+++ 31.01.2010 PSV auch auf
Bezirk erfolgreich +++
Der Judonachwuchs der
Polizei-Sportvereinigung Bochum bleibt weiter auf Erfolgskurs. Gleich
vier von fünf Judokas der PSV Bochum schafften bei den diesjährigen
Bezirksmeisterschaften der U 17 männlich die Qualifikation zu den
Westdeutschen Meisterschaften in Holzwickede.
Wie bereits bei den
Kreismeisterschaften dominierten Jens und Tim Malewany die
Gewichtsklasse bis 43 kg.
Tim Malewany marschierte mit zwei
vorzeitigen Siegen ins Halbfinale. Dort traf er auf Thilo Siegling vom
Dortmunder BSV. Nach einer konzentrierten Leistung behielt er mit einer
großen Wertung die Oberhand und zog ins Finale ein. Dort traf er auf
Victor Krämer von Dortmund-Dorstfeld, gegen den sein Bruder Jens bereits
im Viertelfinale verlor.
Im Endkampf unterlag Tim Malewany wie sein
Bruder dem Dortmunder Krämer.
Jens Malewany setzte sich in der
Trostrunde mit drei gewonnen Kämpfen durch und holte somit die
Bronzemedaille.
Auch in der Gewichtsklasse bis 60 kg hatte die
PSV Bochum gleich zwei Judokas im Rennen.
Milan Erdmann und Alexander
Sikorski verloren in der Vorrunde sowie im Halbfinale jeweils gegen den
späteren Bezirksmeister Philipp Schütte aus Holzwickede. Über die
Trostrunde kämpfte sich Milan Erdmann ins kleine Finale gegen seinen
Vereinskameraden Alexander Sikorski. Wie bereits bei den
Kreismeisterschaften gewann Milan Erdmann das interne Vereinsduell und
qualifizierte sich als Dritter ebenfalls für die Westdeutschen
Meisterschaften.
Als Kreismeister ging in der Gewichtsklasse bis
66 kg Sven Malewany an den Start. Trotz Lospech ging er konzentriert auf
die Matte und gewann in überlegener Manier seine vier Vorrundenkämpfe
vorzeitig. Das Finale war die Neuauflage des Kreisfinales. Hier traf er
auf Philipp Schlag von Judoka Wattenscheid. In einem sehr
abwechslungsreichem Endkampf gewann Schlag knapp mit einer Yuko-Wertung
gegen Sven Malewany. In der gleichen Gewichtsklasse belegte wie bereits
bei den Kreismeisterschaften Marco Pohl von Samurai Bochum den 3. Platz.
Zwei
Vizemeister und zwei Dritte sind seit Jahren eine der besten Bilanzen
für den U 17 Nachwuchs der Polizei-Sportvereinigung Bochum. Trainer
Jürgen Wagner fährt nun mit allen vier Platzierten zu den Westdeutschen
Meisterschaften in Holzwickede.
Die Judokas konnten sich aber
auch über weitere gute Platzierungen der Bochumer U 17 männlich freuen:
1.
Platz - Vadim Sherba - Kentai Bochum bis 81 kg 2. Platz - Pascale
Grundmann - SU Annen bis 50 kg 3. Platz - Georg Beckmann - Kentai
Bochum, Marco Adumczuk - 1. JJJC Bochum beide bis 73 kg. psv bochum
+++ 30.01.2010 Botschafter des deutschen Sports
+++
VON ROLAND GREIFE(WN)
Telgte - Er hat noch nie in seinem Leben auf Skiern gestanden und auch
sonst mit Wintersport eigentlich nichts am Hut. Und trotzdem gehört
Moritz Belmann zur erweiterten Olympiamannschaft für Vancouver. Der
18-jährige Abiturient nimmt vom 11. bis 26. Februar am Jugendlager in
der kanadischen Metropole teil, zu dem er von der Deutschen Olympischen
Akademie und der Deutschen Sportjugend eingeladen wurde.
45
junge Leute zwischen 17 und 19 Jahren bilden die Gruppe. Sechs von ihnen
erhielten eine Art „Wildcard“. Diese Plätze wurden für Jugendliche frei
gehalten, die sich im Sport besonders engagieren. Moritz Belmann gehört
dazu. Der Judoka ist Jugendsprecher des NRW-Landesverbandes, zählt zum
Sprecherteam der Landessportjugend und ist in gleicher Funktion beim
Deutschen Judoverband aktiv. Er moderiert Tagungen, besucht Seminare und
ist dafür manches Wochenende unterwegs. Meist bringt er freitags dann
schon seinen Koffer mit zur Schule, um nach Unterrichtsschluss gleich
durchzustarten.
Und wie die Athleten selbst, wurde auch Moritz
Belmann für Olympia in Vancouver eingekleidet. Trainingsanzug, Tasche,
Schuhe, Winterjacke - das Komplettpaket eben. Bei der Einkleidung in
München hat der Gymnasiast auch erstmals seine „Olympiapaten“ getroffen,
Rosi Mittermaier und Christian Neureuther. „Das war schon cool, die
beiden kennenzulernen“, erzählt Belmann. Bei einem Ausflug zur
Olympia-Schanze in Garmisch habe er Mittermaier gesagt, dass er nicht
Ski fahren könne. „Dafür haben wir ja zwei Wochen Zeit“, habe sie
schmunzelnd geantwortet.
Das Jugendlager wird in Pemberton
untergebracht sein, einem Ort in der Nähe von Whistler, wo die
olympischen Skiwettbewerbe ausgetragen werden. Natürlich werden sich die
jungen Leute aus Deutschland Entscheidungen ansehen. „Wir haben Karten
für sieben Veranstaltungen“, erzählt Belmann.
Aber die
Jugendlichen sind weit mehr als einfache Olympiatouristen. „Wir sollen
Botschafter sein für den deutschen Sport und für die Olympia-Bewerbung
Münchens im Jahr 2018.“ Er habe deshalb in den vergangenen Wochen viel
über die olympische Idee nachgelesen und auch über die Bewerbung der
bayrischen Landeshauptstadt. Den Teilnehmern des Jugendlagers, die auch
Zugang zum Olympischen Dorf haben, sei zu diesen Themen viel Material an
die Hand gegeben worden. „Die Vorfreude ist riesig“, fiebert der
Schüler der Abreise bereits entgegen. Für ihn ist es schon die zweite
Olympiade, die er live miterlebt. 2008 war er in Peking dabei.
Moritz
Belmann, der inzwischen für den TSVE 1890 Bielefeld (Einzel) und den 1.
JJJC Dortmund (Mannschaft) auf die Judomatte geht, muss für seinen
Olympia-Aufenthalt vom Gymnasium St. Mauritz beurlaubt werden.
Schulbücher will er auf jeden Fall mitnehmen nach Kanada. Denn nach
seiner Rückkehr bleibt ihm nur das Wochenende, um den Jetlag aus den
Knochen zu bekommen, weil am Montag drauf im Fach Geschichte bereits die
erste Vorklausur fürs Abitur ansteht. westfälische nachrichten telgte
+++ 28.01.2010 Marcel Lauer überrascht +++
Bei
einem Turnier in Belgien in der U 20.
(NRZ) Nach der Teilnahme an
den deutschen Einzelmeisterschaften im vergangenen Jahr startet der
junge Marcel Lauer vom Judo-Team Holten jetzt richtig durch. Beim
internationalen Antwerpen Open ging er zum ersten Mal in der Alterklasse
U20 an den Start. In der Gewichtsklasse über 100 kg musste er sich mit
zum Teil zwei Jahre älteren Kämpfern messen. Bis zum Finaleinzug setzte
er sich hier trotzdem durch und belegte den hervorragenden zweiten
Platz.
Bei den Kreiseinzelmeisterschaften für die Altersklasse U17
konnten sich Jens Gnaudschun (-46 kg, 3.Platz), Jan-Hendrik Scheuer (-46
kg, 2.Platz), Tristan Auwelaers (-55 kg, 3.Platz), Daniel Ginzburg (-66
kg, 1. Platz), Annika Grübel (-70 kg, 2. Platz), Chris Koppers (-55 kg,
2. Platz) und Stephan Sommer (-60 kg, 1. Platz) für die
Bezirkseinzelmeisterschaften Samstag in Velbert qualifizieren.
Bei
einem Kreisturnier für die Altersklassen U11 und U14 konnten sich
folgende Judoka des Judo-Team einen Platz auf dem Treppchen erkämpfen.
Leonie Czogalla (-38 kg), Kyra Najdowski (-30 kg), Cedric Stahl (-31 kg)
und Nils Gnaudschun (-55 kg) belegten erste Plätze. Cedric Siebert (-43
kg) wurde Zweiter. Selina Hasnik (-33,5), Alexa Kala (-28 kg), Alessio
Lain, Maximilian Borys und Can Murat Inam wurden jeweils Dritte. nrz
oberhausen
+++ 27.01.2010
Turniersieg für Nicole Mosgoll in
Belgien +++
Am vergangenen Wochenende nahmen vier
Judoka des JC 66 Bottrop an einem international Turnier in Antwerpen
teil.
Nicole Mosgoll sicherte sich
nach vier Kämpfen die Goldmedaille in 63-Kilogramm Klasse. Bis 66
Kilogramm wurde Jan Tefett erst im Halbfinale gestoppt. Anschließend
lieferte er sich ein spannendes Duell um die Bronzemedaille mit seinem
belgischen Kontrahenten das er am Ende für sich entscheiden konnte.
Jan-Niklas
Heming und Hamsat Isaev starteten in der Gewichtsklasse bis 50
Kilogramm. Nach einem Auftaktsieg, musste sich Hamsat in seiner
Zweitbegegnung dem späteren Turniersieger geschlagen geben. In der
Trostrunde siegte Hamsat noch zwei Mal, bevor im Einzug in das kleine
Finale seinem Gegner nur knapp unterlag und das Turnier mit Platz sieben
beendete.
Jan-Niklas Heming startete im unteren Pool mit einem
Blitzsieg und dominierte auch in den beiden folgenden Kämpfen. Erst im
Finale musste er sich seinem Kontrahenten aus Österreich geschlagen
geben. „Das war ein gutes Vorbereitungsturnier auf die anstehenden
Einzelmeisterschaften, ich bin mit den gezeigten Leistungen zufrieden,“
kommentierte JC-Trainer Christoph Paris das Abschneiden der JC-Judoka.
jc 66 bottrop
+++
27.01.2010 Qualifikation locker geschafft +++
Von Nils
Balke
(NRZ) Voerde. Beim ersten Höhepunkt der Judosaison 2010, den
U17-Kreiseinzelmeisterschaften in Voerde, qualifizierten sich alle sechs
Friedrichsfelder für die nächste Runde auf Bezirksebene in Velbert.
Unter dem Strich standen fünf Kreismeistertitel.
Frank Gerpheide
saß hinter dem Tisch der Wettkampfleitung, hatte seine Unterlagen
sorgfältig vor sich ausgebreitet und ein offenes Ohr für so ziemlich
alle Fragen und Anliegen, mit denen sich die Leute an ihn wendeten. Es
schien fast so, als gäbe es kaum etwas, das den Pressewart der
Friedrichsfelder Judo-Abteilung noch hätte aus der Ruhe bringen können,
nachdem die erste Hürde bei den Kreiseinzelmeisterschaften kollektiv
gemeistert worden war, sich also alle sechs angetretenen U17-Judoka der
gastgebenden SV 08/29 mit fünf Kreismeistertiteln und einem zweiten
Platz in der Halle am Voerder Schulzentrum-Nord für die
Bezirksmeisterschaften qualifiziert hatten.
„Alle haben die
Qualifikation souverän und locker geschafft", bilanzierte Gerpheide, der
sich besonders für Finn Frederic Bittscheidt (-43 kg) und André
Ridderskamp (-60 kg) freute, die erstmals in der höheren Altersklasse
auf der Matte standen und deren U17-Debüt mit dem jeweils ersten Platz
nicht besser hätten verlaufen können.
Eine Einschätzung zu ihren
Chancen in Velbert, wo am kommenden Wochenende die
Bezirksmeisterschaften ausgetragen werden, wollte Gerpheide nicht
abgeben. Für ihn steht aber fest: „Eine Teilnahme an den Westdeutschen
Meisterschaften wäre für die beiden ein sehr großer Erfolg, eine spätere
Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften eine Sensation."
In
Velbert wollen nun auch Thilo Titze (-50 kg), Jörn Lohmann (-90 kg) und
Jenny Klaus (-48 kg), die ebenfalls ungefährdet Platz eins belegten,
ihre Chance nutzen. Friedrichsfelds Viviane Kraus (-63 kg) –
verletzungsbedingt auf dem zweiten Rang gelandet – hofft nun, dass sie
ohne ernsthaftere Beschwerden an den Wettkämpfen auf Bezirksebene
teilnehmen kann, bei denen auch die Friedrichsfelder Oberliga-Judoka
Hendrik Lohmann und Jeffrey Kramer in der Altersklasse U20 eine
Fahrkarte zu den Westdeutschen Meisterschaften ergattern wollen.
Lars
Broßehl holte direkt Platz eins
Beim Judo-Kreispokalturnier für
die U11- und U14 Jugend, sowie für den Seniorenbereich, ausgerichtet von
der Judoabteilung der SV 08/29 Friedrichsfeld, erreichte der Gastgeber
in der Vereinswertung keine Platzierung, aber es gab gute
Einzelplatzierungen.
Bei der U11 holte Lars Broßehl bei seiner
ersten Turnierteilnahme direkt den ersten Platz, und Vivian Schmitz
landete auf Platz zwei. Einen zweiten Platz erreichte bei der U14 Sandro
Webers. Dritte Plätze gabes für Mattis Hülsermann und Bennet
Bittscheidt. Andre Schmitz wurde Fünfter.
Daneben ehrte die
Kreisjugenleitung noch die Jahrgangsbesten der Rangliste des Kreises
Kleve. Hier durften Ruben Wojnowksi (1. in der U17) und Finn Bittscheidt
(1. in der U 14) zwei Sonderpokale entgegennehmen.
Abgerundet
wurde das Turnier in Friedrichsfeld mit den Kämpfen der Senioren, die in
zwei Klassen bis 66 kg und + 66 kg antraten. Bis 66 kg belegten drei
08/29 Judokas die ersten drei Plätze, in der Reihenfolge Marius Rühl,
Benjamin Schmidt und Phil Rehmann. Über 66 kg siegte Hendrik Lohmann,
Dritter wurde Christian Bordin, Fünfter Ruben Wojnowski. nrz dinslaken
+++ 26.01.2010 „Olympia wäre schön“ +++
SU
Annens Judoka und Deutsche-Vizemeisterin Miriam Dunkel
Von
Jürgen Koers
(RN) WITTEN Zwischen Podestplatz und Schulbank lag nur
ein halber Tag. Eben noch in Bayreuth die Silbermedaille bei der
Deutschen Einzelmeisterschaft im Judo abgeräumt, sitzt Miriam Dunkel
(17) am Montagmorgen schon im Sportinternat in Köln im Unterricht. Im
Interview mit RN-Redakteur Jürgen Koers spricht sie über ihre
Doppelbelastung, ihren Ärger über Platz zwei und das gute Gefühl, das in
ihr steckt.
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Im Finale der
Deutschen Judo-Meisterschaft war SU Annens Miriam Dunkel (r.) zunächst
obenauf, holte dann gegen Laura Vagas-Koch "nur" Silber.
Foto:
Bilderdienstbonn.de
Hattest Du Zeit zum Feiern nach der Deutschen
Vize-Meisterschaft?
Dunkel: Nein, leider nicht. Ich musste sofort
wieder zurück zur Schule und zum Training.
Wie packst du diese
Doppelbelastung mit Unterricht und Leistungssport?
Dunkel: Ach, das
geht. Na klar geht das. Muss ja auch. Wobei: Manchmal ist es auch sehr
anstrengend. Aber auch noch machbar.
Hilft dir da der Ehrgeiz?
Dunkel:
Im Sport bin ich ehrgeizig, das stimmt. In der Schule allerdings nicht
so. Es reicht für den guten Durchschnitt. Damit bin ich insgesamt ganz
zufrieden.
Zurück zum Judo: Wie hast du diese Deutsche
Meisterschaft erlebt? Hast du so einen Erfolg erwartet?
Dunkel: Ich
war selber überrascht. Eine solche Platzierung hatte ich ehrlich gesagt
gar nicht erwartet.
Und dann standst du plötzlich im Finale.
Dunkel:
Dann war ich auch plötzlich sehr aufgeregt, bin aber trotzdem in
Führung gegangen. Und dann leider blöd hingefallen und im Haltegriff
meiner Gegnerin gelandet.
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Frauen:
Miriam Dunkel ist Deutsche Vize-Meisterin
Männer: Behrla holt
Silber - Bronze für Breitbarth
Vorbericht: Elf Annener kämpfen
bei der DM
Link: Zur Homepage der SUA Witten
Link:
Aktuelles vom Judo-Bund
Schmerzt die Niederlage?
Dunkel: Ich
ärgere mich schon, aber es ist nicht mehr zu ändern. Laura Vagas-Koch
gehört zwar zu den Besseren in Deutschland, aber nicht zur absoluten
Spitze. In den Kämpfen vorher hatte ich vermeintlich stärkere
Gegnerinnen bezwungen. Wobei ich auch sagen muss: Mit Kerstin Thiele hat
die beste deutsche Frau in der 70 kg-Klasse gar nicht gekämpft.
Was
nimmst du mit von dieser DM?
Dunkel: Es ist eine Erfahrung. Ein
zweiter Platz bei einem großen Turnier. Mehr aber auch nicht.
Was
ist der nächste Höhepunkt?
Dunkel: Ich würde ganz gerne zur
Europameisterschaft der U 20 fahren. Die ist im September in Bulgarien.
Ich hoffe, ich kann mich qualifizieren.
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Mittendrin
bei Deutschlands besten Judoka bis 70kg: Miriam Dunkel (l.) von der SU
Annen.
Foto: Bilderdienstbonn.de
2012 wärst du 19 Jahre alt. Ist
Olympia in London ein Thema?
Dunkel: Mal gucken, wie es läuft. Ich
plane gar nicht so weit voraus. Aber irgendwann mal bei Olympischen
Spielen dabei zu sein, das wäre schön. Wie gesagt: Gucken, was kommt.
Die
Bundesliga liegt da deutlich näher.
Dunkel: Da hoffe ich, dass ich
ein paar Kämpfe für die SUA machen darf in der nächsten Saison.
In
Witten trainieren mehrere talentierte Judoka. Bist du denen ein
Vorbild, weil du den Sprung schon schaffst?
Dunkel: Das weiß ich
nicht. Da haben wir auch nie drüber geredet.
Was macht dich so
stark?
Dunkel: Schwer zu sagen.
Was sagen denn die Trainer?
Dunkel:
Die sagen dann, dass ich ein gutes Gefühl für Judo habe.
ruhrnachrichten witten
+++
26.01.2010 PSV holt 3 x Gold +++
Die Mädchen der Polizei-Sportvereinigung Bochum holten
beim heimischen Kreisturnier der U 14
gleich dreimal Gold und waren somit der erfolgreichste Verein bei
den
weiblichen Teilnehmern.
Den Auftakt machte Lea Föbus bis 33 kg. Sie verlor nur
einen Kampf und wurde mit zwei blitzschnellen Siegen Zweite.
Besser lief es für Hannah Buschman bis 36 kg. Im Finale
blieb sie siegreich und holte das erste Gold für die PSV.
Pech hatte Michelle Bazynski bis 40 kg. Als fünfte
verpasste sie nur knapp das Treppchen.
Im Eiltempo wurde in der Gewichtsklasse bis 48 kg
Isabelle Sandvoß Turniersiegerin. Einen
Achtungserfolg erreichte bei ihrem ersten U 14 Turnier Naomi Schwarz.
Sie
belegte gleich den dritten Platz.
Den Goldreigen komplettierte bis 63 kg Jennifer Graw. Mit
zwei schnellen Kämpfen im Sekundentakt holte sie überlegen dei
Goldmedaille.
Die Jungen holten zwar kein Gold nach Bochum, konnten
aber mit drei Silbermedaillen überzeugen.
Alexander Zaikin verlor bis 46 kg den Endkampf gegen
Gieselmann aus Hattingen. Nur ganz knapp verlor bis 50 kg Jan Niklas
Schwarz
den Endkampf gegen Marcel Eberhardt von der SU Annen. Erst in der
Verlängerung
wurde er aus dem Gleichgewicht gebracht, was seinem Gegner nach Meinung
der
Kampfrichter die siegbringende Yukowertung bescherte. Alle guten Dinge
sind
drei dachte sich Lukas Fritz bis 55 kg und holte hier die dritte
Silbermedaille
für die PSV Bochum.
Dominik Besche erreichte bis 43 kg den 5. und Jens
Caspari den 7. Platz. Ebenfalls den 7.
Platz erreichte René-Maximilian Peltz bis 37 kg.
+++ 26.01.2010 Selbstverteidigung für
Senioren:Gegen das Kuschen +++Von Svenja Hanusch
(WAZ)
Bei der Selbstverteidigung lernen Senioren, den richtigen Ton zu
treffen, Körpersprache und Abwehrgriffe.
„Ich bin kein Opfer! Ich
kann mich wehren!” Renate Knappe (64) hat ihr Selbstbewusstsein kräftig
aufgetankt. Kniffe und Tricks gelernt. Im Handumdrehen wehrt sie
Ehemann Horst (67) ab, der ihr ordentlich an die Gurgel geht. Einen
Ehestreit haben sie nicht. Ganz im Gegenteil: Die Knappes machen mit bei
der Selbstverteidigung für Senioren.
Das Angebot des
Senioren-Büros läuft seit Oktober vergangenen Jahres in den Räumen des
Deutschen Roten Kreuzes an der Talstraße. Zwölfmal trafen sich die 20
Teilnehmer bereits. Zwölfmal lernten sie in Rollenspielen, wie sie mit
Angriffen verbaler und körperlicher Art richtig umgehen.
Schließlich
ist die Angst vor Übergriffen wie dem in der Münchener U-Bahn, bei dem
Jugendliche im Dezember 2007 einen Rentner fast zu Tode prügelten, enorm
gewachsen. „Manche Teilnehmer haben selbst Erfahrungen gemacht, haben
Angst im Dunkeln mit der Straßenbahn zu fahren”, erklärt Jürgen
Siepermann vom Fachbereich Soziales der Stadt. Der Pflegeberater weiß
aber auch: „Es sind oft subjektive Ängste, die da stattfinden. Wir
erstellen mit den Teilnehmern ein Konzept, wie sie sich mit einer
Not-Situation am besten auseinandersetzen.”
Judo-Trainer Manfred
Suppa erklärt:
Regel Nummer 1: Nicht einmischen. Im Fall der
U-Bahn-Attacke ging der Rentner rauchende Jugendliche an. Ein Fehler?
„Ich sollte nur dann Vorhaltungen machen, wenn ich die Situation unter
Kontrolle habe”, sagt dazu Manfred Suppa. Abwägen ist angesagt. „Was ist
mir die Kritik wert? Die Zigarette stinkt, aber habe ich überhaupt die
Möglichkeiten, mich durchzusetzen?”, gibt der Profi zu bedenken.
Regel
Nummer 2: Freundlich bleiben. „Keine Befehle, keine Beleidigungen”,
empfiehlt Manfred Suppa. „Nicht provozieren. Alles vermeiden, was mich
in eine Opferrolle bringt.” Wer sich dennoch einmischt, riskiert einen
Angriff. Der 58-Jährige erklärt, wie der erfolgreich abzuwehren ist.
Marlies Hartmann (66) packt Gabi Bärthel fest ums Handgelenk. Die
67-Jährige dreht sich geschickt heraus, ist in Bruchteilen von Sekunden
frei. „Ich bin sicherer geworden, weiß mich zu wehren”, sagt Gabi
Bärthel. Ein kräftiger Tritt auf den Fuß – kein Problem für die
Seniorin. Auch nicht die richtige Körpersprache, „Schultern zurück,
Brust raus.” Marlies Hartmann ergänzt: „Nicht weggucken, Blickkontakt
suchen. Ich kusche nicht.”
Kuschen will auch Wolfgang Wortmann
nicht. Der 63-Jährige ist Fußball-Abteilungsleiter der SG Welper. „Auch
im Amateur-Bereich hat man's mit Chaoten wie in der Bundesliga zu
schaffen”, so Wortmann. „Penner” sei noch eine der harmlosesten
Beleidigungen, der Rest nicht zitierfähig. Nach einer Flasche Bier zu
viel wären Pöbeleien an der Tagesordnung. Den richtigen Ton zu finden,
sei manchmal nicht leicht. Wortmann findet ihn. „Meist merken die
Jugendlichen dann, dass ich ein Mensch bin wie sie auch und ihnen nichts
will.”
Dennoch gibt er zu bedenken: Die Zeiten haben sich
geändert. „In meiner Jugend hatte man Respekt vor dem Alter. Prügeleien
gab es zwar auch. Aber wenn einer auf dem Boden lag, war Schluss. Heute
wird dann erst richtig zugetreten.”
Folge-Kursus
Der
Kursus „Selbstverteidigung für Senioren” sei der einzige seiner Art im
Umkreis, sagt Pflegeberater Jürgen Siepermann. Da er von Rentnern aus
Hattingen und Sprockhövel sehr gut angenommen wurde, wird es einen
weiteren geben. Der finde wohl ab dem Frühjahr statt, sofern er eine
Sporthalle dafür auftreiben könne. Die Suche nach geeigneten Räumen
gestalte sich schwierig. 45 Interessenten stünden bereits auf der Liste;
wer Interesse hat, meldet sich unter Tel. 204 5511. Die Teilnahme ist
kostenlos. waz hattingen+++ 25.01.2010
Hildebrand ist der Beste +++(NRZ) Aaron Hildebrand
vom PSV Duisburg holt sich bei den nationalen Titelkämpfen in Bayreuth
die Goldmedaille.
Die Erfahrung war nicht neu für Judoka Aaron
Hildebrand und irgendwie war doch alles anders. Erfolge hatte der
Duisburger in seiner bisherigen Laufbahn bereits gefeiert. Erst im
vergangenen Oktober kam er bei den Junioren-Weltmeisterschaften auf
einen fünften Platz. Eine Deutsche Meisterschaft war da für den
19-Jährigen kein Grund zur Nervosität. Oder doch? Denn für Aaron
Hildebrand waren die Deutschen Judo-Einzelmeisterschaften in Bayreuth
die ersten nationalen Titelkämpfe im Seniorenbereich.
Anmerken
ließ sich der 19-Jährige aber nichts und am Ende stand der Kämpfer vom
PSV Duisburg sogar ganz oben auf dem Treppchen. Aaron Hildebrand
erkämpfte sich die Goldmedaille. Den Wettkampf in der Oberfrankenhalle
in Bayreuth begann er mit einem souveränen Ippon-Sieg gegen den
Osnabrücker Alexander Bannikow. Besonders im Bodenkampf setzte er die
Akzente und ließ so auch seinem zweiten Gegner Maksym Chykurda aus
Kronshagen keine Chance. Im Halbfinale stand er dem deutschen
Vizemeister des letzten Jahres Robert Dumke aus Berlin gegenüber. Hoch
konzentriert nutzte er eine Angriffsaktion seines Kontrahenten zum
Konter aus und beendete damit auch diesen Kampf vorzeitig.
Der
Finalkampf verlief ausgeglichen. Aaron Hildebrand setzte Florian
Germroth jedoch stark unter Druck, sodass dieser am Ende mit drei
Bestrafungen hinten lag. Der erste Gewinn eines deutschen Meistertitels
für einen Judoka vom PSV Duisburg im Männerbereich war perfekt. nrz
duisburg+++ 25.01.2010 JC66-Judoka
Sina Felske holt Bronze bei der Deutschen Meisterschaft +++Titel
für Bundesligakämpfer Kalala Ngoy
Mit einem tollen Ergebnis
kehrten die Judoka vom JC 66 Bottrop von den Deutschen Meisterschaften
der Männer und Frauen aus Bayreuth zurück. Insgesamt gab es einmal Gold,
einmal Bronze und drei fünfte Plätze.
In der Klasse bis 57 kg gingen
mit Sina Felske und Rike Ruhwinkel zwei JC-Kämpferinnen an den Start.
Rike Ruhwinkel schied nach einer unnötigen Niederlage in der ersten
Runde aus dem Turnier aus. Sina Felske traf nach einem Freilos in Runde
eins auf Miriam Garmatter aus Niedersachsen. Nach gut einer Minute
beendete die JC-Kämpferin den Kampf mit einer Würgetechnik vorzeitig und
stand im Halbfinale. Gegen die spätere Titelträgerin Hannah Brück kam
die Bottroperin gar nicht zurecht und verlor mit einer großen Wertung.
Im Kampf um Bronze gegen die Württembergerin Drothler übernahm die
JC-Kämpferin von Anfang an die Initiative. Nach einer Bestrafung für
ihre Gegnerin legte die 19-jährige Schülerin per Hüfttechnik noch eine
mittlere Wertung nach und sicherte sich so ihre erste nationale Medaille
bei den Frauen.
Bei den Männern sorgte Bundesligakämpfer Kalala
Ngoy (BW Hollage) in der Klasse bis 60 kg für einen Paukenschlag. Der
dritte der Deutschen Meisterschaften des Vorjahres kämpfe eine
überragende Vorrunde. Nach drei vorzeitigen Siegen stand der
Bundesligakämpfer vom JC 66 im Finale. Mit einer mittleren Wertung für
eine Fußtechnik bezwang Kali den Titelträger des Jahres 2009 Robert
Kopiske aus Potsdam. Katharina Gutmann (-63 kg) erkämpfte sich einen
tollen fünften Platz und war damit wieder einmal beste NRW-Starterin.
Bundesligakämpfer Yassin Grothaus (Crocodiles Osnabrück) kam in der
Klasse bis 81 kg ebenfalls auf Platz fünf. Etwas Pech hatte
Mannschaftsstarterin Katrin Reißberg (JG Münster). Nach zwei souveränen
Siegen stand sie im Halbfinale. Auch in diesem Kampf gegen ihre Berliner
Gegnerin hatte sie die deutlich besseren Ansätze ohne jedoch eine
Wertung erzielen zu können. Eine klare Wertung wurde der Münsteranerin
von den Kampfrichtern nicht gegeben, so dass der Kampf schließlich in
die Verlängerung ging und sie mit einer mittleren Wertung unterlag. Im
Kampf um Bronze musste sie sich der Favoritin Marzok aus Berlin
geschlagen geben, so dass ihr am Ende Platz fünf blieb. „Ein tolles
Ergebnis für den JC 66“ kommentierte JC-Präsident Roland Assmann
sichtlich zufrieden das Abschneiden. +++
22.01.2010 Der sanfte Weg +++
Von Niels Herrmann
(WAZ)
Das Trainer-Team um Thomas Wittig bereitet beim 1. JJJC Hattingen die
Judo-Kinder auf ihre ersten Wettkämpfe vor.
Es sind 30 Kinder auf der
Matte, die sich im unbewaffneten Nahkampf üben. Man fühlt sich etwas an
Löwenkinder erinnert, die sich raufend aufs Leben vorbereiten. Zwar
kommt es zu weniger Zahneinsatz, doch geht es für das ungeübte Auge mit
ähnlicher Wildheit zu. Doch der Eindruck täuscht: Auf der Matte ist
alles unter Kontrolle. Darüber wacht auch Thomas Wittig mit einem
mehrköpfigen Trainer-Team. Und es geht hier auch keineswegs um die
Vorbereitung auf die Gnujagd, sondern auf den nächsten Judo-Wettkampf.
Das
Ziel des Jugend-Judo-Trainings beim 1. JJJC Hattingen ist in erster
Linie die Wettkampfvorbereitung. „Bis zu 20 Turniere gibt es jedes
Jahr”, erzählt Trainer Thomas Wittig. Bei vielen davon sind Kinder und
Jugendliche vom 1. JJJC dabei und erfolgreich.
„Daneben versuchen wir
auch, Kinder zum Beispiel im Bezirkskader unterzubringen”, so Wittig
weiter. „Man lernt nirgendwo besser Judo als auf einem Wettkampf”, sagt
der Träger des ersten schwarzen Gürtels, der seit etwas 25 Jahren dabei
ist und deshalb gang genau weiß, wovon er spricht.
Der Weg nach oben
auf der Judo-Karriereleiter führt prinzipiell über dieselbe harte
Straße, die jeder erfolgreiche Sportler gehen muss: Übung, Übung, Übung.
Doch ohne Spaß geht es gerade bei Kindern nicht, weswegen Thomas Wittig
mit seinem Trainerteam auch auf Spiele und Motivation setzt. Zum
Beispiel führen die Trainer eine Liste, in der für jedes besuchte
Training oder für Wettkampferfolge Punkte eingetragen werden. Diejenigen
Kinder mit den meisten Punkten erhalten am Jahresende einen Preis, zum
Beispiel eine Judo-DVD oder einen kompletten Judoanzug.
Dass es auch
bei 30 Judokindern ruhig auf der Matte bleibt, liegt auch daran, dass
man die Gruppe aufteilt: „Wir haben sowohl Kinder aus der U 11 als auch
aus der U 14 hier”, erklärt Thomas Wittig. Eine Einteilung nach
Graduierungen gibt es nicht, also trainieren unterschiedliche Farbgürtel
zusammen. Gut für Anfänger, die so von den weiter Fortgeschrittenen
lernen können.
Wurzeln in Japan
Judo kommt ursprünglich, wie auch
zum Beispiel Jiu-Jitsu und Karate, aus Japan.
Der Name Judo bedeutet
wörtlich „sanfter Weg”. Kernprinzip der Sportart ist es, die Kraft des
Gegners gegen ihn zu wenden. Judo wurde im 20. Jahrhundert stark für den
Wettkampf angepasst, dennoch gibt es immer noch starke
Selbstverteidigungselemente.
Simon Kremer ist seit drei Jahren
Judoka. Auf Judo als Sport kam er über ein TKKG-Hörbuch; einer der
Detektive machte Judo. Simon gefallen im Moment vor allem die
Vorbereitungen auf den Vielseitigkeitswettbewerb, in dem es in den
Teildisziplinen Kraft, Beweglichkeit, Koordination und natürlich Judo um
den Einstieg in den Bezirkskader geht.
Felix Packlin steht kurz vor
dem Einstieg in die U 17. Er stieg vor fünf Jahren ein, nachdem eine
Bekannte vom japanischen Kampfsport geschwärmt hatte. Zweimal pro Woche
trainiert er nun, hat mittlerweile den grünen Gürtel. Ab dieser Stufe
müssen Judoka auch die Kata oder Form lernen, eine festgelegte Abfolge
von Bewegungen. „Da muss man sich erst einmal umgewöhnen”, gibt Felix
zu. Spaß macht es trotzdem. Und darum, Spaß zu haben, geht es ja
schließlich hauptsächlich. waz hattingen+++ 19.01.2010 Holländische Griffe zermürben Ott +++Von
Oliver Schinkewitz
(WAZ) TVD-Talent bei Mega-Turnier in Eindhoven
kurz vorm kleinen Finale gescheitert
An
diese Dimensionen musste man sich erstmal gewöhnen: Katharina Ott vom TV
Durchholz startete im niederländischen Eindhoven bei den „Matsuru Dutch
Open Espoir” - eines der größten Jugendturniere in den Niederlanden.
Rund
1500 internationale Kämpfer gingen auf den zwölf) Wettkampfflächen ins
Medaillenrennen. Die Durchholzerin Katharina Ott startete in der Klasse
bis 57 kg in der jüngsten Alterskategorie U 15. Nach einem Freilos in
Runde eins fand sie gut ins Wettkampgeschehen. Den ersten Kampf gegen
Indra Casteele (NL) entschied sie durch eine Würgetechnik am Boden für
sich. Mit Dewi Bernard (NL) kam sie indes gar nicht zurecht. Kein Ansatz
wollte ihr gelingen - der Kampf ging verloren.
In der Hoffnungsrunde
gewann Katharina Ott noch einen Kampf, ehe sie das Duell um den Einzug
ins kleine Finale wieder verloren geben musste. Die Wittenerin kam an
diesem Wochenende mit dem Griffkampf ihrer holländischen Gegnerinnen
nicht wirklich gut klar - dennoch war der Wettbewerb eine gute
Vorbereitung auf die am nächsten Wochenende beginnende
Meisterschaftserie. waz witten
+++ 18.01.2010 Mindestlohn statt Judo:
Bischof nimmt Auszeit +++
Köln - Internationale
Besteuerung, Staatsverschuldung und Arbeitsmarkttheorie:
Judo-Olympiasieger Ole Bischof setzt beim Start ins WM-Jahr Prioritäten
und gibt seinem Volkswirtschaftsstudium erstmal den Vorrang.
«Wenn
nicht jetzt, wann dann? Ich habe Mitte Februar drei wichtige Prüfungen»,
erklärt der 30 Jahre alte Gold-Judoka von Peking seinen aktuellen
Uni-Stress. Erst Mitte März will der in Köln lebende Athlet beim
zweieinhalbwöchigen Trainingslager der deutschen Mattenkämpfer in Japan
voll in seinen Sport wieder einsteigen. «Dann geht's richtig los.»
Hauptziel ist die WM im September in Tokio, doch Bischof macht sich
keinen Druck: «Ich will es in diesem Jahr ruhiger angehen lassen.»
Auch
knapp eineinhalb Jahre nach seinem Gold-Coup von Peking ist der
deutsche Vorzeige-Judoka ein gefragter Mann. «Die Termine sind nicht
weniger geworden. Das freut mich, aber es ist auch viel zu tun. Das ist
schon eine Doppelbelastung», erklärt Bischof. Kein Wunder, dass der
Olympiasieger mit Blick auf sein Studium das erste Saisondrittel
auslässt. Die deutschen Meisterschaften in Bayreuth hat Bischof ebenso
abgesagt wie den Grand Prix in Düsseldorf im Februar sowie die EM in
Wien Ende April. «Ich habe das bereits mit Bundestrainer Detlef Ultsch
abgestimmt. Ich bin ja inzwischen auch schon 30, da muss ich meine
Körner einteilen.»
Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident
Horst Köhler und sogar ein Auftritt in der Millionenshow «Schlag den
Raab» - seit seinem Olympiasieg am 12. August 2008 führt der Vertreter
der Randsportart Judo ein Leben im Rampenlicht. Auch finanziell hat sich
der goldene Coup ausgezahlt, doch für Bischof ist Peking vor allem die
Erfüllung eines Traums: «Dieser Tag hat mein Leben verändert. Ich kann
nur jedem wünschen, dass er einmal im Leben ebenso glücklich ist, wie es
mir 2008 vergönnt war», befand Bischof einmal im Rückblick auf seinen
größten sportlichen Moment.
Auch im Jahr nach Olympia durfte Bischof
wieder strahlen. Bei der WM Ende August 2009 in Rotterdam erkämpfte er
mit Bronze seine erste WM-Medaille und gönnte sich danach Sushi bis zum
Abwinken. «All you can eat - ich hatte ja Gewicht gemacht, da musste ich
kräftig auffüllen.» Gut ließ es sich Bischof auch beim Jahreswechsel
gehen: «Wir waren mit Freunden auf einer Skihütte bei Inzell, haben
Karaoke gesungen und die Zeit richtig genossen.» Doch nun hat den
Olympiasieger der Ernst des Lebens zurück. «Ich muss schauen, wie ich
mich absichere», erklärt Bischof seine Ambitionen im Studium.
westfälische nachrichten
+++ 18.01.2010 Deutsche
Meisterschaften der Männer und Frauen in Bayreuth +++
Am kommenden
Wochenende finden in Bayreuth die Deutschen Meisterschaften der Männer
und
Frauen statt. Die nationale Ausscheidung ist der erste
Wettkampfhöhepunkt im Jahr
2010. Der JC 66 nimmt mit sechs eigenen, Kämpfern und Kämpferinnen,
sowie
weiteren sechs Bundesligastartern an den Meisterschaften teil.
Bei den Frauen
starten mit Maureen Siegmann (-52 kg), Hannah Karrasch (-52 kg), Rike
Ruhwinkel
(-57 kg), Sina Felske (-57 kg) und Katharina Gutmann (-63 kg) gleich
fünf
JC-Kämpferinnen mit dem Ziel möglichst weit nach vorne zu kommen.
Bei den Männern
schaffte als einziger JC-Kämpfer Dominik Gosens die Qualifikation.
„Sechs
Startplätze mit eigenen Leuten auf einer Deutschen Meisterschaft zu
erkämpfen
ist schon eine tolle Sache,“ kommentiert JC-Präsident Roland Assmann und
weist
darauf hin, dass mit Julia Loselein (Deutsche Vizemeisterin 2009) eine
weitere
JC-Athletin hätte starten können, sie aber nach ihrer Knieverletzung
erst im
April wieder an Wettkämpfen teilnehmen wird. „Außerdem ist es durch das
neue
Wettkampfsystem des DJB sicherlich schwieriger geworden, sich für die
Deutsche
Meisterschaft zu qualifizieren!“ so Assmann weiter. Qualifizieren können
sich
demnach nur noch die Top-Kaderathleten direkt, die
Vorjahresmedaillengewinner
der DEM, EM- und WM-Starter Männer und Frauen, sowie aus der U20, die
Medaillengewinner der letztjährigen Deutschen Meisterschaft der
Landesverbände
(sogenannte Deutsche B-Meisterschaft) und die ersten sieben Platzierten
der
Bundesrangliste.
Ein Blick auf die
Starterlisten in den einzelnen Gewichtsklassen zeigt, dass auch
zahlreiche
Mannschaftskämpfer - und Kämpferinnen der Bundesligateams des JC 66 in
Bayreuth
an den Start gehen. Bei den Männern sind dies die Bundesligakämpfer
Kalala Ngoy
(-60 kg, TB Osnabrück), Yassin Grothaus (-81 kg, Crocodiles Osnabrück),
Alexander Bannikow (-90 kg, Crocodiles Osnabrück) und Tobias Pahnke
(+100 kg, SUS
Oberarden). Bei den Frauen starten
Sabine Struve (-52 kg, DJK VFL Willich) und Katrin Reißberg (-70 kg, JG
Münster). jc 66 bottrop
+++ 15.01.2010 Holk
Silbersack nicht mehr SUA-Trainer - aus privaten Gründen +++
Von
Jürgen Koers am 14. Januar 2010 23:31 Uhr
(RN) WITTEN Es ist das
Ende einer Ära. Zehn Jahre lang war Holk Silbersack Trainer bei den
Bundesliga-Judoka der SU Annen. Mit beachtlichen Erfolgen. Jetzt soll
Schluss sein, wie der 40-jährige Coach im Gespräch mit RN-Redakteur
Jürgen Koers verrät.
Holk Silbersack zieht sich zurück - aus privaten
Gründen.
Warum wollen Sie das Traineramt niederlegen, Herr
Silbersack?
Silbersack: Ich habe das zehn Jahre lang gemacht, eine
lange Zeit. Und es ist sehr, sehr gut gelaufen. Jetzt stehen persönliche
Sachen an, im privaten Bereich, wo ich sage: Das hat jetzt Vorrang.
An
der SUA liegt es nicht, oder?
Silbersack: Nein, das hat gar nichts
mit dem Verein zu tun. Für mich gilt: Wenn ich etwas mache, dann will
ich das richtig machen. Sonst ist das für mich unbefriedigend. Nun ist
Privates erstmal wichtiger. Die neue Saison findet definitiv ohne mich
statt.
Ihr Rücktritt ist nach dem Verlust der vier Holler Judoka ein
weiterer harter Schlag.
Silbersack: Nach dem Abgang der vier Jungs
habe ich gesagt, dass ich mich auf jeden Fall noch mit um guten Ersatz
kümmere, bevor ich meinen Rücktritt publik mache. Aber inhaltlich steht
das in keinem Zusammenhang.
Wie hat das Umfeld reagiert?
Silbersack:
Die engsten Leute im Verein wussten natürlich schon länger Bescheid.
Mit denen hatte ich auch das Vorgehen besprochen, dass wir uns erst noch
alle gemeinsam um eine gute Bundesliga-Mannschaft für die kommende
Saison kümmern. Das hatte Priorität. Ich denke mal, dass es uns gut
gelungen ist.
Das heißt, es gibt weitere Neuzugänge?
Silbersack:
Johannes Karsch für die 81kg-Klasse war ja schon bekannt. Hinzu kommt
auch noch Florian Heimlich, ein 73kg-Kämpfer (Jahrgang ´87, Bundesliga
für Hertha Walheim, Einzelstartrecht Crocodiles Osnabrück, d. Red.). Den
hat Jonas Focke empfohlen. Heimlich war voriges Jahr unter anderem
Dritter der British Open. Dadurch sind wir auch in den mittleren
Gewichtsklasen mit starken Leuten gut besetzt.
Holk Silbersack: "Ich
bleibe Mitglied bei der SUA. Wenn es die Zeit erlaubt, bin ich auch im
Dojo."
Macht das die Abgänge wett?
Silbersack: Nein. Das heißt
sicher noch nicht, dass wir die vier Abgänge direkt kompensieren können.
Und
wie kann die SUA den Abgang von Holk Silbersack kompensieren?
Silbersack:
Da haben wir uns drüber unterhalten. Mein Kollege Andreas Reeh bekommt
Unterstützung.
Und wann kehren Sie zurück an den Mattenrand?
Silbersack:
Wenn ich wieder langfristig planen kann, werde ich eine Entscheidung
treffen. Vorher nicht. Ich bleibe Mitglied bei der SUA. Wenn es die Zeit
erlaubt, bin ich auch im Dojo. Aber vernünftig mit großem Aufwand
arbeiten geht gerade nicht.
Groß war der Aufwand in der
Vergangenheit. Was war der größte Erfolg?
Silbersack: Ich denke, dass
es der größte Erfolg ist, zehn Jahre lang konstant das obere Niveau in
der Bundesliga mitbestimmt zu haben. Wir waren zweimal Dritter,
regelmäßig in den Play-offs. Und ein Erfolg ist für mich auch mein
Anteil daran, die Frauen-Mannschaft in der Bundesliga etabliert zu
haben. Als ich anfing, gab es noch keine Frauenmannschaft. Und
Bundesliga bei Männern und Frauen, das gibt es nicht so oft in
Deutschland. Das ist in meinen Augen eine sehr vernünftige Hausnummer.
ruhrnachrichten witten
+++
15.01.2010 Andreas Reeh in der nächsten Saison alleiniger SUA-Trainer
+++
Von Jürgen Koers
(RN) WITTEN Einen
erfahrenen Judo-Coach wie Andreas Reeh haut so schnell nichts um. Daher
wirft ihn auch die Perspektive, die kommende Bundesliga-Saison mit der
SU Annen ohne seinen langjährigen Partner Holk Silbersack angehen zu
müssen, nicht aus der Bahn. Sein launiger Kommentar: "Wir werden das
Kind schon schaukeln."
Andreas Reeh ist in der nächsten Saison
alleiniger Trainer der SUA-Judoka.
Weniger Arbeit wird es nicht sein,
die auf Reeh wartet. "Holk hatte ja einen großen Teil der
Athletenbetreuung übernommen. Da haben wir uns gut ergänzt. Es ist
natürlich ein großer Verlust, dass er aufhört." Hinzu kommt, dass sich
Reeh und Silbersack auch als Typen gut verstanden. "Da war mein Kollege
sicher der ruhigere, besonnenere Typ."
Doch Reeh hat auch schon
früher, vor der Ära Silbersack, die Alleinverantwortung im sportlichen
Bereich geschultert. Mit Hilfestellung von seiten des Vereins ("Jetzt
müssen wir uns die Arbeit anders aufteilen.") wird er dies nun wieder
tun. Wohl wissend, dass die Saison 2010 keine einfache Serie werden
dürfte. "Es wird schwerer, die letzten drei, vier Jahre waren aber auch
allesamt nicht einfach. Sei es durch Verletzungen oder durch Personal,
das wegbricht."
"Wir wachsen mit der Aufgabe"
Was Verstärkungen
betrifft, ist der Cheftrainer gewohnt zurückhaltend. Erst wenn es
Schriftliches gibt, will er sich äußern. Weiter aktiv suchen will er auf
jeden Fall. "Rückschritt wollen wir sicher nicht", sagt Reeh. "Wir
wachsen mit der Aufgabe."
Am Samstag (16. Januar) versammelt
Landestrainer Reeh seine DM-Kandidaten ab 12.45 Uhr im SUA-Dojo zu einem
Lehrgang mit Blick auf die Titelkämpfe am nächsten Wochenende.
ruhrnachrichten witten
+++ 13.01.2010 SU Annen ist bei Deutscher
Meisterschaft stark vertreten +++
Von
Dietmar Bock
(RN) ANNEN Judo-Bundesligist SU Annen wird bei der
Deutschen Einzel-Meisterschaft, die am 23. und 24. Januar erneut in
Bayreuth stattfindet, stark vertreten sein. Mit Miriam Dunkel (70 kg)
und Stefan Oldenburg (81 kg) kämpfen auch zwei Eigengewächse um den
nationalen Titel.
In der Oberfrankenhalle gehen bei den Männern acht
Starter und bei den Frauen vier Teilnehmerinnen auf die Matte, die in
der Bundesliga für die SUA kämpfen. Marcel Haupt (60 kg, JC Remscheid)
und Marcello Greco (+100 kg, TuS Germania Hackenbroich) qualifizierten
sich als Erster und Fünfter der bereinigten deutschen Rangliste des
Jahres 2009 für die diesjährigen Titelkämpfe.
Gesetzt waren hingegen
aufgrund ihrer nationalen und internationalen Platzierungen Christoph
Najdecki (60 kg, DSC Wanne-Eickel), Jonas Focke (73 kg, Crocodiles
Osnabrück), Stefan Oldenburg, Benjamin Behrla (100 kg, TSV Hertha
Walheim), André Breitbarth (+ 100 kg, SFV Europa Braunschweig) und
Tobias Pahnke (+ 100 kg, SuS Oberaden).
Bei den Frauen packten Maike
Heinz (78 kg, TuS Holle Grasdorf) und Hannah Karrasch (52 kg, JC 66
Bottrop) als Erste und als Dritte der Rangliste die DEM-Qualifikation,
während Solveig Martens (+78 kg, TSV Tarp) und Miriam Dunkel aufgrund
ihrer nationalen oder internationalen Platzierung gesetzt waren.
Ex-Annener
für Holle
Mit Christophe Lambert (81 kg) und Max Rollwage (100 kg)
schafften zudem zwei weitere ehemalige Annener Bundesliga-Judoka die
Startberechtigung für Bayreuth. Beide kämpfen jedoch in der am 1. Mai
beginnenden Saison wieder für ihren in die 2. Bundesliga aufgestiegenen
Heimverein TuS Holle.
In Franken wird auf vier Matten gleichzeitig
gekämpft. Samstag sind die jeweils zwei leichtesten und schwersten
Kategorien am Start, Sonntag ermitteln die drei mittleren
Gewichtsklassen ihre Meister/innen. Los geht es jeweils um 9.30 Uhr. Die
Duelle gehen über die obligatorischen fünf Minuten, sollte dann keine
Entscheidung gefallen sein, folgt das bis zu drei Minuten dauernde
"Golden Score" (wer die erste Wertung erzielt gewinnt). ruhrnachrichten
witten
+++ 12.01.2010 ELE-Judo-Team-Challenge
fällt aus +++
Die
ELE-Judo-Team-Challenge
fällt dem zu engen Judo-Terminkalender zum Opfer.
Neuanlauf in 2011 geplant.
Die ELE-Judo-Team-Challenge hatte sich
bereits in der Judoszene etabliert. Als das Turnier im Jahre 2006
erstmals mit
der Unterstützung des Namensgebers ELE GmbH über die Bühne ging,
staunten die
Judofachleute: „Kaum jemand in der Judoszene hat an den Erfolg dieses
neuartigen Turniers gedacht“ beschreibt Volker Tapper, Team-Manager und
Mitorganisator des Turniers, die damalige Startsituation.
„Wir waren allerdings von Anfang an überzeugt
von dem Konzept des Turniers. Unsere Erwartungen wurden sogar bereits
zum Start
2006 weit übertroffen“. In diesem Jahr sollte die fünfte Auflage dieses
internationalen Männer-Teamwettbewerbs stattfinden. Als
Veranstaltungstag war
der 30.01.2010 beim Landesverband angemeldet. Auch die Unterkünfte der
Teams
waren bereits durch den Ausrichter JC 66 Bottrop gebucht.
„Dann erhielten wir von Verbandsseite aus die
Information, dass an dem gedachten Termin nicht nur ein A-Weltcup mit
den
besten internationalen Kämpfern parallel stattfinde, sondern auch der
B-Weltcup
in Belgien ausgetragen würde. Neben den internationalen Topkämpfern
würden dann
auch die Topkämpfer der Landesverbände fehlen. Damit konnte dieser
Termin nicht
mehr gehalten werden.“ zeigt sich auch JC 66-Präsident Roland Assmann
unzufrieden.
Da die EJTC, wie sie kurz genannt wird, in
der Judoszene als das Bundesliga-vorbereitungsturnier in Deutschland
gilt, muss
der Termin im ersten Quartal möglichst deutlich vor Ligabeginn
stattfinden. „In
dieser Zeit gab es kaum freie Termine. Die wenigen freien Termine waren
dann
einfach zu dicht an anderen Top-Events in der Region heran, sodass wir
sicherlich ein Zuschauerproblem bekommen hätten. Außerdem war an anderen
Turnieren die Übernachtungssituation ungeklärt. Hier sind wir auf
Partner
angewiesen.“ erläutert Tapper den letztlichen Schritt zur Entscheidung,
die
EJTC in 2010 ausfallen zu lassen.
Der Judoweltverband IJF (International Judo Federation)
hat ein neues Weltcupsystem ins Leben gerufen. Dadurch ist die Anzahl
der
Weltcups deutlich gestiegen. Gleichzeitig gibt es eine neue
Weltrangliste, die
über Setzplätze bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen
entscheidet.
Dadurch haben die Weltcups eine deutlich stärkere Bedeutung erlangt.
Assmann:
„Das neue System des Weltverbandes ist richtig. Leider hat es aber den
Nebeneffekt, dass kaum noch Platz für Privatturniere auf gutem Niveau
entsteht.“
Ist das Turnier damit auch für die Zukunft
gefährdet? Oder wird es auch in den kommenden Jahren wieder Top-Teams
wie
Nijmegen, Salzburg, Warschau, Oradea, Haarlem, Frankfurt/Oder, Witten,
Hamburg,
Berlin etc. in Bottrop zu Gast geben? „Das müssen wir nun genau prüfen.
Wir
möchten diesen Topsport auch in Zukunft in Bottrop präsentieren.
Gegebenfalls
müssen wir das System ändern. Wir arbeiten in den nächsten Monaten daran
und
hoffen dann ein gutes Ergebnis präsentieren zu können“ so Tapper zu den
Aussichten der ELE-Judo-Team-Challenge.
Es bleibt also abzuwarten, ob und wenn, wie
es weitergeht. Es wäre toll, wenn dieses Turnier, das so viele Top-Teams
nach
Bottrop geführt hat, auch in Zukunft bestehen könnte. jc 66 bottrop
+++ 09.01.2010 Zwei Reifeprüfungen +++
VON
RALF AUMÜLLER
(WN) Philipp Meer trainiert mit viel Ehrgeiz - auch im
heimischen Keller an Geräten Marke Eigenbau.
Philipp Meer trainiert
mit viel Ehrgeiz - auch im heimischen Keller an Geräten Marke
Eigenbau.Foto:
Seppenrade - Zurzeit sitzt Philipp Meer fleißig am
Schreibtisch und paukt für die Schule. Er will in einigen Wochen sein
Abitur machen. 2010 wird ohnehin ein wichtiges Jahr für den Seppenrader -
ein Jahr der Herausforderungen. Auch auf der Judomatte muss er seine
Reifeprüfung bestehen. Meer kämpft in der kommenden Saison in der
Regionalliga, der dritthöchsten deutschen Klasse. Für den PSV Duisburg
startet er in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm.
Damit macht er
gleich einen Sprung um zwei Ligen nach oben. Mit dem FC Stella Bevergern
wurde er in der vergangenen Saison Landesliga-Meister und schaffte in
einer Relegationsrunde den Aufstieg in die Oberliga. Dann kam das
Angebot aus Duisburg, und Philipp Meer griff zu.
Er hat sich die
Offerte redlich verdient. Judo ist für den Schüler längst mehr als nur
Hobby. Zwei Mal pro Woche trainiert er bei seinem Stammverein TV
Wolbeck, einmal pro Woche in Osnabrück. Das niedersächsische
Landesleistungszentrum kooperiert mit dem Nordrhein-Westfälischen
Judo-Verband (NWJV). Er geht regelmäßig joggen, „und ich mache jeden
Morgen mehr als eine Stunde lang Krafttraining“, sagt Meer. Er ist nicht
nur ehrgeizig, sondern auch kreativ. Die täglichen Sonderschichten
fährt er im Keller an Geräten Marke Eigenbau. „Mehr Training kann ich
aus schulischen Gründen nicht leisten“, sagt Meer.
Bei diesem großen
Pensum ist er auf Unterstützung angewiesen. Zum Beispiel von seinen
Eltern: Seine Mutter fährt ihn immer nach Wolbeck, sein Vater nach
Osnabrück. Auch seine Schule, das St.-Antonius-Gymnasium in
Lüdinghausen, spielt mit. „Das Anton ist sehr kooperativ“, lobt Marlies
Meer. „Philipp wurde immer freigestellt, wenn etwas Wichtiges anstand.“
Etwas
Wichtiges stand für den Seppenrader in den vergangenen Jahren häufig
an. Meer steht seit seinem sechsten Lebensjahr auf der Matte. Seit 2002
versucht er, seine Gegner in Wettkämpfen aufs Kreuz zu legen. Bis 2005
kämpfte er für den JC Lüdinghausen, seitdem für den TV Wolbeck. Er
startete bei vielen Turnieren, auch auf bundesoffenen und
internationalen. Und das mit Erfolg, seine Medaillensammlung bei
Westdeutschen Meisterschaften der Altersklassen U 14 und U 17 ist
stattlich. Einer der Höhepunkte seiner bisherigen Laufbahn war ein
Trainingscamp 2006 mit der Landesauswahl in Polen.
Seit dem
vergangenen Jahr kämpft Meer in der Altersklasse U 20. „Bei den
Meisterschaften lief es nicht so gut“, bilanziert er. Dafür holte er bei
verschiedenen renommierten Turnieren vordere Platzierungen, auch in der
Männerklasse. Bei den Männern wurde er Bezirksmeister und belegte Platz
sieben bei den Westdeutschen Meisterschaften.
Seine sportlichen
Ziele für 2010? „Ich möchte auf westdeutscher Ebene erfolgreich sein und
in der Regionalliga Kämpfe gewinnen.“ Und der Braungurt-Träger möchte
die Prüfung zum schwarzen Gurt bestehen. Nach dem Abitur würde er gerne
ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport absolvieren. Anschließend könnte
er sich ein Lehramts-Studium vorstellen mit den Fächern Englisch und
Sport. Natürlich würde er dann auch Hochschulsport betreiben.
Die
Judo-Bundesliga würde ihn mal reizen. „Vielleicht, wenn ich 23 oder 24
bin. Erst will ich mal in der Regionalliga bestehen“, sagt Meer.
In
den neuen Wettkampfregeln werden bestimmte Würfe verboten, darunter eine
von seinen Spezialitäten. Er arbeitet schon länger daran, sich
umzustellen. Nach seinem Ehrgeiz und Trainingsfleiß zu urteilen, dürfte
es Philipp Meer nicht schwerfallen, auch diese Herausforderung zu
meistern. westfälische nachrichten
+++
09.01.2009 Gewohnt ungewöhnliche Saison +++
Von Dietmat
Bock
(RN) WITTEN Was für eine Saison! Judo-Bundesligist SU Annen
warf wieder eine Kampfzeit auf die Matte, die so gewohnt und doch so
ungewöhnlich war. Wir blicken zurück.
Die SUA hatte sich mit Tristan
Behrens nur mit einem jungen Deutschen verstärkt, prompt setzte wieder
das Verletzungspech ein. Gleich eine ganze Mannschaft mussten die
Trainer Andreas Reeh und Holk Silbersack ersetzen.
Größtenteils
fehlten die Judoka aufgrund von Verletzungen. Aber auch Abstellungen an
die nationalen Verbände sowie holländische und deutsche Meisterschaften
forderten ihren Tribut. Und Neuzugang Behrens avancierte (noch) nicht zu
der Verstärkung, die man sich mit seiner Verpflichtung erhofft hatte.
Hamburg
verlor nur in Annen
So war eigentlich wieder alles für einen
zumindest teilweisen Fehlstart angerichtet. Eigentlich. Doch es kam
anders: Das Hamburger Judo-Team erschien am Kälberweg mit der stärksten
Truppe – und verlor 6:8. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, gingen die
Duelle zwischen den Hanseaten und Westfalen doch stets knapp und zumeist
zu Gunsten der SUA aus.
Ungewohnt war indes das spätere Abschneiden
der Hamburger. Die schlugen JC 90 Frankfurt/Oder auf dessen Matte 6:4
und verwiesen den haushohen Favoriten im Norden nur auf Rang zwei.
Hamburg verlor ohnehin nur einmal. In Annen.
Sprung auf Platz eins
vermasselt
Die SUA hingegen trennte sich beim hoch gehandelten SC
Berlin 6:6, besiegte Frankfurt, UJKC Potsdam (jeweils 8:5) und TSV
Hertha Aachen-Walheim (11:3) klar, um dann ausgerechnet gegen die beiden
Klubs zu patzen, die in die Abstiegsrelegation mussten: 1. JC
Mönchengladbach (4:8) und Braunschweiger JC (6:7).
Beide vermeidbaren
Niederlagen verhinderten den Sprung auf Rang eins und damit zugleich
das Heimrecht im Viertelfinale sowie die Hoffnung, endlich einmal die
Finalrunde nach Witten zu holen. Die Chancen dazu standen noch nie so
gut wie in diesem Jahr. Am Ende musste man dann sogar um den
Endrunden-Einzug bangen. Den schaffte die SUA und erhielt mit dem KSV
Esslingen einen Widerpart zugeteilt, der gleichfalls schlagbar schien
und es tatsächlich auch war.
Trotz erneut vieler Verletzter und dem
Spontan-Ausfall von Marvin de la Croes war in Württemberg der Sieg drin,
wurde jedoch trotz der starken Leistung ebenfalls leichtfertig aus den
Händen gegeben. So ließ man letztendlich die zweite Chance, ins
Halbfinale vorzustoßen und dort durch einen weiteren Sieg gegen
Gastgeber Hamburg sogar in den Endkampf einzuziehen, liegen. Was für
eine Saison! ruhrnachrichten witten
+++
08.01.2010 Bundesliga: Quartett verlässt die SUA +++
Von
Dietmar Bock
(RN) WITTEN Vier starke deutsche Judoka verließen den
Bundesligisten SU Annen, nur einer kommt¨- bisher - hinzu. "Diese Saison
wird viel, viel schwieriger", weiß Trainer Holk Silbersack, der jedoch
hofft: "Noch haben wir drei Monate Zeit weitere Neuzugänge zu finden.
Doch der Markt an guten deutschen Kämpfern ist dünn gesät und fast
abgegrast."
Mit Maxime und Christophe Lambert (73 und 81 kg), Max
Rollwage (100 kg) und Tristan Behrens (60 kg) kehrten vier starke
Judoka, die schon zur nationalen Spitze gehören oder perspektivisch dort
hinkommen dürften, zu ihren Heimatklub TuS Holle zurück. Alexander Rohr
beendete zudem seine Judo-Laufbahn.
Wort gehalten
Der Vater der
Lambert-Brüder hat den Verein in Holle gegründet und steht ihm heute
vor. Da hatte das Quartett gesagt, dass man zurückkehrt, sobald der TuS
in der 2. Bundesliga kämpft. Und genau dieses überraschende Kunststück
schafften die Niedersachsen. Alle vier Annener hielten Wort und wechseln
jetzt heim.
Letzteres jedoch erst spät, wie auch Silbersack anmerkt:
"Da die Wechsel sehr spät erfolgten, haben wir nun Probleme, adäquaten
deutschen Ersatz zu finden. Die deutschen Top-Judoka sind sehr rar."
Johannes
Karsch kommt
In Johannes Karsch (81 kg) haben Silbersack und
Trainer-Kollege Andreas Reeh einen jungen, guten Nachwuchsmann gefunden.
Der 21-Jährige wechselt vom Erstliga-Kontrahenten Braunschweiger JC an
den Kälberweg. Daneben schaut sich das Annener Trainer-Duo noch nach
einem 73 kg-Kämpfer um, während man die Suche nach einem 90 kg-Judoka
fast schon eingestellt hat: "Da gibt es im Moment keinen wirklich
guten", so Silbersack.
Ob es jedoch bei den vier Abgängen bleibt, ist
ungewiss. Denn auch Tobias Pahnke (+100 kg) liebäugelt mit einem
anderen Klub. Der überraschende Deutsche Meister der Landesverbände will
sich dem JC 66 Bottrop anschließen, wenn der noch in die 1. Liga
aufsteigen sollte. Bottrop beendete die Relegationsrunde um den
Klassenverbleib in der 1. Liga bzw. den Aufstieg in die höchste Klasse
hinter den Erstligisten Braunschweig und Mönchengladbach als Dritter und
würde im Falle des Rückzugs eines Bundesliga-Klubs aufrücken.
In
Annen Konkurrenz zu stark
Bisher hat noch kein Klub ein solches
Signal gegeben, doch Pahnke wartet ab. In Bottrop wäre er die erste
Wahl, in Annen hat er in dem U20-WM-Dritten André Breitbarth indes
starke Konkurrenz. ruhrnachrichten witten
+++ 04.01.2010 Ironische Sporthilfe-Kampagne pro
Spitzenathleten +++
Spitzensportler machen auf ihre soziale Situation
aufmerksam.