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Februar 2010
+++ 27.02.2010 Wurf am Ring +++
Von Denis de Haas (NRZ)
Bedburg-Hau. Im Sommer pilgern zahlreiche Motorsport-Fans in die Eifel.
Ihr Ziel: der Nürburgring. Über Pfingsten kommen dort die Freunde der
Rockmusik während eines dreitägigen Festivals auf ihre Kosten. Im
Winter scheint an der legendären Rennstrecke eher der Hund begraben zu
sein. Für Jennifer Kramer und Maren Bormann ist der Nürburgring
jedoch jetzt schon eine Reise wert. Gestern brachen die jungen
Sportlerinnen aus Kleve in Richtung Südwesten auf, denn heute steht für
sie ein ganz besonderes Ereignis auf dem Programm: Die Schülerinnen
vertreten ihren Verein Senshu Hau bei den Deutschen
Judo-Einzelmeisterschaften. Ihr Ticket lösten die beiden vor 14
Tagen bei den Westdeutschen Meisterschaften in Holzwickede. Während
viele Altersgenossen damals in Kostümen den Karneval feierten,
schlüpften Jennifer Kramer und Maren Bormann in ihren weißen Kampfanzug
und hatten Erfolg: Mit jeweils dritten Plätzen schafften sie die
Qualifikation. „Eigentlich hatte ich vorher gar nicht damit gerechnet“,
erklärt die 14-jährige Maren. Doch schon beim Wiegen sorgte sie für
eine Überraschung. Sie blieb unter 40 Kilogramm und konnte in einer
anderen Klasse starten. Nun muss sie ihr Kampfgewicht halten. „Mit
Brennesseltee klappt das schon“, sagt die Trägerin des grünen Gürtels. Auf
ihre Teamkameradin wird sie am Nürburgring nicht treffen. Jennifer
startet in der Klasse bis 70 Kilogramm und hat mit der Kontrolle
weniger Probleme: Die 16-Jährige gehört in ihrer Konkurrenz eher zu den
Leichtgewichten. Mitglieder der ersten Stunde Trotz der
unterschiedlichen Gewichtsklassen haben die Kampfsportlerinnen viel
gemeinsam: Sie standen bereits vor ihrer Einschulung erstmals auf der
Matte und erlernten die ersten Techniken beim BSV Roter Drache in
Kleve. Als sich vor vier Jahren der Verein in Bedburg-Hau gründete,
waren Jennifer und Maren Mitglieder der ersten Stunde. „Wir haben auch
schon in Duisburg trainiert, doch der Aufwand war irgendwann zu groß“,
erklären die beiden. Nun feilt Trainer Uwe Laakmann hauptsächlich an
Griffen und Techniken. Er kennt seine Schützlinge aus dem Effeff, weiß,
dass Jennifer und Maren mit einem Schulterwurf, dem sogenannten
Seoi-nage häufig zum Erfolg kommen. Seine Schülerinnen vermitteln nun
auch Judo-Neulingen Techniken. Beim Freitagstraining erhält Laakmann
Unterstützung vom erfolgreichen Duo. Wenn Jennifer und Maren heute
die Arena betreten, drückt der ganze Verein mit Sicherheit die Daumen.
Der Wecker klingelt schon früh, denn um 7.45 Uhr geht’s zum Wiegen. Und
dann wollen die Kämpferinnen vom Niederrhein ihre bescheidenen Ziele
verwirklichen. „Wenn ich einen Kampf gewinnen, wäre das toll. Natürlich
freue ich mich auch über weitere Siege“, sagt die Jüngere des Duos.
Jennifer, die im Verein für ihren Ehrgeiz bekannt ist, peilt eine
Platzierung unter den besten sieben an. Das wäre für sie der große Wurf
am Ring. nrz kleve
+++ 24.02.2010 «Gewichtiger» Judoka hilft pfundigen Kindern beim Abnehmen +++
Von Georg Schmitz (AN)
Geilenkirchen. Mit Andreas Tölzer stattete ein Olympiateilnehmer,
Europacupsieger und sechsfacher Deutscher Mannschaftsmeister dem Budo
Sport Club (BSC) Geilenkirchen einen Besuch ab. Der 140 Kilogramm
schwere Judoka aus Mönchengladbach ist Sportpartner des
Landessportbundes Nordrhein-Westfalen und trainiert im
Leistungssportzentrum Köln. Seit zwei Jahren macht sich Andreas
Tölzer für «pfundige» Kinder und Jugendliche stark, und das war auch
der Grund dafür, warum er zum BSC Geilenkirchen kam. Denn der Budo
Sport Club verfügt seit dem vergangenen Jahr über eine Judo Gruppe, die
sich im Rahmen des landesweiten Projektes «schwer mobil» um
übergewichtige junge Menschen kümmert. Das Projekt «schwer mobil -
Bewegung, Spiel und Sport für übergewichtige Kinder» hat es sich zum
Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche mit Gewichtsproblemen über
programmatische Zusammenarbeit mit ausgewählten Sportvereinen in NRW
für eine «bewegte» und gesunde Lebensweise zu begeistern. «Schwer
mobil» ist eine Initiative des Handlungsprogramms 2015 «Sport und
Gesundheit für das Land Nordrhein-Westfalen» und wird vom Innenminister
des Landes, der Sportjugend im Landessportbund NRW, dem
BKK-Landesverband NRW und der Metro Group getragen. Unter der
Leitung von Nicole Sasse trainieren vier Jungen und vier Mädchen ein
Jahr lang zweimal in der Woche in der Sporthalle der Berufskollegs an
der Bauchemer Gracht. Neben dem Bewegungstraining ist die
Ernährungsberatung ein weiterer gewichtiger Schwerpunkt des Projektes. Fruchtsäfte und Obst Deshalb
sorgten frisch gepresste Fruchtsäfte und Obst bei der Übungsstunde mit
dem Europacupsieger für eine gesunde Nahrungszufuhr. Andreas Tölzer
betonte, dass der BSC Geilenkirchen mit der Gruppe einen wichtigen
Beitrag zur Gesundheitsvorsorge des Landes leiste. Nachdem der
prominente Übungsleiter die acht Kids um sich geschart hatte, ging es
sofort mit der «Aufwärmphase» los. «Karottenziehen» und «König
Klauen» hießen die Spiele, die den Kindern viel Spaß brachten. Freude
an Sport und Spiel steht bei dem Projekt ohnehin im Vordergrund, wobei
auch der Körperkontakt wichtig ist. «Dadurch bekommen die Kinder ein
gutes Körpergefühl und lernen Selbstbewusstsein aufzubauen», weiß
Andreas Tölzer. Weil in den «schwer mobil»-Gruppen nur
übergewichtige Kinder trainierten, gebe es auch kein Mobbing. Nach
einer Runde «Rugby» kamen auch Wurftechniken zum Einsatz, die bei einem
Judo-Verein naturgemäß den Trainingsablauf mitbestimmen. Bei der
Übungseinheit hatte der BSC Geilenkirchen Gäste vom Kreissportbund und
Stadtsportverband, die sich die außergewöhnliche Aktion anschauten.
BSC-Vorsitzender Ralf Hölscher macht darauf aufmerksam, dass nach den
Sommerferien der neue Jahreskurs «schwer mobil» in Geilenkirchen
beginnt und Übungsleiterin Nicole Sasse unter 02451/9116462 schon jetzt
Anmeldungen entgegennimmt. aachener nachrichten
+++ 24.02.2010 Der Weltenbummler - Judo-Kampfrichter Stephan Bode +++
Von Dietmar Bock (RN)
WITTEN Er hat mehr erreicht, als alle bisherigen Judoka der SU Annen
zusammen, stand bei zwei Olympischen Spielen zweimal im Finale und
Halbfinale, war bei Europa- und Weltmeisterschaften dabei und rangiert
auf der zuletzt veröffentlichten Weltrangliste auf Rang neun: Stephan
Bode, Kampfrichter-Referent des Deutschen Judo-Bundes und ständig im
internationalen Einsatz. Der Mann, der fast alles erreicht hat, was
man als Unparteiischer erreichen kann, hat immer noch ein großes Ziel:
„Die Olympischen Spiele 2012 in London und dann am liebsten noch einmal
ein Finale leiten.“ Es wären seine dritten Spiele. „Wer kann das schon
vorweisen“, hofft er, sich seinen Traum erfüllen zu können.
Sydney war "das schönste Erlebnis" Bereits
2000 in Sydney hatte der Wittener das Vergnügen, bei Olympia einen
Endkampf zu leiten. Überhaupt Sydney: „Das war das absolut schönste
Erlebnis. Die Stimmung war wie sonst nirgendwo, die Spiele insgesamt
ein Traum und dann auch noch das Finale, das ich leiten durfte“, denkt
Stephan Bode gerne an seine Australien-Einsätze zurück. „Athen konnte
da vier Jahre später nicht mithalten.“ Um in London wieder dabei zu
sein, muss er bei jedem seiner internationalen Einsätze Bestleistungen
bringen. „Jeder Kampfrichter wird auf internationaler Ebene ständig
bewertet“, weiß Bode um die harte Qualifikation. Erschwert wird sie
durch die Internationale Judo-Föderation (IJF), die die Zahl der
Kampfrichter pro Turnier stark reduzierte. „Das erhöht auch den Druck
auf den Einzelnen. Man ist öfter im Einsatz und muss stets
Höchstleistungen bringen.“
Schon als Jugendlicher dabei Bode
stellt sich dieser stressigen Aufgabe, wohl wissend, dass von den rund
200 europäischen Kampfrichtern, die sich aufgrund ihrer Lizenz
qualifizieren könnten, nur sechs oder sieben 2012 mit nach London
dürfen. Bodes Vorteil ist, dass er das Judo-Einmaleins von der Pike
auf gelernt hat. Mit 15 Jahren begleitete er seine spätere Frau mit zum
Judo zur SUA und fand gleich Gefallen an der japanischen Kampfkunst. So
absolvierte er alle Gürtelprüfungen, nahm als Jugendlicher an
Einzel-Turnieren wie an Mannschaftskämpfen teil und packte mit dem
SUA-Männer-Team 1978 in Hannover den Aufstieg in die 1. Bundesliga.
Wer will nach London? Stephan Bode hofft auf seine dritte Olympia-Teilnahme. Zweite Laufbahn als Kampfrichter Neben
seiner aktiven Judoka-Laufbahn startete der leidenschaftliche
Kinogänger („Dazu habe ich leider viel zu wenig Zeit“) seine zweite
Laufbahn als Kampfrichter. Von 1975 bis 1976 schaffte er es bis zur
Landes-Lizenz, der ab 1982 die Bundes-B- und die Bundes-A-Lizenz
folgten. Fortan durfte er über alle nationalen Kämpfe richten. Doch
dabei beließ er es nicht. 1991 griff Stephan Bode die erste
internationale Lizenz ab und durfte damit alle kontinentalen Turniere
und Titelkämpfe leiten. Fünf Jahre später dann die Krönung, die
Weltkampfrichter-Lizenz. Fortan durfte er nun in aller Welt 'ran, was
wiederum seinem zweiten großen Hobby entgegen kommt – dem Lesen. „Vor
allem bei den langen Flügen genieße ich es“, bringt der Weltenbummler
diese zwei Leidenschaften bestens unter einen Hut.
ZUR PERSON * Der 56-jährige Stephan Bode ist Vater von drei erwachsenen Kindern im Alter von 18 bis 28 Jahren. * Der Sport- und Englisch-Lehrer unterrichtet an einer Hauptschule in Herne. *
Und was, wenn der Vielreisende einmal nicht im globalen Einsatz ist?
„Dann muss ich mir die deutschen Kampfrichter ansehen“, so Bode. „Um
selbst fit zu bleiben, leite ich zudem hochklassige Turniere im In- und
Ausland.“ ruhr nachrichten witten
+++ 23.02.2010 Grand-Prix-Premiere ist auch für SUA ein voller Erfolg +++
Von Dietmar Bock
(RN) WITTEN Düsseldorf feierte am Wochenende mit dem Judo-Grand-Prix
eine äußerst erfolgreiche Premiere, die SU Annen auch. 5000
stimmungsvolle Zuschauer in der ausverkauften Philipshalle sahen
Kampfsport vom Feinsten und eine deutsche Mannschaft, die sich hinter
Japan den zweiten Platz in der Teamwertung sicherte.
Die Asiaten waren das Maß aller Dinge. In den je sieben
Gewichtsklassen bei Frauen und Männern sammelten sie ein Dutzend
Medaillen - davon allein sechsmal Gold. Deutschland um die siegreichen
Heide Wollert und Claudia Malzahn brachte es auf fünf Podestplätze und
genau so viele fünfte Ränge.
Kraftvoll und technisch perfekt, dazu äußerst wendig, ließen die
erfolgreichen Japaner der Konkurrenz zumeist keine Chance. Ihnen kommen
dabei die Regeländerungen entgegen. Andere Top-Athleten tun sich damit
noch schwer. Wie SU Annens Benjamin Behrla, der eingestand: "So ganz
habe ich mich damit noch nicht angefreundet, will immer noch zum
Abtaucher ansetzen."
Das Mögliche gegeben
Der ist jedoch verboten und wird mit sofortigem Turnierausschluss
geahndet. "Ich kann mich immer besser bremsen und versuche, die Technik
nicht anzuwenden", so Behrla m Rhein klappte das schon gut. Immerhin
besiegte er den Polen Przemyslaw Matyjaszek und seinen nationalen
Olympia-Konkurrenten Dimitri Peters - zwei Top-Athleten. Im
Viertelfinale schied er unglücklich gegen den Weltranglisten-Dritten
Elco van der Geest aus.
Neben Behrla belegte auch der für die SUA in der Bundesliga
kämpfende Niederländer Marvin de la Croes den fünften Rang, machte in
der Vorschlussrunde aber nicht den fittesten Eindruck.
Stark präsentierte sich indes André Breitbarth. Er traf schon in der
zweiten Runde auf Keiji Suzuki, den Olympiasieger 2004 und späteren
Grand-Prix-Zweiten. Gegen den Japaner hatte er ebenso keine Chance wie
Maike Heinz gegen die starke Russin Natalia Kazantseva. Beide kämpften
im Rahmen ihrer Möglichkeiten und lassen international noch einiges
erwarten. ruhr nachrichten witten +++21.02.2010 GRAND PRIX: An belgischer "Wand" verzweifelt +++Im
Viertelfinale kommt für Benjamin Behrla gegen Elco van der Geest das
Aus. Zuvor bezwingt er den Deutschen Meister Dimitri Peters. Starker
Auftritt von Andre Breitbarth Einige Weltranglistenpunkte hat
Benjamin Behrla (Sport-Union Annen) seinem Konto beim
Grand-Prix-Turnier in der Düsseldorfer Philipshalle gutgeschrieben,
dazu einen ganz wichtigen Prestigeerfolg gefeiert - und doch konnte der
24-Jährige nicht restlos zufrieden sein, denn er scheiterte am Einzug
ins 100-Kilo-Halbfinale. Am Freitagabend schon waren die Lose
gezogen worden für die Düsseldorfer Grand-Prix-Premiere. Vor den Augen
von Fußballnationalspieler Lothar Matthäus wurde Annens Vorzeige-Judoka
Benny Behrla mit dem Polen Przemyslaw Matyaszek (kämpft in der
Bundesliga für UJKC Potsdam) ein starker Gegner aufs Auge gedrückt.
Doch diese Aufgabe löste der deutsche Vizemeister souverän, holte sich
zwei Waza-ari-Wertung (Umstürzer, Uchi-mata). Damit stand er im
Achtelfinale und traf dort ausgerechnet auf seinen nationalen
Erzrivalen Dimitri Peters (Rotenburg). Anders als im DM-Finale von
Bayreuth aber war Behrla diesmal obenauf, diktierte das Duell. Beide
erhielten eine Waza-ari-Wertung - der Annener jedoch obendrein noch
einen Yuko, der ihm den Einzug ins Viertelfinale sicherte. „Den
packen wir”, posaunte SUA-Trainer Andreas Reeh vor dem Duell gegen
Paris-Sieger Elco van der Geest (Belgien). Doch dem
Weltranglisten-Dritten aus dem Nachbarland war nicht beizukommen. Da
konnten am Mattenrand sowohl Andreas Reeh als auch Stützpunkttrainer
Daniel Gürschner (ehemals SU Annen; Europameister 2000) noch so laut
anfeuern und ihre Tipps hereinrufen - Behrla schaffte es nicht, eine
Wertung zu erkämpfen. Seinerseits wurde er zweimal verwarnt - damit
stand van der Geest als Gewinner fest. „Das war schon okay, auch
wenn sich Benny nachher hat einlullen lassen vom Belgier. Gegenüber dem
Turnier in Paris hat sich Benny jedenfalls deutlich gesteigert -
außerdem hat er gegen Dimitri Peters gewonnen, das war enorm wichtig”,
betonte Coach Andreas Reeh. Zudem habe er durch die Regeländerungen die
Chance auf einige seiner Spezialtechniken (vor allem den Abtaucher)
eingebüßt. Grundsätzlich aber war sein Abschneiden in Düsseldorf
durchaus positiv zu werten. Andre Breitbarth scheiterte am Olympiasieger von 2004, Keiji Suzuki. Ähnlich
sah es bei Schwergewichtler Andre´ Breitbarth (Einzelstarter für den
SFV Europa Braunschweig) aus, der im ersten Kampf Adiljon Tulendibaev
(Usbekistan) nach zweieinhalb Minuten auf den Rücken warf, dann aber am
japanischen Olympiasieger von 2004, Keiji Suzuki, scheiterte. „Andre´
hat gegen ihn prima gekämpft, selbst sein Heil in der Offensive
gesucht”, so Reeh - erst ein Haltegriff beendete nach 3:43 min. diese
Auseinandersetzung. Bis ins Viertelfinale kam der für die SU Annen
in der Bundesliga kämpfende Niederländer Marvin de la Croes, der in der
90 kg-Klasse den Deutschen Florian Germroth quasi mit dem Schlussgong
per Ippon düpierte, nach dem er zuvor einen Yuko-Rückstand per Waza-ari
ausgemerzt hatte. Gegen den Usbeken Nabiev Khurshid aber verlor er im
„Golden Score” per Yuko. Bei den Damen traf in der 78 kg-Kategorie
SUA-Starterin Maike Heinz auf die Russin Natalia Kazantseva und verlor
durch zwei Waza-ari. waz witten +++ 21.02.2010 GRAND PRIX: Behrla und de la Croes auf Platz fünf +++DÜSSELDORF
Die für die SU Annen in der Bundesliga tätigen Judoka Benjamin Behrla
(100 kg) und Marvin de la Croes (90 kg) wurden beim Grand Prix in
Düsseldorf erst im Viertelfinale besiegt. Unter den 355 Judoka aus 45
Nationen belegten sie am Ende den guten fünften Rang. Düsseldorf –
nach Wuppertal 2002 die zweite Grand-Prix-Station in NRW ¨– empfahl
sich mit dieser Austragung für weitere internationale Wettbewerbe. Knapper Erfolg gegen Peters Benjamin
Behrla (Einzelstartrecht noch für TSV Hertha Walheim) besiegte zum
Auftakt den Polen Przemyslaw Matyjaszek durch zwei Waza Ari (Große
Wertung) per Umstürzer und Uchi Mata (innerer Schenkelwurf). Seinen
schärfsten nationalen Konkurrenten um den Olympia-Platz 2012, Dimitri
Peters (TSV Abensberg), konterte er aus und warf ihn dann per Seoi-Nage
(Schulterwurf) zum knappen Erfolg, den er per Yuko (einfache Wertung)
sicherte. Beide boten einen erbitterten, offensiven Kampf und brachten
die Halle zum Kochen. Behrla scheitert an neuen Regeln Im
Viertelfinale hatte der gebürtige Emsdettener gegen den
Weltranglisten-Dritten Elco van der Geest das Glück nicht auf seiner
Seite. Zwei zweifelhafte Strafen führten zur Yuko-Führung des Belgiers,
die der gebürtige Niederländer über die Zeit brachte. An die neuen
Regeln, die seinen seit fünf Jahren erfolgreich angewendeten Abtaucher
nicht mehr zulassen, hat sich der SUA-Judoka noch nicht ganz gewöhnt:
„Ich will immer noch unten herum und muss mich dann bremsen“, gesteht
Behrla. Der Niederländer Marvin de la Croes (90 kg) besiegte nach
Freilos den Deutschen Florian Germroth (Abensberg) in letzter Sekunde
umstritten mit Ippon. Zuvor hatte er den Waza-Ari-Rückstand in den
Schlusssekunden wettgemacht. Im Viertelfinale unterlag er erst im
Golden Score dem aktiveren Usbeken Nabiev Khurshid durch Uchi Mata
verdient. Frühes Aus für Heinz Andre Breitbarth (+100 kg, SFV
Europa Braunschweig) besiegte anfangs den Usbeken Adiljon Tulendibaev
frühzeitig, ehe er vom Olympia-Sieger 2004 und aktuellen
Weltranglisten-Dritten Keiji Suzuki (Japan) fest- und vom Weiterkommen
abgehalten wurde. Maike Heinz (78 kg, Judo in Holle) schied nach
zwei Waza Ari der Russin Natalia Kazantseva gleich in der ersten Runde
aus, während Jeroen Mooren (60 kg) nicht startete. ruhr nachrichten
witten +++ 19.02.2010 Behrla will sich für Olympia-Quali Selbstvertrauen holen +++Von Dietmar Bock (RN)
ANNEN Wenn am Wochenende 400 Judoka aus 48 Nationen beim Grand Prix in
Düsseldorf auf die Matten gehen, sind mit Benjamin Behrla, André
Breitbarth, Jeroen Mooren, Marvin de la Croes und Maike Heinz auch fünf
aus den Bundesliga-Teams der SU Annen mit dabei. Für Behrla geht es im
Weltklasse-Feld schon ein wenig um Olympia 2012. Benjamin Behrla
(TSV Hertha Walheim), der in Kürze sein Erststartrecht für die SUA
wahrnehmen wird, kann am Sonntag in der 100 kg-Klasse auch auf den
amtierenden Olympia-Sieger Tuvshinbayer Naidan treffen. Der Mongole ist
einer von vier Olympiasiegern und fünf Weltmeistern, die am Rhein
starten. Ein Weltklasse-Feld. Auch ohne diesen hochkarätigen Gegner
wird Behrla in erster Linie mit sich selbst zu kämpfen haben. "Er
hadert zurzeit mit sich selbst", sagt sein Landes- und Klubtrainer
Andreas Reeh, und erläutert: "Mit dem Abtaucher hat man ihm seiner
stärksten Waffe beraubt. Ich hoffe, dass mit den vielen Fans im Rücken
jetzt der Knoten bei ihm platzt", setzt Reeh auf den Heimvorteil. Die
neuen Regeln behagen Behrla nicht, ist sein geliebter Abtaucher doch
jetzt verboten.
Prestige-Punkte vor dem Grand Prix Und was im
Training bestens klappt, funktionierte auf Wettkampfebene bisher nicht
so, wie es sich der Athlet und sein Trainer vorstellen. "Wenn er das
bringt, was er im Training gezeigt hat, kann er weit kommen", lobt der
Coach seinen Schützling. Doch Reeh weiß auch: "Er muss das im Wettkampf
umsetzen, was er im Training Tag für Tag gezeigt hat." In Düsseldorf
- nach München, Wuppertal und Hamburg die vierte deutsche
Grand-Prix-Station - geht es für Benjamin Behrla auch um das Prestige
im Kampf um die Olympia-Qualifikation 2012 in London. Sein schärfster
Widersacher Dimitri Peters (TSV Abensberg) holte vor drei Wochen in
Paris Bronze, während der Annener in Runde eins ausschied.
Qualifikationspunkte für London gilt es dann ab dem Grand Prix in Tunis
7. bis 9. Mai) zu sammeln.
Niederländer wollen sich empfehlen Für
André Breitbarth (+100 kg, SFV Europa Braunschweig) und Maike Heinz (78
kg, Judo in Holle) geht es am Rhein einzig darum, wichtige Erfahrungen
auf internationalen Matten zu sammeln. Wobei Reeh speziell Breitbarth
einiges zutraut: "Wenn er wie Brause abgeht, kann auch er etwas
schaffen." Für internationale Aufgaben wollen sich zudem die
Niederländer Jeroen Mooren (60 kg) und Marvin de la Croes (90 kg)
empfehlen. Beide müssen schon am Samstag ab 9.30 Uhr auf die Matte.
Ihre deutschen Kollegen folgen am Sonntag, ebenfalls ab 9.30 Uhr. ruhr
nachrichten witten+++ 18.02.2010 Titel für Nicole Mosgoll und Hamsat Iasev +++Bei
den Westdeutschen Meisterschaften der männlichen und weiblichen Jugend
U 17 in Holzwickede sicherten die die JC-Judoka Nicole Mosgoll (-63 kg)
und Hamsat Isaev (-50 kg) den Titel in ihrer Gewichtsklasse. Drei
weitere Bronzemedaillen für den JC 66 gab es durch Darleen Sturm (-40
kg), Jan-Niklas Heming (-50 kg) und Jan Tefett (-66 kg).
Nicole
Mosgoll startete mit zwei schnellen Siegen in das Turnier. Im Runde
drei benötige die JC-Kämpferin erneut nur 20 Sekunden um per
Schenkelwurf zu siegen. Im Halfinale stand der Bottroperin mit Lena
Krautscheid aus Hennef ebenfalls eine kaderathletin gegenüber. Nach
einem ausgeglichenen Kampf nutzte die JC-Kämpferin eine Bodensituation
für eine Würgetechnik und zog ins Finale ein. Hier wartete mit Lea
Püschel aus Herford die Favoritin auf die JC-Kämpferin. In einem
packenden Kampf der in die Verlängerung ging nutze die Bottroperin
schließlich eine Bodensituation um einen Haltegriff anzusetzen, aus dem
sich ihrer Gegnerin nicht mehr befreien konnte. Ein toller Erfolg für
die Bottroperin die erst zu Beginn des Jahres in die Gewichtsklasse
gewechselt hat. Darlenn Sturm (-40 kg) traf in ihrem ersten Kampf auf
die spätere Titelträgerin Miriam Schneider aus Hennef. Leider nutzte
sie ihre Möglichkeiten nicht und musste sich nach knapp drei Minuten
geschlagen geben. Die beiden nächsten Begegnungen konnte die
JC-Kämpferin für sich entscheiden. Im Kampf um den Einzug in das Finale
verlor sie nach zwei Minuten und belegte damit am Ende platz drei, was
gleichzeitig die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften
bedeutet. In der Klasse bis 48 kg waren mit Lena Materzok und Jasmin
Quill zwei JC-Kämpferinnen am Start. Jasmin Quill beendete das Turnier
mit zwei Siegen und zwei Niederlagen mit Platz sieben.
Lena
Materzok hatte etwas Lospech. Trotz zwei beherzter Kämpfe schied sie
vorzeitig aus. Ebenfalls mit Platz sieben beendete JC-Neuzugang Lisa
Zywietz erkämpfte sich ebenfalls Platz sieben in der Klasse bis 70 kg.
Bei
den Jungen starteten Hamsat Isaev, Jan-Niklas Heming und Marcel Mühlen
in der Klasse bis 50 kg. Hamsat Isaev kämpfte sich mit drei souveränen
Siegen bis in das Finale. Auch hier zeigte das Nachwuchstalent vom JC
66 eine tolle Leistung. Taktisch diszipliniert kämpfte der JC Kämpfer
in den ersten zwei Minuten,holte zwei mittlere Wertungen und siegte
kurz vor Schluss noch mit einem Haltegriff. Der erste Titel bei einer
Westdeutschen Meisterschaft war der verdiente Lohn. Jan-Niklas Heming
musste nach einer Auftaktniederlage in die Trostrunde. Nach drei hart
erkämpften Siegen stand der JC-Judoka im Kampf die Bronzemedaille. In
einem spannenden Kampf konnte sich der Bottroper knapp gegen seinen
Konkurrenten aus Hennef durchsetzen und sicherte sich mit der
Bronzemedialle auch die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Der
dritte JC-Starter in der Klasse bis 50 kg, Marcel Mühlen konnte leider
noch keinen Sieg erkämpfen. Jan Tefett (-66 kg) startete als einer der
Favoriten in das Turnier. Nach zwei vorzeitigen Siegen stand der
JC-Judoka im Poolfinale dem Detmolder Gaidt gegenüber. Unglücklich
musste er sich hier per Kampfrichterentscheid geschlagen geben. In der
Trostrunde ließ das Nachwuchstalent vom JC 66 dann aber nichts mehr
anbrennen. Zwei Siege in der Trostrunde und ein weiterer Sieg nach 15
Sekunden gegen den Leverkusener Kampa bedeuteten wie im letzten Jahr
die Bronzemedaille für den JC-Kämpfer. Damit haben sich fünf Judoka des
JC 66 für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. jc 66 bottrop+++ 16.02.2010 Rene Finke nur durch Verletzung gestoppt +++(WR)
Lünen. Rene Finke, Judo-Kämpfer des Lüner SV, verpaßte in Münster nur
hauchdünn die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft der unter
20-Jährigen. Er wurde bei den Westdeutschen Titelkämpfen in der
Gewichtsklasse bis 90 kg Fünfter von 16 Teilnehmern. Zu Beginn sah
es gut aus: Zunächst schlug Rene den späteren Dritten aus Brühl nach
1.37 Minuten mit einem Haltegriff. Anschließend besiegte der Lüner
einen Düsseldorfer ebenfalls mit einem Haltegriff nach 55 Sekunden,
nachdem er ihn zuvor auf Schulter geworfen hatte. Im wichtigen Duell
um den Einzug ins Finale unterlag der Lüner dann einem Nachwuchsmann
des Bundesligisten SU Witten-Annen bereits nach 30 Sekunden durch einen
Konterwurf. Dieser holte später den Titel. Auch im Kampf um den 3.
Platz, der noch zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft berechtigt
hätte, verlor der LSV-Judoka gegen einen Kölner nach 2.11 Minuten.
Hierbei verletzte er sich auch noch an der Schulter. Dies stellte
sich als großes Pech heraus, da Rene noch eine unerwartete Chance
erhielt: Der 17-jährige LSVer hätte gegen den zweiten Fünften einen
Entscheidungskampf machen können, da einer der Platzierten als
Ausländer nicht bei der nationalen Meisterschaft antreten darf. Diese
Möglichkeit konnte er aber nun nicht wahrnehmen. Trotz der natürlich
großen Enttäuschung ist aber auch der 5. Rang bei einem Westdeutschen
Championat ein großer Erfolg für Rene Finke. „Immerhin war er einer der
Jüngsten und kann in den nächsten Jahren noch die höchste deutsche
Ebene erreichen”, sagt Betreuer Lars Arnhölter. Mit Dennis Bugnowski
war ein weiterer LSVer bei einer Westdeutschen Meisterschaft aktiv.
ErDennis kämpfte in Holzwickede in der Altersklasse U17. Dort erreichte
er mit einem Sieg zwar „nur” den 9. Rang, seine Betreuerin Svenja
Ostwald war aber trotzdem zufrieden mit der gezeigten Einstellung.
westfälische rundschau lünen+++ 16.02.2010 Ganz souverän zum Titel +++(HA)
Riesenerfolg für den JC Holzwickede: Bei den Westdeutschen
Einzelmeisterschaften der Männer U 17 in Holzwickede gewann Jonas
Breier-Neteler die Goldmedaille und hat sich damit für die Deutsche
Meisterschaft qualifiziert. Trotz vierwöchiger Zwangspause wegen
eines hartnäckigen Virusinfekts ließ er von Beginn an keinen Zweifel
daran aufkommen, dass er in seinem letzten U 17-Jahr den Titel holen
wollte. In seinem ersten Kampf besiegte er Lukas Grönewald vom SSF
Bonn frühzeitig mit einem Haltegriff. Seinen zweiten Gegner, Torben
Gang vom TV Isselhorst, bezwang der Holzwickeder nach nur 12 Sekunden
mit einer gelungenen Wurftechnik (Uchi-mata). Die dritte Begegnung
gegen Pascal Pryzbyla vom SC DJK Everswinkel entschied Jonas wiederum
frühzeitig mit O-uchi-gari für sich. Das anschließende Halbfinale
gegen Max Kischel von der SU Witten-Annen gewann Breier-Neteler nach 18
Sekunden mit einem schönen Wurf (O-soto-gari). Nach diesem Sieg traf
er im Finale auf den Leverkusener Gerrit Frey. Auch in dieser Begegnung
setzte Jonas seinen Gegner von Beginn an unter Druck und holte sich mit
einem Haltegriff eine große Wertung, wobei ihm nur 2 Sekunden zum
vorzeitigen Sieg fehlten. Diese Führung behielt das heimische
Judotalent bis zum Ende, ohne auch nur einmal selbst in Bedrängnis zu
geraten und sicherte sich schließlich verdient den Westdeutschen
Meistertitel der U 17. Hiermit rechtfertigte er auch noch seine
Nominierung, ohne sich im Vorfeld für die Westdeutsche qualifiziert zu
haben. Der Landestrainer hatte ihn aufgrund seiner Erkrankung direkt
gesetzt. Trainer Daniel Möller war sehr zufrieden mit der Leistung
seines Schützlings und hofft auf eine gute Platzierung bei den
Deutschen Meisterschaften am Nürburgring in zwei Wochen. hellweger
anzeiger holzwickede+++ 15.02.2010 Duo von Senshu Hau fährt zur Deutschen Meisterschaft +++(NRZ)
Bedburg-Hau. Erfolgreicher hätte das Karnevalswochenende für den
Nachwuchs des Judovereins Senshu Hau kaum laufen können. Jennifer
Kramer und Maren Boramm sicherten sich bei den Westdeuschen
Meisterschaften jeweils das DM-Ticket. Erfolgreicher hätte das
Karnevalswochenende für den Nachwuchs des Judovereins Senshu Hau kaum
laufen können. Bei den Westdeutschen Meisterschaften der U 17 belegten
Jennifer Kramer und Maren Bormann in ihren Gewichtsklassen jeweils den
dritten Platz und schafften dadurch erstmals die Qualifikation für die
Deutschen Judo-Einzelmeisterschaften. Für Maren und Jennifer geht's
am 27. Februar zur DM an den Nürburgring. Als einziger Klub aus dem
Kreis Kleve ist Senshu Hau dann in der Ring-Arena vertreten. In der
Hilgenbaumhalle in Holzwickede gingen in Jennifer Kramers
Gewichtsklasse (bis 70 Kilogramm) insgesamt 16 Teilnehmer an den Start.
Ihren ersten Kampf verlor Jennifer. Es wurde im Doppel-K.o.-System
gekämpft, die Senshu-Kampfsportlerin musste in die Trostrunde. Mit zwei Siegen ins Halbfinale Dort
konnte Jennifer Kramer sich jedoch mit drei souveränen Siegen gegenüber
der Konkurrenz durchsetzen und doch noch Bronze erkämpfen. Maren
Bormann dagegen traf in ihrer Gewichtsklasse (bis 40 Kilogramm) auf
sieben weitere Teilnehmerinnen. Das Feld wurde in zwei Vierergruppen
aufgeteilt, gekämpft wurde im Modus „Jeder gegen jeden”. Dank zweier
Siege gelang Maren Bormann der Sprung ins Halbfinale. Dort musste sie
sich leider der späteren Siegerin Miriam Schneider (JC Hennef)
geschlagen geben, konnte sich aber immerhin über Bronze freuen. Jennifer und Maren bleiben nun zwei Wochen, um sich mit Trainer Uwe Laakmann auf die DM vorzubereiten. nrz bedburg-hau+++ 15.02.2010 Judoka Laura Karrengarn löst das DM-Ticket +++Von Hardy Jackson (RN)
MÜNSTER Bei den Westdeutschen U 20-Meisterschaften in Hiltrup gab es
für die meisten Lokalmatadoren nichts zu holen. Mit einer Ausnahme:
Laura Karrengarn vom TV Wolbeck glänzte in der Klasse bis 78 Kilogramm
und sicherte sich die Bronzemedaille. Die 18-Jährige vom TV Wolbeck
gewann drei Kämpfe und verlor nur einen – das Halbfinale gegen Kathi
Dziube (Bayer Leverkusen). „Da wäre auch mehr drin gewesen“, sagte
Karrengarn, war aber doch froh, „dass ich mein Hauptziel erreicht
habe.“ Eine Medaille, die zugleich auch die Qualifikation für die
Deutschen Meisterschaften, die Anfang März in Herne ausgetragen werden,
bedeutet. Im Vorjahr hatte sie diese mit einem fünften Rang noch knapp
verpasst.
Meer auf Platz fünf Auch der zweite Wolbecker
Teilnehmer, Philipp Meer, schlug sich in der Klasse bis 60 Kilogramm
gut – und landete auf Platz fünf. Für die sieben Starter vom
Ausrichterverein Judo-Gemeinschaft Münster war indes der siebte Rang,
den Alexander Baier und Malte Jansen jeweils erreichten, schon das
höchste der Gefühle. „Es lief nicht so optimal“, erklärte Baier. In
der 66-Kilo-Klasse lag der JG-Athlet in seinem dritten Kampf zunächst
in Führung, verschenkte dann aber aufgrund eines Fußfehlers den Sieg.
„Den hätte ich gewinnen müssen. Aber eine Medaille wäre in dieser
starken besetzten Klasse auch dann schwer zu erreichen gewesen“,
erklärte Baier. Für die anderen Münsteraner war schon früher
Schluss. „Sportlich ist es etwas unglücklich für uns gelaufen“,
analysierte die JG-Vorsitzende Gabi Reißberg, „dafür haben wir aber von
Peter Frese, dem Vorsitzenden des Deutschen Judo-Bundes, ein Lob für
die gute Organisation bekommen.“
Lob für Organisatoren Zum
vierten und vorerst letzten Mal hatte die JG Münster die Ausrichtung
der diesmal 230 Teilnehmer starken Meisterschaft übernommen. „Das ist
schon ein großer logistischer Aufwand. Da bin ich froh, dass jetzt
erstmal eine Pause ist“, erklärte Reißberg nach der Mammutveranstaltung
in der Sporthalle Hiltrup-Mitte. ruhr nachrichten münster+++ 15.02.2010 "Annen hat an mich geglaubt" - Benjamin Behrla im Interview +++Von Jürgen Koers (NRZ)
WITTEN In der Judo-Bundesliga kämpft der Olympia-Neunte Benjamin Behrla
(24) schon lange für die SU Annen. Jetzt geht er auch als Einzelkämpfer
weltweit für die SUA auf die Matte. Im Interview mit RN-Sportredakteur
Jürgen Koers spricht Behrla über Vertrauen, Charakter und die
Herausforderungen des Leistungssports.
Warum gehen Sie jetzt auch als Einzelstarter für die Sport-Union Annen auf die Matte?
Behrla:
Ich kämpfe ja schon seit sechs Jahren für Witten in der Bundesliga.
Nach Walheim war ich damals meinem Trainer Oliver Rychter gefolgt. Es
gab dann immer mal wieder Differenzen zwischen den Vereinen, die ja
auch Konkurrenten sind. Hier Einzel, da Mannschaft: Das wollte ich
beenden.
Was hat den Ausschlag für die SUA gegeben?
Behrla:
Die Annener haben mich schon als Junior angesprochen, sogar als ich
verletzt war. Keiner wusste, ob ich aus dem Schlamassel herauskomme. Da
hat die SUA mir das Vertrauen gegeben. Annen hat an mich geglaubt,
trotz Verletzung. Das ist nicht selbstverständlich. Und das vergesse
ich nicht.
SUA-Chef Matthias Kiehm beschreibt ihre Verpflichtung als entscheidendes Signal. Wie sehen Sie ihre Rolle?
Behrla:
Annen hat den Ruf, ein Team mit guten Charakteren zu sein. Als ich kam,
gab es noch andere Teamleader. Dann bin ich immer weiter aufgerückt in
der Hierarchie. Mit 24 Jahren eine Stütze zu sein, macht mich froh. Da
bekenne ich mich zu Annen.
Spielt der Abgang der vier Holler Judoka eine Rolle?
Behrla:
Wir haben harte Abgänge zu verzeichnen, das stimmt. Ich hatte ja auch
Angebote aus der ganzen Bundesliga. Die habe ich mir angehört. Aber
nur, um meinen Wert zu wissen. Wenn ich auch noch gegangen wäre, dann
wäre das Team auseinander gefallen. nrz witten+++ 15.02.2010 Rene Finke verpasst hauchdünn die Quali zur DM+++ (RN)
LÜNEN Rene Finke, Judo-Kämpfer des Lüner SV, verpasste in Münster nur
hauchdünn die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft der unter
20-Jährigen. Er wurde bei den Westdeutschen Titelkämpfen in der
Gewichtsklasse bis 90 kg Fünfter von 16 Teilnehmern. Beim
Entscheidungskampf konnte er wegen einer Verletzung nicht antreten. Zu
Beginn sah es gut aus: Zunächst schlug er den späteren Dritten aus
Brühl nach 1.37 min. mit einem Haltegriff. Anschließend besiegte der
Lüner einen Düsseldorfer ebenfalls mit einem Haltegriff nach 55
Sekunden, nachdem er ihn zuvor mit einem Schulterwurf gelegt hatte. Gegen Titelgewinner rausgeflogen Im
wichtigen Duell um den Einzug ins Finale unterlag er dann Mateusz Rycak
vom Bundesligisten SU Witten-Annen bereits nach 30 Sekunden durch einen
Konterwurf. Der Wittener holte später den Titel. Auch im Kampf um
den dritten Platz, der noch zur Teilnahme an der Deutschen
Meisterschaft berechtigt hätte, verlor er gegen einen Kölner nach 2.11
min. Dabei verletzte er sich an der Schulter. Durch Verletzung gestoppt Dies
stellte sich dann als großes Pech heraus, da er noch eine unerwartete
Chance erhielt: Der 17-jährige LSVer hätte gegen den zweiten Fünften
einen Entscheidungskampf machen können, da einer der Platzierten als
Ausländer nicht bei der nationalen Meisterschaft antreten darf. Diese
Chance konnte er verletzt nicht nutzen. Aber auch der fünfte Rang bei
einem Westdeutschen Championat ist ein großer Erfolg für Rene. Immerhin
war er einer der jüngsten Kämpfer und kann nach Meinung seines
Betreuers Lars Arnhölter in den nächsten Jahren die höchste deutsche
Ebene erreichen. Bugnowski Neunter Mit Dennis Bugnowski war ein
weiterer LSVer bei einer Westdeutschen Meisterschaft aktiv. Er kämpfte
in Holzwickede in der Altersklasse U 17. Dort erreichte er mit einem
Sieg zwar „nur“ den neunten Rang. Seine Betreuerin Svenja Ostwald war
aber trotzdem zufrieden mit seiner Einstellung. ruhr nachrichten lünen+++ 12.02.2010 Untergang in der Datenflut +++VON MICHAEL SCHULTE (WN)
Münster - Detlev Ströcker kann es nicht verstehen. Der Vorsitzende des
BSV Roxel ärgert sich über den Bürokratismus im Sport, bei dem
ehrenamtliche Mitarbeiter überfordert seien. Vor allem bei den
Mehrspartenclubs. So wie Roxel, da tummeln sich 1509 Mitglieder in zehn
verschiedenen Sportarten, plus Passive. Konkret geht es um die Erhebung
des Mitgliederbestandes zum Jahresanfang. Dann herrscht auf den
Geschäftsstellen der Sportvereine absoluter Hochbetrieb. Der
Landessportbund verlangt sein Recht, der Stadtsportbund auch, das
Sportamt ebenso. Dazu die einzelnen Fachverbände. Es geht um Zuschüsse
und Verbandsabgaben, da muss jede Zahl stimmen. Wie schön wäre es, wenn
es da nicht so viele verschiedene Kategorien gäbe. Alle Einrichtungen
vereint eines: sie haben ihre eigenen Anforderungen. „An jedem
Jahresanfang erschlagen einen die Daten“, stöhnt Claudia Reploh. Sie
sitzt als Teilzeitkraft beim BSV Roxel auf der Geschäftsstelle und
unterstützt ihren Mann, Geschäftsführer Michael Reploh. Kurz nach
Weihnachten ist es mit der Gemütlichkeit vorbei. Das merken auch ihre
beiden Kinder, der 15-jährige Benedikt und die 13-jährige Annika. Dann
geht es verstärkt in die Zahlen. Die aktuelle Mitgliederliste wird auf
Vordermann gebracht, jede Kündigung muss berücksichtigt werden, damit
der Bestand exakt stimmt. Mitte Januar will der Judoverband bereits das
Zahlenwerk jedes Vereins vorliegen haben, Der Landessportbund (LSB)
gewährt Frist bis Ende Februar. Der will die Mitgliederzahlen in den
verschiedenen Altersklassen. Der will aber auch, dass jeder Sportler
einem Verband zugeordnet wird. „Was mache ich mit Breitensportlern, was
mit der Koronarsportgruppe?“ Reploh ordnet nach bestem Wissen und
Gewissen einfach zu. Der Stadtsportbund möchte die gleichen Daten wie
der LSB, dazu eine Auflistung sämtlicher Sportangebote für jede
Altersklasse. Das Sportamt bekommt alles in Kopie. „Dann kümmere ich
mich um die Fußballer. Bei denen ist das besonders kompliziert.“
Claudia Reploh muss nicht nur melden, wie viele Aktive in welchen
Altersklassen spielen. Sie muss auch die Mannschaftsstärken auflisten,
die Leistungsklassenteams benennen und die Schiedsrichter (unterteilt
nach Altersgruppen) parat haben. Eine Sisyphusarbeit. „Einheitliche
Kategorien würden allen helfen“, sagt Ströcker und vermisst die
Zusammenarbeit der Verbände. „Statt dessen werden die Beiträge erhöht,
bei den Fußballern teilweise verdoppelt, nur der Service bleibt aus.“
Claudia Replohs Vorschlag: „Alle Daten, die wir dem LSB melden, sollten
von dort an die Fachverbände weitergegeben werden. Dann können die sich
die Rückfragen beim LSB ersparen, und die Vereine hätten Ruhe.“ „Das
machen wir seit Jahren. Spätestens Ende April haben alle Verbände die
Daten über Mitgliederbestände, die uns die Vereine melden. Dass jeder
Verband zusätzlich vom Verein seine speziellen Daten bekommen möchte,
können wir leider nicht ändern“, sagt Birgit Aberfeld vom
Landessportbund in Duisburg. „Da müssten sich die einzelnen
Sportverbände arrangieren.“ Aber da ist noch Fehlanzeige. Es geht
vorerst weiter mit den verschiedenen Kategorien, Datenwünschen und
natürlich Altersklassen, die die Arbeit auf jeder Geschäftsstelle nicht
einfacher machen. Vor allem die Sache mit den Altersklassen ist
schon sehr speziell. Ein 17-jähriger Sportler gehört im Hand- und
Fußball zur A-Jugend, in der Leichtathletik und im Volleyball zur
B-Jugend, im Judo zu den Männern U 20, im Tischtennis einfach zur
Jugend, im Turnen zur AK14/17 und im Tennis zur AK I. Das verstehe, wer
will. westfälische nachrichten +++ 12.02.2010 Jetzt ist Behrla ein
"Rundum-Annener" +++Von Oliver Schinkewitz Erststartrecht
wechselt von Aachen-Walheim zum Kälberweg. "Flagge zeigen für die SUA".
(WAZ) Kiehm freut sich über sportliches Aushängeschild Die letzten
Details sind geklärt, am Donnerstag kam endlich in schriftlicher Form
„grünes Licht”: Künftig wird Benjamin Behrla, Olympia-Neunter im Judo,
sein Erststartrecht für die Sport-Union Annen wahrnehmen.
„Ja,
es ist amtlich - wir freuen uns sehr darüber, dass Benny komplett zu
uns wechselt”, erklärte SUA-Manager Matthias Kiehm. Bislang startete
der 24-Jährige zwar in der Bundesliga für die Wittener, firmierte bei
großen Einzelturnieren jedoch immer als Aktiver des TSV Hertha Walheim.
„Das war ja auch nach außen hin schon schwer zu vermitteln, wenn ein
Sportler einem Verein angehört, aber für einen Konkurrenten in der
Bundesliga kämpft”, so Kiehm. Da es in Judo-Kreises bei
bevorstehenden Clubwechseln längst nicht so stressig und verbissen
zugeht wie im Fußball, ging der Wechsel des gebürtigen Emsdetteners,
der unlängst in Bayreuth deutscher Vizemeister wurde, auch recht
entspannt vonstatten. „Benny wollte mit diesem Wechsel auch Flagge für
unsere SU Annen zeigen und ein Signal nach außen setzen nach den ganzen
Abgängen”, ergänzt Kiehm. Bekanntlich waren zuletzt vier Annener Judoka
zurück zu ihrem Stammverein nach Holle gewechselt, um dort in der 2.
Liga zu kämpfen. „Aber Bennys Herz schlägt nun mal in erster Linie für
Witten - er ist ohnehin viel hier bei uns, wenn er nicht am Stützpunkt
in Köln trainiert”, sagt Kiehm.
Für die
Sport-Union Annen ist dieses Bekenntnis eines so hochkarätigen
Sportlers in Sachen Außendarstellung von enormer Bedeutung. „Ich denke,
dass man bei Olympia 2012 in London wieder mit Benny rechnen muss”,
hofft Kiehm auf den großen Wurf des 100-Kilo-Judokas. Ab der
Europameisterschaft in Wien (23. bis 25. April) beginnt die
knüppelharte Qualifikation fürs olympische Turnier 2012. waz witten
+++ 12.02.2010 Neunmal Gold eingesackt +++ Vom Oliver Schinkewitz U20-Junioren der SUA in Dortmund bei Bezirksmeisterschaft erfolgreich (WAZ)
Einer der ganz großen Gewinner bei der U 20-Bezirksmeisterschaft im
Judo war die Sport-Union Annen. Gleich 16 Medaillen nahmen die Wittener
aus Dortmund mit ins heimische Dojo, räumten neunmal Gold ab.
Dass
es bei der Sport-Union an Talenten nicht mangelt, hatten schon die
vorangegangenen Wettbewerbe der U 14- und U 17-Junioren gezeigt. Doch
nun waren die „ältesten” Nachwuchs-Judoka an der Reihe - und die ließen
sich auf der Matte nicht lumpen. Bei den Mädchen gab's viermal die
Goldmedaille, bei den Jungen sogar fünfmal. Es siegten: Katharina Beck
(-48 kg), Kyra Quast (-63 kg; Siegen; Teamstarterin bei der SUA),
Monika Rycak (-70 kg) und Rebecca Richter (+78 kg) sowie Kevin
Fiorentino (-60 kg), Benedikt Wagner (-73 kg), Julian Koch (-81 kg),
Marteus Rycak (-90 kg) und Michel Schmitt (-100 kg).
Auch
bei den weiteren Medaillenvergaben hatten die Kämpferinnen der
Sport-Union ihre Finger mit ihm Spiel. Silber gab es in Dortmund
jeweils für Ayse Sahin (-52 kg) und Rahel Krause (-70 kg; Teamstarterin
vom TuS Volmetal) sowie für Frederic Brenner (-66 kg), Daniel Sowa (-90
kg) und Marten Krauss (+100 kg). Diese fünf Judoka haben durch ihre
Platzierung ebenso ein Ticket für die Westdeutschen Meisterschaften am
Sonntag (ab 9 Uhr) in Münster ergattert wie die drittplatzierten Sven
Graus (-60 kg) und Steffen Opitz (-81 kg). Überdies gab es noch einen
siebten Platz für Sabrina Schmeichel (-63 kg).
Am Samstag findet in Holzwickede zudem die Westdeutsche U 17-Meisterschaft statt. waz witten
++ 11.02.2010 Adler-Nachwuchs zeigte Zähne
+++
Von Harald Jelonnek
(WAZ) Bottrop. Schon der
Name der Veranstaltung war für die Jugendlichen der DJK Adler 07 Bottrop auf
dem Programm. Beim bundesoffenen Judoturnier um den Crocodiles-Cup in Osnabrück
in den Altersklassen U 11 und U 14 zeigten die jungen Bottroper der starken
Konkurrenz die Zähne. .
Tim Stucki hatte drei Gegner in seiner Gewichtsgruppe
(27,9 bis 28,2 kg) und wurde von Kampf zu Kampf mutiger und bestimmender. Seine
Lieblingstechnik, der O-goshi, bescherten ihm drei vorzeitige Siege, und den
vierten Erfolg errang er durch starken Griffkampf und einen taktisch cleveren
Kampf, bei dem er seinem Gegner keine Chancen ließ.
Auch Jonas Sagurna, der eine Gewichtsklasse höher kämpfte
(31,2 bis 32,9 kg), musste insgesamt vier Kämpfe absolvieren. Mit Wurftechnik
und Haltegriffe entschied er die ersten drei Kämpfe schnell für sich. Dann traf
er auf ein en ganz erfahrenen Gegner. Zwar dominierte der Bottroper den Kampf,
überließ durch eine Unachtsamkeit seinem Gegenüber aber eine kleine Wertung,
die letztlich zum Sieg reichte. Für Jonas Sagurna sprang aber immerhin Platz
zwei heraus.
In der Altersklasse U 14 der Mädchen kämpften sehr starke
Judoka aus Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Niedersachsen und den Niederlanden um
die Punkte. Fabienne Fischer, die in der Klasse bis 57 kg in einem stark
besetzten Teilnehmerinnenfeld von 24 Mädchen antrat, gewann ihren ersten Kampf
durch Haltegriff und konnte das anschließende Halbfinale nach einer
Yuko-Führung letztlich im Bodenkampf für sich entscheiden. Im Finale traf sie auf
eine Niederländerin. Die Bottroperin kämpfte taktisch clever und ließ ihre
Gegnerin nicht zum Zuge kommen, so dass diese eine Bestrafung wegen Passivität
einstecken musste. Fünf Sekunden vor Schluss jedoch brachte eine Unachtsamkeit
Fabienne Fischer um den Sieg, doch sie konnte sich bei einem so großen
Wettkampf auch über Silber freuen. Letztlich zeigte sich auch Bezirkstrainerin
Joana Euwens zufrieden mit den gezeigten Leistungen ihrer Schützlinge. waz bottrop
+++ 10.02.2010 Olivia Steenbock verpasst knapp den
Finaleinzug +++
(RN)
SELM In Herne fanden die Judo-Bezirks-Einzel-Meisterschaften der U17,
sowie ein Turnier für die Altersklasse der U14 statt. Trotz der
schlechten Witterungsverhältnisse nahmen erstaunlich viele Judoka aus
dem Bezirk Arnsberg an diesem Turnier teil. In der Altersklasse der
U14 haben Jasmin Schröder, Aswin Thavanesan und Lukas Schröder durch
gute Kämpfe überzeugt, sind aber frühzeitig ausgeschieden. Olivia
Steenbock konnte den ersten Kampf in der Gewichtsklasse -44 kg durch
einen Armhebel und den zweiten Kampf durch einen Haltegriff überlegen
gewinnen. Anschließend stand sie im Kampf um den Einzug ins Finale.
Hier hat sie durch eine Unaufmerksamkeit im Armhebel verloren und wurde
somit Dritte. In der leichtesten Gewichtsklasse der Altersklasse U17
(-43kg) hatten sich gleich drei Selmer Judoka qualifiziert. Während
Johann Ott und Dennis Hohenhövel vorzeitig ausschieden, kämpfte sich
Basaran Tahan bis auf Rang sieben vor. Dabei musste er sich nur den
beiden Malewany-Brüdern, vom PSV Bochum geschlagen geben, die später
auf Platz 2 und 3 landeten. Tuschmann kämpft sich durch die Trostrunde Jan
Bendzko (-81kg/ 7.Platz), Christian Hirsch(-60kg), Maximilian Teltschik
(-60kg) und Christopher Schürmann (-66kg) sammelten in ihrem ersten
Jahr in der U17 neue Erfahrungen und mussten schnell feststellen, dass
es dort härter zugeht als zuvor. Überzeugend war hingegen die Leistung
von Alexander Tuschmann der in der Gewichtsklasse bis 66kg antrat. Nach
einem schnellen Sieg durch einen O-Soto-Gari, verlor er unglücklich
gegen den späteren Bezirksmeister und musste sich durch die Trostrunde
kämpfen. Mit zwei Siegen gelang es ihm bis ins kleine Finale
vorzurücken. Dort musste er trotz besserer Aktionen kurz vor Schluss
verletzungsbedingt aufgeben und wurde so nur Fünfter. Bei den
Mädchen starteten Wyona Wamprecht (-63kg) und Kristin Tuschmann
(Foto/-48kg). Wyona startete gut, konnte ihre Leistung leider nicht
aufrecht halten und wurde so nur Siebte. Kristin Tuschmann marschierte
souverän bis ins Finale, wo sie jedoch auf ihre Bezirkskader-Rivalin
traf und sich geschlagen geben musste. Am Ende blieb ihr ein guter
zweiter Platz. Somit hat sie sich in ihrem ersten Jahr in dieser
Altersklasse für die Westdeutschen-Meisterschaften am
Karnevals-Wochenende qualifiziert. ruhr nachrichten
+++ 09.02.2010 Lara
lässt nicht locker +++
(WN)
Telgte - Die Halle in Osnabrück ist gefüllt. Mehr als 500 Judoka
versuchen auf den Matten ihr Glück in ihren jeweiligen Gewichtsklasse.
Auf einer dieser Matten kämpft Lara Friedrich vom TV Friesen. Gerade
ist es ihr gelungen, ihre Gegnerin in einen Haltegriff zu nehmen. Am
Rand stehen ihrer mitgereisten Fans und feuern sie an. Nach langen 25
Sekunden hat sie es dann geschafft. Lara Friedrich hat das kleine
Finale in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm gewonnen und somit den
dritten Platz bei einem der höchsten Turniere im deutschen
Jugendbereich erreicht. Es war das erste Turnier in diesem Jahr für
die Telgterin und damit eine Standortbestimmung nach den Wochen harten
Trainings im Januar. In der voll besetzten Gewichtsklasse bis 48
Kilogramm fasste sie dennoch schnell Fuß. Im ersten Kampf dominierte
Friedrich nach Belieben und konnte schnell einen Ippon, einen vollen
Punkt, und somit das vorzeitige Ende des Kampfes erzielen. In der
nachfolgenden Begegnung hatte Friedrich ein schweres Los gezogen. Zwar
gelang es ihr mit einer Technik, eine mittlere Wertung (Yuko) zu
erzielen, doch ihrer Gegnerin nutzte die nachfolgende Bodensituation zu
ihrem Vorteil. Schnell fixierte die generische Kämpferin den Arm der
Telgterin und führte eine Hebeltechnik durch. „Sie wollte einfach
meinen Arm nicht loslassen“, beschrieb die Judosportlerin nach ihrem
Kampf die Situation. Trotz der verlorenen Begegnung gelang es
Friedrich, ihre Kräfte noch einmal zu mobilisieren. In der Trostrunde
arbeitete sie sich mit zwei weiteren gewonnen Auseinandersetzungen in
das kleine Finale vor. Dieses entschied die junge Kämpferin durch einen
Haltegriff für sich. „Es ist wirklich klasse, was Lara heute gezeigt
hat“, berichtet Trainerin Svenja Reißberg. Mit dem dritten Platz beim
„Croco“-Cup war es ein gelungener Einstand für die Telgterin ins
Wettkampfjahr. Einen guten Einstand gelang auch Fabian Friedrich,
Laras älterem Bruder, bei der Bezirkseinzelmeisterschaft der Männer U
20 in Hilturp. Trotz eines Trainingsrückstandes sicherte er sich den
vierten Platz in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm und damit die
Qualifikation zur Westdeutschen Einzelmeisterschaft, die am kommenden
Wochenende ebenfalls in Hiltrup stattfindet. Nach einem verlorenen
ersten Kampf in der Hauptrunde stand dem Telgter der lange Weg durch
die Trostrunde bevor. Dabei schaffte er es endlich wieder, seinen
Spezialwurf „Uchimata“ anzubringen. „Darauf habe ich in den
Trainingsstunden hingearbeitet“, erklärt der Telgter stolz. Nach drei
Siegen erkämpfte sich Friedrich die Teilnahme am kleinen Finale. Auch
wenn er sich in diesem geschlagen geben musste, blickte der Sportler
zufrieden auf den Wettkampf zurück: „Dass ich mit diesem
Trainingsrückstand hier einen vierten Platz erkämpfen konnte, war für
mich eine Überraschung.“ westfälische nachrichten
+++ 08.02.2010 Die kleinen Dinge +++
(WAZ) Der Dattelner Judoka Friedhelm Chmielewski und Horst Darmstädter erhalten das Bundesverdienstkreuz. Recklinghausen.
Am Sonntag saß Horst Darmstädter noch neben Trainer Klaus Täuber und
hoffte darauf, dass sein VfB Hüls gegen die SSVg. Velbert in der
NRW-Liga wichtige Punkte einfuhr. Das war das normale Tagesgeschäft für
den 72-Jährigen. Am Montag folgte Ungewöhnliches. Da saß er im großen
Sitzungssaal im Kreishaus in Recklinghausen. Dort wurde ihm das
Bundesverdienstkreuz verliehen. Auch der Gladbecker Thomas Brömmel,
geschäftsführender Gesellschafter der Völker Tiefbau GmbH in Gladbeck,
erhielt diese besondere Auszeichnung. Da Friedhelm Chmielewski,
„Vorarbeiter” für den Judosport in Datteln, das Trio komplett machte,
überwog der Sport wie Landrat Cay Süberkrüb, der im Namen des
Bundespräsidenten Horst Köhler die Verleihung durchführte, zurecht
anmerkte. „Man kann gar nicht oft genug sagen, wie wichtig das Ehrenamt
gerade im Sport ist und wie sehr gerade die kleinen Dinge immer wieder
zeigen, dass man das Richtige macht. Gerade im Ehrenamt.”
Fußballer
Darmstädter, der Macher bei den Fußballern des VfB Hüls, der vom VfB
bereits alle möglichen Ehrungen erhalten hat, erhielt diese
Auszeichnung, so der Ehrungstext, „für seine vorbildliche Einstellung
gegenüber hilfsbedürftigen, unheilbar kranken Personen, die sich seit
mehreren Jahren auf außergewöhnliche Weise zeigt”.
Judoka
Friedhelm Chmielewski (63) hat durch sein jahrzehntelanges Engagement
im Sport auszeichnungswürdige Verdienste erworben. Mit großem
Zeitaufwand widmete er sich dem Judo-Sport mit dem Schwerpunkt
Jugendarbeit in Datteln auf Landes-, auf Bundes- und internationaler
Ebene. Seit 1960 ist er Mitglied des Judo-Clubs in Datteln. Ab 1963
leitete er das Schüler- und Jugendtraining des Vereins. 1968 übernahm
er Aufgaben als Kreisjugendleiter und Landeskampfrichter, 1975 wurde er
Bezirksjugendleiter und stellvertretender Verbandsjugendleiter des
nordrhein-westfälischen Judoverbandes. Von 1982 bis 1999 war er
Verbandsjugendleiter und seit 1983 hat er das Amt des Vizepräsidenten
des nordrhein-westfälischen Judoverbandes (NWJV) inne. Bereits 1973
initiierte er die ersten zwei Bundesturniere und 1978 ein bundesoffenes
Schülerturnier in Datteln. Er schaffte es, dass in Datteln zwei
internationale deutsche Judomeisterschaften, eine deutsche
Meisterschaft, Westdeutsche Jugendmeisterschaften sowie bis 2002
bundesoffene Turniere mit weit über 10 000 jugendlichen Judokas
durchgeführt wurden. Ein weitere Höhepunkt seines Wirkens war, dass er
von 1980 bis 1998 im Rahmen von Jugendaustausch-Programmen Kinder und
Jugendliche aus Israel und Japan mit Jugendlichen seines Clubs
zusammenbrachte. waz vest
+++ 07.02.2010 Julius Gudera schafft die
Qualifikation +++ Julius
Gudera von der Polizei-Sportvereinigung Bochum qualifizierte sich auf
den Bezirksmeisterschaften in Dortmund als Vizemeister für die
Westdeutschen Einzelmeisterschften der U 20 in Münster.
Kevin
Kirschke und Julius Gudera starteten gemeinsam bis 73 kg. Nach einer
Auftaktniederlage schied Kevin Kirschke vorzeitig aus. Im Eiltempo
marschierte hingegen Julius Gudera ins Finale ein. In der Vorrunde
schlug er Simon Schürhoff aus Kamen mit einem Hüftwurf nach wenigen
Sekunden. Etwas länger dauerte es im Nachbarschaftskampf gegen Frederik
Werner vom DSC Wanne-Eickel.
Nach einem Uchi-mata (Schenkelwurf) beendete er aber den Viertelfinalkampf vorzeitig für sich. Auch das Halbfinale gegen Julian Körner aus Holzwickede entschied Julius Gudera vorzeitig mit seiner Spezialtechnik "Uchi-mata".
Im
Endkampf stand er Benedikt Wagner aus der Oberligamannschaft der SU
Witten-Annen gegenüber. Auch Wagner beendete alle seine drei Vorkämpfe
vorzeitig für sich. Gudera und der zwei Jahre ältere Wagner führten
einen Kampf auf einer Augenhöhe durch. Am Ende hatte Julius Gudera
zwei Strafen gegenüber einer Strafe für Wagner gegen sich und wurde so
Vizemeister. Die Vizemeisterschaft für Julius Gudera im ersten U 20
Jahr ist ein toller Erfolg für den jungen Polizeisportler. Nächstes
Wochenende fährt er zu den Westdeutschen Einzelmeisterschaften nach
Münster. Ebenfalls Vizemeister wurde sein Mannschaftskamerad
Jan-Phillip Bobeth bis 60 kg, der für seinen Heimatverein JC Dortmund
-West an den Start ging.
Auch die Bochumer Frauen konnten sich
über viele gute Plätze freuen. Gianna Lietz von Judoka Wattenscheid
wurde bis 48 kg Vizemeisterin.
3. Plätze gingen an: Linda Kuhweide bis 52 kg von Judoka Wattenscheid, Nadine Eckert bis 63 kg und Jasmin Dittmar bis 70 kg - beide Kentai Bochum. psv bochum
+++ 04.02.2010 Qualifikation geschafft+++
(NRZ) Moers. Alisa Maiva Commatteo vom KSV
Moers tritt bei westdeutscher Meisterschaft an. Alisa
Maiva Commatteo vom KSV Moers hat sich in der Klasse bis 78 Kilogramm
für die westdeutsche Meisterschaft der Frauen U 20 am 14. Februar in
Münster qualifiziert. Dies gelang ihr durch den Sieg bei den
Judo-Verbands/Bezirkseinzelmeisterschaften in Velbert. Dabei steigerte
sie sich gegenüber dem Vorjahr und bekam die Goldmedaille nach Siegen in
drei spannenden Kämpfen.
Im Finale traf Commatteo mit Ricarda
Ulankiewicz von Tbd. Osterfeld auf eine alte Bekannte. Beide standen
sich schon im vergangenen Jahr im Endkampf gegenüber. Beide lieferten
sich bis zur dritten Minute einen tollen Kampf, Alisa Commatteo konnte
aber ab der vierten Minute noch zulegen und erreichte mit einem
Schulterwurf (Morote-Seoi-Nage) erstmal eine Teilwertung. Sofort danach
folgte der nächste Angriff, hier konnte sie eine Innen-Sicheltechnik
(O-Uchi-Gari) anbringen, diese brachte ihr einen halben Punkt. Gegen
Ende der fünfminütigen Kampfzeit legte Commatteo noch ein Schüppchen
drauf, fixierte ihre Gegnerin am Boden mit einem Haltegriff
(Kesa-Gatame) so stark, so dass Ulankiewicz vorzeitig aufgeben musste.nrz moers
+++ 03.02.2010 Edelmetall in Hülle und Fülle für
die SU Annen +++
Von Oliver Schinkewitz (WAZ) Bei Bezirksmeisterschaften der U14 und U17 in Herne. Durchholz-Talent Katharina Ott scheitert im kleinen Finale
Für
die Nachwuchs-Judoka der SU Annen verlief die U 17-Bezirksmeisterschaft
überaus erfolgreich - gleich viermal gab's Rang eins. In der 44
kg-Klasse setzte sich Annens Sarah Kasper gegen ihre Konkurrentinnen
durch, in der Klasse bis 63 kg triumphierte Vanessa Brocksieper. Auch
Kristina Secertzis (-70 kg) und Philipp Krachtus (-73 kg) waren in
ihren Gewichtsklassen die Besten. Jeweils Zweite wurden Pascal
Grundmann (-50 kg) und Max Kischel (-81 kg). Über dritte Plätze freuten
sich Roman Goroff (-46 kg), Carina Thom (-52 kg), Arne Peters (-55 kg)
und Marcel Schmeichel (-60 kg).
Fünfte Plätze gab's obendrein für Maurice Brocksieper (-50 kg) und Nicole Arwanitopoulos (-70 kg).
Beim
U 14-Bezirksturnier räumte die SU Annen gleich fünfmal den ersten Platz
ab: Marcel Eberhardt, Jan Günther, Julia Friedrich, Sarah Mäkelburg und
Isabell Stark gewannen ihre Turniere, Florian Funke, Karl Schweppe,
Sara Kesmen und Franziska Kiefer jeweils Zweite wurden. Für den TV
Durchholz ging bei den U 17-Meisterschaften Katharina Ott auf die
Matte. Nach Siegen gegen Elena Scheele (Iserlohn) und Astrid Voigt
(Wichlingshofen) stand sie im Halbfinale Lisa Naeve (Hagen) gegenüber.
Da sie dem Griff ihrer ein Jahr älteren Gegnerin nichts
entgegenzusetzen hatte, unterlag sie vorzeitig. Auch im „kleinen
Finale” gegen Nadine Bobeth (Dortmund) zog sie den Kürzeren, verpasste
das Ticket zur westdeutschen Meisterschaft. waz witten
+++ 02.02.2010 DJK löst fünf Titel-Tickets +++ (RN)
STADTLOHN Fünf Nachwuchskämpfer aus dem Stadtlohner DJK-Judozentrum
haben in Dülmen die Fahrkarten zur Bezirksmeisterschaft gelöst. In
Dülmen-Weddern gingen gleich 23 Kampfsportler des DJK-Judoteams
Stadtlohn zum Start ins neue Wettkampfjahr auf die Matten. Bei den
Kreismeisterschaften für die Jugend U 17 wusste Oliver Paschert zu
überzeugen und landete auf Platz eins. Dominik Ostendorf - ohne Gegner
in seiner Gewichtsklasse - kämpfte jedoch einen Freundschaftskampf und
belegte ebenso Platz eins. Auch Julia Harmeling wurde kampflos
Kreismeisterin. Stephan Fischer verlor nur einen von vier Kämpfen
unglücklich und wurde somit Vizekreismeister. Patrick
Kestermann-Resing, der in der gleichen Gewichtsklasse startete,
erreichte nach zwei gewonnen undzwei verlorenen Kämpfen Rang drei. Punkte für Lache Im
Anschluss kämpften die Frauen und Männer aus dem Kreis um sich wichtige
Punkte für den Kreispokal. Für die DJK war nur Katharina Lache am
Start, die souverän alle Kämpfe vorzeitig beendete und Platz eins
belegte. Am zweitenWettkampftag ging es mit den Kämpfen der U
14-Jugend weiter. Ibrahim Batiev war an diesem Morgen nicht zu schlagen
und erreichte verdient Platz eins. Er wurde außerdem mit dem
"Technikerpokal" ausgezeichnet. Auch seine Vereinskollegen Jonas
Harmeling, Fabian Niehues, Niklas Paschert und Ronja Duesmann standen
ihm nichts nach, konnten auch alle Kämpfe für sich entscheiden und
landeten ebenfalls auf Rang eins. Arne Ohlsen, Jonas Simon; Phil
Tenostendarp, Bernd Fischer, Annalena Stapper und Milena Südhoff
mussten nur jeweils einen Kampf abgeben und erreichten verdient zweite
Plätze. Im Anschluss folgten die Kämpfe der U 20-Konkurrenz. Dabei
erreichten Arseni Kurmaz und Michael Lache nach überzeugenden Kämpfen
erste Plätze. Bernd Gericks musste sich nur seinem Vereinskollegen
Michael Lache geschlagen geben und landete auf Platz zwei - Tim Hölker
erreichte keine Platzierung. ruhrnachrichten stadtlohn+++ 01.02.2010 Belmann verschenkt Titel +++(WN)
Telgte - Moritz Belmann hat den Titel auf der
Bezirkseinzelmeisterschaft der Männer U 20 in Herford verschenkt. Der
Telgter, der seit Anfang des Jahres für den TSV Eintracht Bielefeld an
den Start geht, verlor zwei seiner drei Kämpfe durch eine
Disqualifikation. Dabei profitierten Belmanns Gegner von einer
Regeländerung Anfang des Jahres. Diese verbietet viele Techniken und
bestraft die Kämpfer schneller für einen inaktive Kampf. Trotz häufiger
Hinweise im Training und vor dem Wettkampf schaffte es der Emsstädter
nicht, sich an die neuen Regeln anzupassen. Nach einem guten Beginn
in den beiden Kämpfen, Belmann konnte sich jeweils mit einem Wazari
(halber Punkt) absetzen, regnete es Strafen, sogenannte Shidos.
Insgesamt vier Shidos in jedem Kampf bedeuteten die sofortige
Disqualifikation. Belmanns neuer Trainer Dirk Chudasch verstand die
Welt nicht mehr. „Er hatte den Sieg in der Hand und hat ihn zwei Mal
aus den Händen gegeben. Das sind Fehler, die uns nicht noch einmal
passieren dürfen“, sagte Chudasch. Auch der Judoka selbst war nach den
Kämpfen geknickt. „So schnell habe ich noch nie Strafen bekommen. Das
war wirklich ärgerlich.“ Trotz der verlorenen Kämpfe kam der Telgter
unterm Strich auf einen Podiumsplatz in der Gewichtsklasse bis 60
Kilogramm. Der Sieg im Kampf um den dritten Platz bedeutete die
Qualifikation zur westdeutschen Einzelmeisterschaft in Münster Mitte
Februar. Aber nicht nur in der U 20 gingen die Judoka auf die Matte.
Martin Kesting und Jaspar Halbey starteten auf der
Bezirkseinzelmeisterschaft der männlichen Jugend U 17 in Hiltrup. Dabei
mussten sich die beiden Friesen trotz guter Leistungen ihren Gegnern
geschlagen geben. Jaspar Halbey, der in der Gewichtsklasse bis 46
Kilogramm an den Start ging, gelang es immerhin, ein Mal die Matten als
Sieger zu verlassen. Nach einem verlorenen Kampf in der Hauptrunde
rappelte sich der Telgter in der Trostrunde wieder auf und bezwang
seinen Gegner frühzeitig mit einem Ippon (voller Punkt). Damit konnte
er um den dritten Platz mitmischen. Dort traf er wieder auf seinen
Gegner aus der Hauptrunde. Obwohl Halbey ihn kannte, gelang es ihm
nicht dieses Wissen zu seinem Vorteil auszunutzen. Er verlor und wurde
somit in der Endabrechnung Fünfter. Martin Kesting, der in der
Klasse bis 55 Kilogramm an den Start ging, scheiterte wie Halbey wegen
einer schweren Auslosung. Seinen ersten Kampf verlor er klar mit Ippon.
In der Trostrunde war es Kestings Ziel, ein Mal zu punkten. Schnell
erkämpfte er im folgenden Wettbewerb einen Wazari und lag in Front.
Doch kurz vor dem Ende des Kampfes gelang es dem Gegner, Kesting mit
einem Ippon zu besiegen. „Die Niederlage von Martin war überflüssig.
Aber beide haben das gezeigt, was sie bei diesem Starterfeld erreichen
konnten“, bilanzierte Trainerin Svenja Reißberg. westfälische
nachrichten telgte+++ 01.02.2010 Titelflut für den JC 66 +++Bei
den Bezirkseinzelmeisterschaften der männlichen und weiblichen U 17 und
U20 setzten sich die Judoka vom JC 66 Bottrop glänzend in Szene. Mit
insgesamt fünf Titeln kehrten die Schützlinge von Frank Urban aus
Münster zurück. Hinzu kommen noch vier zweite und ein dritter Platz.
Bei
der weiblichen U 17 sicherte sich Nicole Mosgoll ungefährdet den Titel
in der Klasse bis 63 kg. Jasmin Quill verwies im Finale der Klasse -48
kg ihre Vereinskollegin Lena Materzok auf Platz 2. Darleen Sturm konnte
sich in der leichtesten Gewichtsklasse (-40 kg) den Titel sichern. Lisa
Zywietz mit ihrer Bronzemedaille in der Klasse bis 70 kg und
JC-Neuzugang Saskia Wüst mit Platz sieben in der Klasse bis 57 kg
rundeten das gute Ergebnis der JC-Amazonen ab.
Auch bei den
Jungen setzen sich die Nachwuchskämpfer des Judobundesligisten glänzend
in Szene. In der Klasse bis 50 kg kam es zum erwarteten Finale der
beiden JC-Kämpfer Hamsat Iasev und Jan-Niklas Heming. Nach einem sehr
ausgeglichenen Finale entschieden sich die Kampfrichter für Hamsat
Isaev, der sich damit wie im Vorjahr den Titel sicherte. Für eine
Überraschung in dieser Gewichtsklasse sorgte der erst 13 jährige Marcel
Mühlen. Bei seinen ersten Meisterschaften in dieser Altersklasse
schaffte er direkt den Sprung aufs Treppchen. Die Bronzemedaille war
der verdiente Lohn für eine tolle kämpferische Leistung. Jan Tefett
(-66 kg) zeigte wieder einmal technisch hervorragendes Judo. Mit vier
vorzeitigen Siegen sicherte sich das Nachwuchstalent vom JC 66 souverän
den Titel. Patrick Mühlen (-55 kg) und Timo Wahlbrink (-66 kg)
beendeten das Turnier mit Platz sieben. Damit ist der JC 66 mit neun
Kämpfern und Kämpferinnen bei den Westdeutschen Meisterschaften, die in
vierzehn Tagen in Holzwickede stattfinden, vertreten. Ein tolles
Ergebnis für den JC 66, der damit nahtlos an die Erfolge des Vorjahres
anknüpft.
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