl. des Kampfrichterbeobachters nach kurzer
Diskussion auf Disqualifikation des Bottropers und erklärten den Eberswalder
zum Sieger. Da half auch die spätere Entschuldigung des Kampfrichterbeobachters
nichts mehr, der Punkt war futsch! Diese Niederlage und die des
Superleichtgewichtlers Heselhaus, der für Ngoy in die Bresche gesprungen war,
blieben dann aber die einzigen Niederlagen des ersten Durchgangs. Tobias
Pahnke, Daniel Möller, Jeffrey und Danny Meeuwsen, sowie der Teamkapitän Markus
Wallerich fuhren allesamt ungefährdete Siege ein und sorgten so für den
5:2-Pausenstand.
Auch
in Durchgang zwei konnte Uli Heselhaus trotz deutlicher Steigerung gegen
Zimmermann nicht punkten. In der Klasse – 100 kg verlor nach starkem Kampf
Alexander Jauk gegen den polnischen Nationalkaderkämpfer Tomasz Lisowski 30
Sekunden vor Schluss. Bis dahin war der Kampf unentschieden. Doch auch in
diesem Durchgang ließen die konzentrierten Bottroper nicht mehr als diese zwei
Punkte zu. Diesmal punkteten Danny und Jeffrey Meeuwsen, Markus Wallerich,
Dominik Gosens und Yassin Grothaus.
„Der
Kampftag verlief natürlich nicht so, wie wir uns das gewünscht hätten. Die
Vollsperrung der A2 um Helmstedt hat
eine ordentliche Vorbereitung komplett zunichte gemacht. Dass Kalli dadurch kein
Gewicht hatte, war ebenfalls ein Handycap. Wenn alles normal verlaufen wäre,
hätten wir heute sogar 13 Punkte geholt. So sind wir natürlich mit dem 10:4 und
der Tabellenführung zufrieden. Ein
dickes Kompliment für das professionelle Auftreten unseres Teams an diesem
holprigen Tag.“ zeigte sich Team-Manager Tapper am Ende zufrieden mit dem
Ergebnis. Gleich am kommenden Samstag ist der JC 66 Bottrop Gastgeber in der
Kirchhellener Sporthalle in der Löwenfeldstr. (Bezirkssportanlage). Dort will
sich das Team dann wieder stark präsentieren, wenn es gegen den SV Georg Knorr
(Berlin) geht. jc 66 bottrop
+++ 16.04.2010 Zwei JC 66-Teams starten in Liga zwei +++Von gdohnau
Bottrop. Saisonauftakt in der 2.
Bundesliga für die Judoteams des JC 66 Bottrop. Während die Männer
einen erneuten Anlauf in Richtung erste Bundesliga nehmen, betreten die
Damen Neuland.
Das Männerteam muss als
Titelverteidiger beim JC Eberswalde in Brandenburg antreten. Der
Meister der Jahre 2007, 2008 und 2009 ist gut vorbereitet. „In den
letzten beiden Jahren sahen wir recht ordentlich aus gegen die
Eberswalder. Im Vorjahr gewannen wir unseren Heimkampf mit 10:4. Wir
haben aber auch schon mal verloren und unentschieden gekämpft. Es immer
enorm wichtigen einen guten Saisonstart hinzulegen“, gibt sich JC
66-Cheftrainer Frank Urban vorsichtig optimistisch. Die Bottroper
reisen in Bestbesetzung an. „Wir haben anders als in unserem Damenteam
derzeit keine Verletzten auf der Liste und können so aus dem vollen
schöpfen“ zeigt sich auch Teammanager Volker Tapper optimistisch. Die
Begegnung in Eberswalde beginnt heute um 18 Uhr. Der JC 66-Tross setzt
sich um 9 Uhr ab der Dieter-Renz-Halle in Bewegung. Auch in diesem Jahr
bietet der JC 66 seinen Anhänger ein Online-Tippspiel an. Informationen
unter der Vereinshompage www.jc 66.de.
Für die Damen hat es der
Auftakt heute beim Bramfelder SV in Hamburg in sich. Neben dem
Gastgeber Bramfelder SV, Vorletzter der vergangenen Saison., kämpfen
die Bottroperinnen gegen den Osnabrücker TV, dem Vizemeister der
vergangenen Saison. „Wir gehen selbstbewusst in die neue Saison, wir
haben bislang vier bärenstarke Jahre zusammen gekämpft und dar keinen
einzigen Punkt verloren. Natürlich ist die 2. Bundesliga ganz etwas
anderes als die Regionalliga“. so Trainer frank Urban. Bis auf Kathrin
Reißberg, die sich beim DJB-Ranglistenturnier, Meniskus und Kreuzband
gerissen hat sowie Kim Polling aus Holland sind alle anderen fit. Die
Männer werden in Eberswalde von Präsident Roland Assmann und Manager
Volker Tapper betreut. Frank Urban wird sich heute ab 15.30 Uhr in
Hamburg um die Damen des JC 66 kümmern.der westen bottrop
+++ 16.04.2010 SU Annens Frauen empfangen am Samstag Potsdam und Hamburg +++
Von Dietmar Bock
WITTEN
Unter dem Motto "Jugend forscht" startet SU Annens neu zusammengesetzte
Judo-Frauen-Mannschaft in ihre dritte Bundesliga-Saison. Zum Auftakt
kommen am Samstag um 15 Uhr mit Vizemeister UJKC Potsdam und dem
Hamburger Judo-Team zwei starke Gegner an den Kälberweg.
Absteigen
kann man nicht, aber hinter 1. JC Mönchengladbach Zweiter in NRW
werden. Und genau das wollen Trainer Hinnerk Gölnitz und Karlheinz
Stump 2010 erreichen. Es gilt die auf Augenhöhe zu erwartenden Rivalen
TSV Bayer 04 Leverkusen und Aufsteiger Brander TV zu schultern. Das
traut man sich zu. Ebenso auch einen Zähler bei der schweren
Saison-Premiere.
Der
Gastgeber, der in dieser Kampfzeit vor allem auf den eigenen Nachwuchs
und Esther Stam (63 kg) setzt, wird auch gegen den nicht in
Bestbesetzung antretenden UJKC sicher chancenlos sein. Doch gegen die
gut verstärkten Hanseaten könnte es etwas Zählbares geben, wenn "unsere
Trümpfe stechen", wie Karlheinz Stump hofft.
Hamburg nicht komplett - EX-SUA-Judoka Martens fehlt
Hamburgs
Judoka werden gleichfalls nicht komplett antreten. Die von der SUA aus
beruflichen Gründen zum HJT gewechselte Solveig Martens (+78 kg) kämpft
ebenso nicht wie bei Potsdam die international schon erfolgreichen
Claudia Ahrens (63 kg) und Franziska Konitz (+78 kg). Beide erhalten im
Hinblick auf die Europameisterschaft in zwei Wochen von Bundestrainer
Michael Bazynski keine Freigabe für die Bundesliga.
Die
Brandenburgerinnen, bei denen immerhin noch Deutschlands einzige
Olympiasiegerin Yvonne Bönisch auf die Matte gehen könnte, sind darüber
wenig erbaut: "Die Vereine, die Bundeskader haben, werden letztlich
dafür bestraft", sagt Cheftrainer Axel Kirchner. Und die jetzt als
Frauen-Coach tätige Bönisch ergänzt: "Es ist traurig, dass die Mädels
nun nicht kämpfen dürfen."
Fligg, Zwirner und Tarko fehlen - Von Winssen und Eberhardt fehlen
Für
Annen ändert sich dadurch an der Ausgangslage indes nichts: "Selbst die
in der Regionalliga kämpfende UJKC-Reserve würde Hamburg und uns
schlagen", sind sich Göllnitz und Stump einig. Sie selbst müssen
gleichfalls Kämpferinnen ersetzen.
Fehlen
werden die verletzten Neuzugänge Tamara Fligg sowie SUA-Eigengewächs
und U17-Vize-Europameisterin Alexandra Zwirner und Jasmina Tarko.
Fraglich sind außerdem Fatma van Winssen und Christin Eberhardt. ruhr
nachrichten witten
+++ 15.04.2010 Die Asse müssen stechen +++
Von Oliver Schinkewitz
Witten.
Viel schwerer hätte es zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison für die
Judo-Amazonen der Sport-Union Annen kaum kommen können. Denn mit dem
deutschen Vizemeister UJKC Potsdam sowie dem Hamburger JT stellen sich
am Samstag (ab 15 Uhr, Kälberweg) gleich zwei starke Gegner in Witten
vor.
„Vor allem die Potsdamerinnen sind für mich auch in diesem Jahr
wieder ein Titelkandidat - gegen die zu punkten, das wird wohl kaum
klappen“, meint SUA-Trainer Karl-Heinz Stump, der sein Team gemeinsam
mit Hinnerk Gölnitz auf die neue Saison vorbereitet hat. Positiv dabei:
Auch in diesem Jahr kann keine Mannschaft absteigen - acht Teams sind
im Norden der Liga aufgelistet, im Süden gar nur deren sieben.
„Wir
hoffen, dass wir gegen Hamburg was machen können“, so Karl-Heinz Stump.
Dann allerdings, betont der SUA-Trainer, „müssen alle unsere Asse
stechen.“ Und davon haben die Judo-Damen der Sport-Union immer noch
einige - auch wenn der Verlust von Solveig Martens (zog aus beruflichen
Gründen nach Hamburg) nicht aufzufangen war. „Wir haben alles versucht,
aber eine ähnlich starke Schwergewichtlerin war nicht zu bekommen“,
sagt Stump. Martens steht mittlerweile auf der Liste vom ersten Gegner
Hamburger JT, wird am Samstag aber noch nicht für die Hanseaten auf die
Matte gehen.
Neu im Team der SUA ist indes die Niederländerin Esther
Stam - die 23-Jährige hat schon diverse Spitzenplatzierungen bei
größeren Turnieren vorzuweisen und ist in der 63-kg-Klasse gesetzt.
Neben ihrer Landsfrau Dani Libosan (-57 kg) ist sie das zweite
niederländische Trumpf-Ass im Ärmel des Annener Trainerduos. Darüber
hinaus hoffen die Wittener auch heuer wieder auf erfolgreiche Auftritte
von Maike Heinz (-78 kg), die im Vorjahr beste Punktesammlerin war. Und
auch Eigengewächs Miriam Dunkel ist in der 70-kg-Klasse von großer
Bedeutung für die Annenerinnen.
„Miriam steckt allerdings derzeit in
der Schule im Prüfungsstress - wir müssen abwarten, ob sie auch mit dem
Gewicht bis Samstag zurecht kommt“, betont Stump. Die neuralgischen
Gewichtsklassen hat die SUA einmal mehr „unten“, in den leichten
Kategorien (bis 48 bzw. bis 52 kg). Während in der leichtesten Klasse
Nadine Herbertz wohl alle Kämpfe für die SUA bestreiten kann (ihr
Heimatverein DSC Wanne-Eickel/Regionalliga hat keine
Terminüberschneidungen mit den Wittenern), sind in der 52-kg-Klasse
Neuzugang Melanie Klein (Kamen) und die erst 17jährige Ayse Sahin
vorgesehen. Letztere aber hat nur einen türkischen Pass, wird daher
pausieren müssen, wenn das niederländische Duo im Einsatz ist.
Neu
im Team vom Kälberweg sind ferner auch Kyra Quast (-63 kg) und Tamara
Fligg (beide Siegen Lindenberg) - Letztere wird im Schwergewicht als
Martens-Nachfolgerin ihr Glück versuchen. Eigengewächs Christin
Eberhardt (ehemalige deutsche U17-Meisterin) ist noch nicht wieder fit.
Außerdem nicht einsatzfähig ist Jasmina Tarko, die kürzlich eine
Leisten-OP über sich hat ergehen lassen müssen.
„Unser Ziel muss der
sechste Platz sein - wir wollen Brand und Leverkusen hinter uns
lassen“, betont Stump. Vielleicht gelingt es der SUA sogar, an
Neumünster oder Hamburg vorbeizukommen - dazu allerdings muss an den
vier Kampftagen wirklich alles passen. der westen witten
+++ 13.04.2010 SU Annens Frauen-Kader hat sich stark verändert +++Von Dietmar Bock
WITTEN
Vor allem der eigene Nachwuchs und eine neue Stam(m)-Kraft sollen es in
der 1. Frauen-Bundesliga, Gruppe Nord, für die mittlerweile in der
Eliteklasse etablierte SU Annen in der dritten Saison richten.
Die
Trainer Hinnerk Gölnitz und Karlheinz Stump setzen insbesondere auf
Esther Stam (63 kg), die als neue Stammkraft fest eingeplant ist. Sie
machte schon international mit dem dritten Platz beim Grand Prix auf
sich aufmerksam.
Neben Dani Libosan (57 kg) ist die 22-Jährige
nunmehr Annens zweite Holländerin. Tecla Tobina Grol gehört indes nicht
mehr zum Kader. Noch jünger und auch schon äußerst erfolgreich sind die
Annener Eigengewächse U17-Vize-Europameisterin Alexandra Zwirner und
die deutsche U17-Meisterin Christin Eberhardt. Beide sollen von den
Trainern ebenso langsam an die 1. Bundesliga herangeführt werden wie
die drei anderen SUA-Youngster.
Westdeutsche Meisterin Tamara Flick neu im Kader
Und
auch die beiden weiteren jungen Neuen sollen sich an die raue Luft
gewöhnen. Die 19-jährige Tamara Flick (+78 kg, Judofreunde
Siegen-Lichtenberg) kommt als Westdeutsche Meisterin zum
Bundesligisten, während Melanie Klein (TuS Eichengrün 05 Kamen) die
Lücke in der 52 kg-Klasse schließen soll.
Ferner kann Nadine
Herbertz in 48 kg wohl alle Erstliga-Duelle bestreiten; sie wird auch
weiterhin in der Regionalliga für ihren Heimatklub DSC Wanne-Eickel
kämpfen, Überschneidungen beider Ligen gibt es in diesem Jahr aber
offensichtlich nicht. Zudem hofft man im SUA-Lager auf die schnelle
Genesung von Jasmina Tarko, die noch an den Folgen eines Leistenbruchs
laboriert: "Der Kampf am Samstag kommt für sie noch entschieden zu
früh", traut Karlheinz Stump ihr noch keinen Einsatz zu.
Fehlen werden auch Fatma van Winssen und die Neuzugänge Fligg und Zwirner. Christin Eberhardt soll zudem noch geschont werden.
Solveig Martens wird vermisst
Schmerzlich
sind für die Annener zudem die Abgänge von Corinna Durchfeld (zum
Aufsteiger Brander TV), Solveig Martens -die nun für den samstäglichen
Gegner Hamburger JT startet, in Annen aber noch nicht kämpfen wird -
und Kerstin Kutsche, die ihre Laufbahn beendet hat. Somit haben die
Saisonauftakt-Gastgeberinnen gerade in den schweren Gewichtsklassen
große Probleme. "Das wird Samstag kein Zuckerschlecken", weiß man auf
Annener Trainerseite.
Eine Vorschau auf den ersten
Bundesligakampftag am Samstag und der Kader der SUA-Bundesliga-Frauen
im Überblick finden Sie in der Mittwochsaugabe (14. April) der Wittener
Ruhr Nachrichten.